Was ist ein Coach

Der Coach - was ist das?

Kann ein Coach beraten? Das Coaching ist nicht gleichzusetzen mit dem Consulting. Business Coach Kurt Frehe, der einen verantwortungsbewussten Umgangs mit Beratungselementen im Coaching-Prozess fordert, hält dieses Glaubensbekenntnis für nicht stichhaltig. "â??

Ich hatte die Hoffnung, dass Sie mir mitteilen könnten, was ich tun mÃ?sste, um aus diesem Schlamassel herauszukommenâ??, beantwortete ein Vertriebsleiter vor kurzem meine Anfrage, was er in dieser Coaching-Sitzung bearbeiten wollte.

Bei der Inanspruchnahme einer solchen Inhaltsberatung lehnen ernsthafte Business-Coaches die Absichten ihrer Kunden mit Respekt ab. Vielmehr wird versucht, den Kunden bei der Erarbeitung einer eigenen Problemlösung zu unterstützen. Nicht umsonst: Eine inhaltliche Beratung oder gar ein Lösungsversuch ist immer Teil der Trainerwelt. Nicht die des Kunden.

Es wurde mehrfach besprochen und veröffentlicht, ob sich Business Coaching ausschliesslich auf den Wissensprozess des Kunden beziehen soll oder ob es auch Content Consulting beinhalten soll. Ab und zu trifft man auf die teilweise dogmatische Sichtweise von Fachkollegen: "Coaching ist nicht gleich Consulting - Point". Das geht meiner Meinung nach nicht weit genug - und ich möchte die Beachtung auf eine spezielle Verantwortlichkeit hinweisen, die dem Coach und dem Kunden in der Coaching-Beziehung bekannt sein muss.

Weil Trainer - basierend auf Paul Watzlawick - NICHT miteinander sprechen können. Der Coach ist im Grunde genommen nicht in der Lage, seine eigenen Wertmaßstäbe und Überzeugungen aus dem Training herauszuhalten. Angewandt auf eine Business-Coaching-Situation erklärt sie, dass ein Coach immer seine eigenen Einstellungen, Sichtweisen und Auffassungen, ob mündlich oder nicht-sprachlich, mitbringt und so den Kunden anregt.

Nutzt ein Coach dies jedoch absichtlich, ohne den Kunden einzubinden, muss ihm vorgeworfen werden, dass er manipuliert wird. Darüber hinaus wollen Kunden oft einen Consultant, der ihnen einen Weg aus ihrer angespannten Lage zeigt. Damit man diesen Anspruch richtig klassifizieren kann, muss man die Ausgangssituation der Kunden in Betracht ziehen: - Sie stehen vor einer konkreten Aufgabe, für die sie derzeit keine Antwort haben.

  • Oftmals ist der Chef und/oder die Personalabteilung mit dabei. Trainer verhalten sich jedoch verantwortungslos, wenn sie dem Kunden ihre eigenen Lösungsansätze ohne Reflexion vorlegen. Vor allem aber missachten sie ihre berufliche Verpflichtung, den Kunden bei der Erarbeitung eigener Lösungsansätze zu begleiten. Denn sie werden vom Kunden selbst erarbeitet, durchgedacht, erprobt und umgesetzt - und sind damit schlichtweg glaubhafter als solide Zukunftsorientierung.

Gleichzeitig stehen den Trainern mit eigener Managementerfahrung wertvolles Kapital zur Verfügung, das sie für den Kundenerfolg nutzen können: Die eigene erlebnisorientierte Sichtweise auf das Topic kann ein Bezugsrahmen, ein variantenbildender Ansatz oder eine anerkennende Stärkung für den Kunden sein. Unter Berücksichtigung der oben beschriebenen angespannten und oft instabilen Lage kann der Coach einen wesentlichen Beitrag zur Problemlösung leisten.

Ausschlaggebend ist jedoch, dass er seine äußere Sichtweise stets klar als inhaltliche Indikation kennzeichnet - und sie damit unverwechselbar von seiner Funktion als Prozessbetreuer unterscheidet. Der Coach ist dafür verantwortlich, dem Kunden die Gelegenheit zu geben, zwischen Inhalts- und Prozessmanagement zu differenzieren. Erst wenn er weiss, mit welchem "Hut" der Gesprächspartner zu ihm redet, kann er die Nachrichten seines Partners für sich selbst klassifizieren - und damit die volle Eigenverantwortung für seine eigene Problemlösung aufbringen.

Die Umstellung zwischen diesen beiden Funktionen war weder für den Kunden noch für mich selbst schwierig, da ich sie bereits in der ersten Besprechung mit dem Kunden gekennzeichnet hatte.

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