Was Heißt Systemisch

Das ist systemisch?

Was ist systemisch? Das systemische Arbeiten bedeutet daher, das Gesamtbild zu betrachten und sich nicht in einzelnen Details zu verlieren. Das systemische Denken bedeutet, die Gesamtheit zu verstehen und Impulse zu geben, so dass sich etwas auf der Ebene der einzelnen Teile ändert.

majorz Was ist "systemisch"?

Für uns ist der Ansatzpunkt die Aufgabe, die wir als systemische Mitarbeiter im Dialog mit unseren Kunden/ Kunden verdeutlichen und festschreiben. Hilfesuchende Menschen werden in der Regel als über ihre eigenen Fragestellungen und Problemstellungen informiert und im Umgangsformen gefördert. Wir als Systemisten beziehen keine Seiten für Individuen, Anlagen oder Vorstellungen.

Es ist unser Bestreben, nicht auf eine einzige Ebene zu ziehen, um offen für verschiedene Sichtweisen und Einsatzmöglichkeiten zu sein. Dabei werden die Sichtweisen der einzelnen Teilnehmer von uns konkret berücksichtigt. Wir begreifen die Vielfältigkeit der einzelnen Sichtweisen als anregend. Gerade bei der Zusammenarbeit mit unterschiedlichsten Parteien und Kunden ist ein offener Umgangsformen mit sensiblen Informationen von großer Bedeutung.

Es wird davon ausgegangen, dass Menschen und Sozialsysteme über eine Vielzahl von Resourcen wie Fertigkeiten, Zuständigkeiten usw. verfügt, die größtenteils noch nicht ausgeschöpft wurden und die es zu erforschen und zum Einsatz zu bringen gilt. Diese Resourcen sind vielfältig.

Wofür steht denn "systemisch" überhaupt? - King Consulting

Betrachtet man die Frequenz und Selbstevidenz, mit der der Ausdruck "systemisch" heute im Rahmen von Coaching und Beratung gebraucht wird, könnte man zu dem Ergebnis kommen: Systemisches Handeln ist Teil des täglichen Lebens geworden, es ist eine Form von Standard. Aber was ist mit dem Wort konkret gemeint? Egal. Was heißt es, wenn jemand vorgibt, systemisch zu sein?

"Systemisch " ist einer dieser Ausdrücke, der sich einmal inhaltlich durchgesetzt hat und heute in vielen FÃ?llen nur noch als melodiöses Appendage durchlÃ?uft. Es geht darum zu erklären, was wir unter "systemisch" verstanden haben und vor allem, wie sehr die grundlegende Systemhaltung unser Verhalten im Berufsalltag mitprägt.

Worin besteht ein " Schema " überhaupt? Im Falle Willkes kann ein solches Verfahren als "ganzheitliche Verbindung von Teilbereichen verstanden werden, deren Verhältnis zueinander mengenmäßig stärker und qualitativer als das Verhältnis zu anderen Merkmalen ist. Dieser Unterschied der Verhältnisse stellt eine systemische Grenze dar, die die Anlagen und die Umgebung des Netzes trennt" (vgl. Wilke 1993, S. 282).

Die vorliegende Begriffsbestimmung macht klar, dass es bei der Systematik um die Berücksichtigung von Beziehungsstrukturen und die Separation von Ordnung und Umgebung geht. Aufgrund der Tatsache, dass diese Unterscheidung von "innen" und "außen" das ganze Jahr über subjektbezogen ist, d.h. vom Betrachter selbst abhängig ist, ist der Betrachter zwangsläufig Teil des Gesamtsystems. Der Diplombiologe Ludwig van Bertalanffy verfolgt erstmals in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrtausends einen gezielten Systemansatz, indem er die Gesetze von (biologischen) Organismen untersucht.

Das Prinzip des Feedbacks, der Eigenorganisation und des Gleichgewichts wurde zu den Eckpfeilern der Technikkontrolltheorie, die als "Kybernetik" bezeichnet wurde. Kybernetische Vorstellungen hatten einen weit reichenden Einfluß auf viele andere (wissenschaftliche) Bereiche und bereitete den Weg für die ersten systemischen Therapieansätze des Mentalen Forschungsinstituts, die strukturelle und strategische Familiestherapie und auch die Milan School in den 1960er und 1970er Jahren.

Ausschlaggebend für die Weiterentwicklung von Therapien, Beratungen und dem heutigen Systemverständnis war die Ausdehnung der Kubernetik auf epistemologische Gesichtspunkte. Dieser " konstruktive Wandel " ergänze die kybernetische Welt erster Ordnung, d.h. die Theorie der beobachteten Welten, um die Theorie der Systembeobachter: Während sich die kybernetische Welt erster Ordnung auf die Betrachtung eines Weltensystems konzentriert und dieser mit einer als hilfsbereit und effektiv angenommenen Maßnahme folgt, konzentriert sich die kybernetische Welt zweiter Ordnung auf die Konstruktion der Realität selbst.

Niklas Luhmann, der in seiner holistischen sozialwissenschaftlichen Sys temtheorie die Wirkungsweise von Subsystemen auf die Allgemeinheit übertragen hat, muss jedenfalls auch hier Erwähnung finden. Es war auch Luhmann, der in seiner vielschichtigen Auseinandersetzung mit Teilsystemen die systemische Idee in verschiedenen sozialen Feldern einleitete und damit schließlich die systemspezifischen Grundlagen und Prinzipen aufbaute.

In der Organisations- und Beratungslandschaft konnten die Systemideen sehr gut anknüpfen und in viele Organisations- und Beratungskonzepte einfließen. Und was bedeutet dann "systemisch"? In diesem Zusammenhang ist es nun möglich, zusammenzufassen, was in der Realität mit "systemisch" bezeichnet wird. Für uns gibt es drei wesentliche Punkte hinter dem Wort.

In der Systematik gibt es das flügelige Word "die Karte ist nicht die Landschaft". Wenn man das systemische Denken ernst nimmt, heißt das, die Achtung vor der Konstruktion der Realität meines Pendants zu haben. Wer als Trainer oder Consultant einen guten Job machen will, muss mit einem aufrichtigen und einfühlsamen Ansatz beginnen, Menschen und ihre Sicht der Realität zu ergründen.

Aber um die Menschen wirklich zu begreifen, ist es notwendig, nicht nur sie, sondern auch die Sozialsysteme, in denen sie arbeiten, zu betrachten. Wir Menschen gehen als Menschen nicht losgelöst von der Umgebung, sondern gehen immer wieder Beziehungen zu anderen ein. Als kristalline Verständigung stellt sie die zentralen Geländer eines Gleichgewichtssystems dar.

So sagt die Unternehmenskultur viel über die Natur und Logistik eines Wesens aus und bietet Ansatzpunkte für tragfähige (Veränderungs-)Impulse. Weil soziale Systeme sehr komplex sind, stoßen Erklärungsansätze einfacher Ursache-Wirkungsprinzipien an ihre Grenze, ebenso wie der Ansatz, Lösungsansätze, die in einer Personen- oder Organisationsstruktur funktionieren, eins zu eins auf eine andere zu transferieren.

Die Suche nach Lösungsansätzen aus systemischer Sicht erfordert immer das Ankoppeln an die Realität der Auftraggeber in ihrem spezifischen Umfeld. Durch die konstruktivistische Wendung wurden zwei Punkte immer deutlicher: Zum einen ist die Berücksichtigung unserer Konstruktionsweise der Realität auch ein wesentlicher Faktor für die Entstehung von Problemstellungen und Lösungsansätzen.

Andererseits wurde zunehmend die Fragestellung aufgeworfen, ob die Eingriffe der Consultants überhaupt eine planbare und kontrollierbare Auswirkung haben können, wenn davon auszugehen ist, dass Consultant und Auftraggeber ein anderes Realitätsverständnis haben; "Lösungen", die für den Consultant abschließend und aussagekräftig sind, müssen nicht notwendigerweise im Dispositiv des Auftraggebers oder der Organsation liegen.

Systemberater verlassen sich darauf, dass die "Lösung" immer bereits im Gesamtsystem, d.h. im Mandanten oder in der Unternehmen vorhanden ist. Ziel ist es, die Kundinnen und Kunden in ihrem Selbstmanagement zu begleiten, anstatt sie von unabhängigen Fachleuten abhängen zu lassen. Dies heißt jedoch nicht, dass der Consultant in dieser Angelegenheit nicht sachkundig sein muss.

Aus systemischer Sicht muss jedoch immer ein tiefgehendes Verstehen der Systemzusammenhänge des entsprechenden Kontexts zur Professionalität hinzugefügt werden. Geeignete Lösungsansätze können nur auf der Grundlage eines einheitlichen Situationsverständnisses erarbeitet werden. Welche Bedeutung hat die Systemsicht für unsere Tätigkeit? Die Systematik bezeichnet in erster Linie eine Grundeinstellung.

Systemische Arbeit bedeutet im Gegensatz zu werkzeuglastigen Ansätzen ein gewisses menschliches Bild und eine Weltanschauung, die durch die oben genannten Grundsätze prägen. Es führt zu dem geschilderten Rollendefinition und führt zu einem Ansatz, bei dem der Ansatzpunkt nicht eine spezielle Methodik oder Normativansicht ist, sondern das Verständnis der Konsumenten in ihrem Systemkontext.

Dies ermöglicht die Wahl geeigneter Verfahren und Maßnahmen sowie deren kohärente Einbettung in das jeweilige Verfahren. In der systemischen Einstellung prägen wir unser Denkvermögen und unser Wirken. Es ist fest in unserem beruflichen Selbstbild verankert und entscheidet, wie wir (organisatorische) "Probleme" deuten, Lösungsansätze suchen und den Wandel gestalten helfen. In dieser Hinsicht ist Systemarbeit für uns eigentlich ein täglicher Prozess - nicht als leere Hülse, sondern als lebendige Selbstverständlichkeit.

In dem Beitrag über die Coaching-Einstellung bei König Consulting werden die hier beschriebene Idee in abstrakter Form in ihrer konkret umgesetzt. In 1993: Systemische Theorie (4. Auflage).

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