Was Bleibt von der Abfindung

Wo ist noch die Siedlung?

Springen Sie zu Was ist von der Siedlung übrig? Also, was ist von der Siedlung übrig? Von der Siedlung ist noch so viel übrig. Wer dann eine Abfindung erhält, sollte wissen, was davon nachsteuerbar ist. Selbst wenn die Summen manchmal fürsorglich klingen, ist am Ende vielleicht wenig zu haben.

Weil das Steueramt ein gutes Blatt bei der Abfindung ist. Kündigt ein Betrieb aufgrund der Krise Arbeitnehmer, muss er nicht zwangsläufig eine Abfindung zahlen.

Zur Vermeidung langwieriger Arbeitsgerichtsverfahren wird jedoch von vielen Arbeitgebern eine freiwillige Abfindung angeboten. Allerdings müssen die Abgangsentschädigungen vollständig mit dem Ertrag besteuert werden. "Seit Beginn des Jahres 2006 gibt es keine Zulagen mehr für Abfindungen", erläutert Marc Lederer, Vermögensberater beim bremischen Finanzversorger Hesse +tner. "Durch die einmalige Zahlung des Auftraggebers wird der Satz der Steuer stark angehoben.

In diesem durch das Einkommenssteuergesetz regulierten Prozess wird die Abfindung in fiktiver Weise über fünf Jahre aufgeteilt. "Allerdings muss die Abgabe noch auf einen Streich bezahlt werden", sagt Lederer. Beispiel einer Berechnung: Ein verheiratetes Paar hat im aktuellen Jahr ein steuerpflichtiges Ergebnis von 50.000 EUR. Einschließlich des Solidaritätszuschlags wären rund 8800 EUR an Abgaben zu entrichten.

Im gleichen Jahr kam jedoch eine Abfindung von 100.000 EUR hinzu. Mit einem zu versteuernden Ergebnis von 150.000 EUR beläuft sich die Steuerpflicht jedoch bereits auf 49.500 EUR. Damit blieben von der Abfindung nur 59 300 EUR ab. Durch die Fünftelregel wird die Steuerbelastung leicht reduziert: Im ersten Arbeitsschritt ermitteln die Steuerbehörden die Steuern für die Einkünfte ohne Abfindung - in diesem Beispiel wären das 8800 EUR.

Danach wird das Gehalt scheinbar um ein Viertel der Abfindung angehoben. Das wären hier 70.000 EUR. Der Steuersatz darauf: 15 500 EUR. Wenn wir die 8800 EUR abziehen, die sowieso zu zahlen wären, kommen wir zu der sogenannten Differenz - in diesem Falle sind es 6700 EUR.

Diese wird nun wieder verünffelt und entschädigungslos zur Mehrwertsteuer hinzugefügt. Zum Schluss ist die zu entrichtende Steuer: 43 300 E. In diesem Beispiel speichert die fünfte Regel den entlassenen Mitarbeiter 6200 EUR. Aber von seinen 100.000 EUR an Abfindungen sind nur noch 65.500 EUR übrig. "Allerdings kann die Fünftel-Regel nur dann angewandt werden, wenn die Abfindung in einem Betrag innerhalb eines Geschäftsjahres bezahlt wird.

Er muss also mehr einnehmen als er bei einer Fortsetzung des Beschäftigungsverhältnisses einnehmen würde, sagt der D?sseldorfer Steuerexperte Hans Otto H?ser. "Ist die Abfindung geringer als das, was der Mitarbeiter im verbleibenden Jahr ohne die Entlassung an Entgelt erhalten hätte, gilt die Fünftelregel nicht", sagt sie. Die Begründung: In diesem Falle erhöht sich der Steuerbetrag durch die Abfindung nicht, weshalb nichts reduziert werden muss.

Geringer Nachteil für Abfindungsempfänger: Im Prinzip sind keine Sozialversicherungsbeiträge zu entrichten, wenn die Abfindung für den Arbeitsplatzverlust zahlt wird. Man muss jedoch bei einer Vergütung für erbrachte Leistungen z.B. darauf achten: Wenn es dem geschassten Mitarbeiter also gelingen sollte, seinen Vorgesetzten davon zu Ã?berzeugen, statt eines Ausgleichsschmerzes und Leidens Geld wegen angeblicher Begehrlichkeiten zu leisten, erspart er deutlich bei der Abgabe.

Nicht nur der gekündigte Mitarbeiter, sondern auch das Unter-nehmen könnte davon in den Genuss kommen. Wenn man sich auf eine etwas kleinere Schmerz- und Leidensausgleichszahlung als die beabsichtigte Entschädigung einigen würde, hätten beide etwas von der Steuereinsparung, so Schulze. "Andernfalls ist es eine so genannte Umgehungsdelikt - und der Mitarbeiter macht sich wegen Steuerschwindel staatsanwaltschaftlich haftbar, das Untenehmen sogar wegen Betrug.

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