Unterschied Trainer und Coach

Differenztrainer und Coach

Der Horst Rückle erklärt Gemeinsamkeiten und Unterschiede. http://www.coaching-newsletter.de/archiv.htm.

Unterschiedliche Coaching-Verständnisse

Es gibt im wahrsten Sinn des Wortes keinen "Coaching-Markt", denn das würde ein gemeinsames Coaching-Verstehen voraussetzen. Derzeit ist das Coaching-Verstehen weder eindeutig bestimmt noch in irgendeiner Weise durchgesetzt. Der Trainer leitet und gestaltet einen Lernprozess ein, der sich am rechten Wissen (Faktenwissen) und der korrekten Anwendung von Wissen orientiert. Den Standard für "Recht" legt der Trainer oder seine Kunden fest.

Ein Manager beeinflusst das betriebliche Handeln und die Entscheidungsfindung der Mitarbeitenden, um die Mitarbeitenden und sich selbst in seiner interpretierten Sichtweise auf die korrekte Umsetzung der Unternehmensziele und -strategien voranzubringen. Die Mediatorin bzw. der Schlichter bieten Konfliktparteien Lösungsansätze zur Konfliktlösung, die sie nach Diagnose und Beurteilung der Disputanten und ihrer Situation für attraktiv hält.

Der Systemische Führungscoach (SMC) bietet einen "organisatorischen Rahmen", der dem Coacheonee die Fähigkeit gibt, seine Ausgangssituation selbst ohne direkten und/oder indirekten Einfluss von Dritten zu hinterfragen und aus der ausgewerteten Ausgangssituation seine eigenen Lösungsansätze zu entwickeln. Die Thematik des Coachings wird in der Praktik sehr verschieden interpretiert. Es wird oft als Abkürzung für Consulting, Schulung, Führung, Aufsicht, Mentoring, etc. verwendet.

Es gibt keine einheitliche oder allgemeingültige Begriffsbestimmung von "richtig" oder "falsch" Coaching. Im Grunde genommen unterscheidet sich das Coaching-Verständnis, das auf einem konkretisierten Verständnis des Menschen basiert, in der Form, in der das Coaching dies leistet. Unter Coaching versteht man, dass Coaching ein intellektuell klares und emotionell gewünschtes nachhaltiges Selbstlernkonzept des Coachees, der Truppe oder des Teamentwicklers für künftiges Agieren in themenbezogenen Zusammenhängen durchführt.

Der Coacheon (oder die Truppe oder das Team) wird nach dem Coachingspiel zum einen selbst anerkannt haben, wie er in Zukunft (alternativ) auf ein konkretes Topic stoßen wird und hat dazu einen Aktionsplan erstellt - zum anderen kann dieser Wissensgewinn durch den Coacheon auch auf einen vergleichbaren Themenzusammenhang übertragen werden. Dadurch wird buchstäblich eine "Hilfe zur Selbsthilfe" geschaffen: Der Coachete kann sich selbst trainieren und "befreit" sich vom Coach.

Zentraler Unterschied zu anderen Coaching-Verständnissen ist, dass ein Systemic Managment Coach (SMC) Coach nicht als Consulting auf Prozessebene oder als Sammlung von Werkzeugen für den individuellen Gebrauch im Laufe eines Gesprächs, sondern als themendefinierter Zusammenhang verstanden wird. Der Themenzusammenhang steht im Zeichen der konsequente Ausrichtung des Coaches auf die Werte freiheitliche, freiwillige, Selbstkontrolle und Ressourcenzuteilung.

Das Ergebnis ist ein wertorientierter Zusammenhang, der es den Menschen erlaubt, sich zu entwickel. In diesem Zusammenhang ist der tatsächliche Stern der Coaching-Prozess. Es ist das grundlegende und reproduzierbare Verfahren für Ermittlungen und Entwicklungskonzepte. Systemic Managment Coaching liefert die Strukturen und Rahmenbedingungen für die Mitarbeiter. Er ist für den Coaching-Prozess verantwortlich und stimmt den Zusammenhang mit seinem Coachetee ab.

Die Verantwortung für die Erarbeitung eigener Lösungsansätze und deren Implementierung in der eigenen Anwendung liegt beim Coache. Das Menschenbild drückt sich in der Ausrichtung auf vier zentrale, nicht verhandelbare Grundwerte aus, die uns als Coaches in unserem Handeln leiten: Das heißt, der Coache bestimmt selbst, ob er gecoacht werden will, in welchem Zusammenhang er gecoacht werden will, mit welchem Themenbereich er verbunden ist, welches Zielvorhaben er definiert, welche Erkenntnise/Modelle/ Strukturen er als Resourcen nutzen möchte, wie er sich in Zukunft organisieret und wie er seinen eigenen Fortschritt steuert.

Daher wird auf jede bewusste Beeinflussung des Coachings bewusst verwiesen. Das heißt, dass keine Information aus dem Coachings weitergegeben wird. Der Vortrag des Coaches wäre konstruktiv. Sein Interpretieren kann dem Coachees einen Nachteil bereiten. Das heißt, die Person so zu betrachten, dass sie über alle notwendigen Mittel für Veränderungen verfügen kann, und die Person so zu betrachten, dass sie sie selbst "kontrollieren" oder gestalten kann.

Ein Grundpfeiler der Wertorientierung von Coaching ist das allgemeine Recht auf Individualität aus Artikel 2 Absatz 1 in Verbindung mit Artikel 1 Absatz 1 HGB für die freie Persönlichkeitsentwicklung. Jede Person beurteilt die Verbindungen und Beziehungen eines Themenbereichs aus dem, was ihr für den Erfolg im Umgang mit diesem Themenbereich wichtig ist.

Hintergrund dieser Auswertung sind Sachverhalte, gespiegelte Erlebnisse, Beweggründe, Wertvorstellungen, Bedürfnisse, Empfindungen und Talente (Intelligenzen), die auf der eigenen Wahrnehmungsfähigkeit basieren. Wenn ein Coach die Verbindungen des Themenbereichs seines Coachees oder des Coachees selbst evaluieren (diagnostizieren / analysieren) würde, würde er dies auf der Grundlage seiner Wahrnehmungen oder seiner Konstruktion der Realität tun.

Ausgehend von seiner Auslegung des Beobachtungsergebnisses konstruierte und ableitet er seine Aktionen in Beziehung zum Coacheon. Das systemische Führungscoaching trägt den Erkenntnissen des Konstruktivismus stets Rechnung und erfordert daher keine Evaluierung durch den Coach. Dadurch ist der Coachete in der Lage, die Wechselbeziehungen seines Themenbereichs (systemisch) selbst zu erfassen und zu beurteilen und daraus erfolgreich Änderungen ableiten zu können.

Leitet sich die Handlungsstruktur aus den Ereignissen im Coachingsystem heraus ab, droht prinzipiell die Tendenz, dass sich die Handlungsstruktur aus der konstruktiven Beurteilung des Coaches entwickelt und damit dem entspricht, was der Coach selbst für seine Couchee (die Gruppe / das Team) für bedeutsam hält. Zugleich führt die Erfordernis des "Trial and Error" zu einer überbetonten Beziehungsgestaltung zwischen Coach und Coache. Der Zeitaufwand ist hoch.

Systemic Managment Coaching verfolgt einen festgelegten, wissenschaftlichen Prozess, der die Sichtweise des Coachees in Relation zu den Zusammenhängen seines Wandlungsthemas grundlegend ausweitet, die Entscheidungskompetenz stärkt und auf der Grundlage der Eigenorganisation der identifizierten Resourcen Handlungsalternativen aufzeigt. Die Transparenz des Prozesses selbst wird durch den Coach so weit erhöht, dass es dem Coachees möglich ist, diesen Prozess für ähnliche Fragestellungen im Sinn von "Hilfe zur Selbsthilfe" zu verwenden.

Unsere Vorgehensweise basiert auf der Methode der Kepner-Tregoe, dem selbst organisierten Erlernen, der Transfer-Theorie und den Einsichten von Heinz Heckhausen und seinen Studenten. Stellt der Coach das Resultat seiner Evaluation seinem Coacheonee zur Besinnung zur Verfügung (z.B. "Angenommen, Sie beauftragen mehr, was wäre der Mehrwert für Ihre Mitarbeitenden? "Die Coachees werden nur über diesen gebotenen Kontext nachdenken und ihn nach seinem gefühlsmäßigen Wert auswerten.

Es werden weder (induktiv) allgemeine Kontexte abgeleitet, noch hat er die FREIHEIT, die vom Coach verwendete Textstruktur selbst zur Beurteilung zu nutzen und daraus (deduktiv) seine eigenen Erkenntnisgewinne zu ziehen. In jeder Stufe des Coaching-Prozesses stellt ein Systemic Leadership Coach (SMC) strukturierte Vorgehensweisen zur Verfügung, aus denen der Coacheonee (die Unternehmensgruppe, das Team) selbst für sein spezifisches Themengebiet praktische Handlungsempfehlungen ableiten kann (Ableitung).

Aus diesen gewonnenen Erkenntnissen erkennt der Coacheonee dann auch die konkreten Bezüge zu seinem Topic (Induktion). Der Einsatz der im Rahmen des Coachings verwendeten Abstraktionsmodelle ( "Modelle, Thesen, Axiome") sowie der Coachingsprozess nach dem Coachieren als Coachees selbst ermöglichen eine gelungene "Hilfe zur Selbsthilfe". Beratendes und/oder unterstützendes Coaching-Verständnis wird aus einem system-theoretischen Verstehen (Beobachter des Beobachters) abgeleitet.

Der Coach ist hier der Betrachter/Deuter des Coachees als Betrachter. Aus diesem Grund verwenden wir den Ausdruck "autoritär", um ein solches Coaching-Verhalten zu beschreiben. Die Coachingprozesse und alle vom Systemic Managment Coach (SMC) verwendeten Leitbilder, Thesen und Grundsätze beruhen auf wissenschaftlichem Wissen. Auf dieser Grundlage formuliert der Coach im Rahmen des Coachings ausschließlich Thesen, um seinem Coacheonehmer passende Strategien zur Identifizierung seiner Resourcen bieten zu können.

Durch diese Ausrichtung wird sichergestellt, dass das Verhalten des Coaches nicht auf der Grundlage von Lebenserfahrungen, sondern auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse erfolgt.

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