Unterschied Sozialplan und Interessenausgleich

Differenz zwischen Sozialplan und Interessenausgleich

Ausgleich von Interessen und sozialer Hilfe. Sozialkonzept und Interessenausgleich - Zwei Stiefelpaare ziehen in eine Ebene. Ein operativer Wandel ist ein massives Eingreifen der Unternehmensführung in den betrieblichen Ablauf oder in das bestehende Geschäft. So kann der Arbeitnehmerrat in Betrieben mit mehr als zwanzig stimmberechtigten Arbeitnehmern auch gegen den Wunsch des Unternehmers die Verhandlung eines Interessenausgleichs und die Erstellung eines Sozialplanes fordern, wenn der Unternehmer einen Betriebswechsel beabsichtigt, der sich erheblich nachteilig auf die Arbeitnehmer oder einen wesentlichen Teil der Arbeitnehmer auswirken kann.

Unsere "Checkliste" gibt Ihnen Auskunft darüber, in welchen FÃ?llen eine operative Ãnderung stattgefunden hat: Operative Veränderung". Aus arbeitsmarktpolitischen Erwägungen hat der Einsatz für einen bestmöglichen Interessenausgleich gegenüber dem Sozialplan den Vorzug. In der Interessenabwägung regulieren Arbeitnehmerrat und Unternehmer das "Ob, Wann und Wie" der Unternehmensveränderung. Das Management steuert seine Interessen bei (z.B. Auslagerung eines Produktionsbereiches, Entlassungen aus betrieblichen Gründen).

Die Betriebsräte stellen ein Gesamtkonzept vor, in dem die Belange der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer konkretisiert werden (Fortführung des Produktionsbereiches, Fortbildungskonzepte anstelle von Entlassungen). Im Idealfall wird das Resultat dieser Gespräche ein Kompromiß sein, der die gleichen Prioritäten setzt. Bei dem Interessenausgleich handelt es sich um eine für beide Parteien verbindliche Einigung zwischen Arbeitnehmerrat und Unternehmer, aus der die betreffenden Arbeitnehmer selbst keine direkten Forderungen herleiten können.

Der Rechtseffekt eines Sozialplanes ist größer als der eines Interessenausgleiches. Die Sozialpläne haben die Auswirkungen einer Unternehmensvereinbarung. Im Unterschied zum Interessenausgleich legt sie spezifische durchsetzbare Rechte fest, um die Folgen eines Unternehmenswechsels für die Arbeitnehmer zu kompensieren oder wenigstens abzumildern. Beispielsweise können beispielsweise der Arbeitnehmerrat und der Unternehmer in einem Sozialplan vorsehen, dass bei der Einleitung von Altersteilzeit Kompensationszahlungen zu leisten sind oder dass das Unternehmen bei betriebsbedingter Kündigung Abfindungszahlungen leistet.

Ein Sozialplan ist eine betriebliche Vereinbarung, aus der die betreffenden Arbeitnehmer direkte Rechte herleiten können. Welche Regelungen in einem Sozialplan möglich sind, können Sie mit Hilfe unserer "Übersicht: Inhalte eines Sozialplans" herausfinden. Das hat nichts mit den Behauptungen aus dem Sozialplan zu tun. Sie stellt stattdessen sicher, dass der Auftraggeber nicht von einem abgestimmten Interessenausgleich auf Kosten der Arbeitnehmer abkommt.

Wenn der Unternehmer einen geplanten Betriebswechsel durchführt, ohne vorher einen Interessenausgleich mit den Arbeitnehmervertretern ausgehandelt zu haben, und wenn der Betriebswechsel zu Entlassungen aus betrieblichen Gründen führen sollte, können die von der Entlassung betroffene Arbeitnehmer ihren Unternehmer vor dem Arbeitsamt wegen der Entrichtung einer Abgangsentschädigung belangen. Gleiches trifft zu, wenn der Auftraggeber ohne triftigen Anlass von einem bereits verhandelten Interessenausgleich über den geplanten Betriebsübergang abkommt und die Abweichende Regelung zu betriebsbedingtem Personalabbau mitführt.

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