Unternehmensberater Freiberuflich oder Gewerblich

Managementberater Freiberuflich oder Kaufmännisch

Managementberatung: Freiberufliche oder gewerbliche Tätigkeit? sowie typische Berufe, die Teil der gewerblichen oder freiberuflichen Tätigkeit sind. Eine ganzheitliche Betrachtung der Ausgangssituation: Die Stellenbeschreibung eines Managementberaters

Genauer gesagt, werden im Nachfolgenden diese Merkmale dargestellt, so dass die personellen Vorraussetzungen im konkreten Einzelfall überprüft werden können. Ein Unternehmen als Unternehmensberater anmelden: Wovon spricht dieser Artikel? Bei welchen Bedingungen ist es eine Selbstständigkeit? Ab wann ist eine gewerbliche Aktivität anzunehmen? Zu Beginn ist zu betonen, dass die Berufbezeichnung "Unternehmensberater" nicht gesetzlich abgesichert ist.

Aus diesem Grund ist eine klare Zuweisung zu den Freiberufen oder zur Handelspflicht nicht möglich. Daher gibt es keine besonderen Zugriffsbeschränkungen, so dass sich jeder Unternehmensberater als Berater bezeichnen kann. Bei der Entscheidung, ob es sich um eine selbständige oder eine kaufmännische Erwerbstätigkeit handele, sind die eigene Eignung und der Inhalt der Erwerbstätigkeit sorgfältig zu überprüfen.

Oftmals werden in der Realität andere Leistungen wie die Versicherungsvermittlung unter dem Dach des Managementberaters verstecke. Ist dies der Falle, ist von einer wirtschaftlichen Aktivität ausgegangen. Ein unabhängiger Beratungsansatz, der auf einer besonderen Qualifizierung basiert, kann dann nicht mehr im Mittelpunkt der Aktivität stehen.

Wenn Unternehmensberater selbständig tätig sind und über eine entsprechende Qualifizierung verfügen, können sie eine selbständige Erwerbstätigkeit ausüben. Der Berufstitel Unternehmensberater korrespondiert in den meisten FÃ?llen mit dem Beratungsökonom und dem Betriebswirt. Für die Geltendmachung einer freiberuflichen Beschäftigung gegenüber dem Steueramt muss jedoch eine der Art der freiberuflichen Tätigkeiten entsprechende Qualifizierung vorhanden sein.

In § 18 des Einkommensteuergesetzes heißt es, dass die Tätigkeiten auf der Grundlage der eigenen Sachkenntnis und Verantwortung ausgeübt werden müssen. Der Hochschulabschluss kann daher eine formelle Rechtfertigung für die Inanspruchnahme des Freelancerstatus sein. Die Aktivitäten müssen sich auf eine umfassende und auf dieses spezifische Fachwissen gestützte Beratungsleistung konzentrieren. Bei der Vermittlung von Dienstleistungen oder dem Verkauf von etwas anderem ist es eine kommerzielle Aktivität, die gemeldet werden muss.

Die Unternehmensberaterin ähnelt damit den Rechts- und Unternehmensberaterberufen und ist daher in der Regel freiberuflich tätig (vgl. das Bundesfinanzhofurteil vom 26. Juni 2002 / IV R 56/00). Der Hochschulabschluss ist keine zwingende Voraussetzung: Berufskenntnisse können auch als Selbstlernende oder durch entsprechende Berufspraxis nachweisbar sein. Sobald die Berufsberatung jedoch nur einen Teil der Betriebswirtschaft abdeckt, ist sie keine Selbstständigkeit.

Personal-, PR- oder Werbungsberater sind daher keine Freelancer. Sowie die Aktivität in einer juristischen Form ausgeführt wird, ist sie formell ein Handel. Betrachtet man unterschiedliche Beurteilungen über die mehrdeutige Beauftragung von Unternehmensberatern, so zeigt sich, dass das Merkmal der freien Mitarbeit mit der bisherigen Ausbildung verbunden ist, die für eine qualifizierte Berufspraxis notwendig scheint.

Es ist auch von entscheidender Wichtigkeit, dass die Aktivität weit gefasst ist und alle betriebswirtschaftlichen Aspekte abdeckt. Dabei kommt die Aktivität einer Lehrberatung nahe, was für einen Freelancer-Status steht. Wenn jedoch nur ein Seminar zu einem bestimmten Themenbereich angeboten wird, ist dies eine kommerzielle Aktivität.

Die Hochschulbildung kann den Erwerb des Freelancerstatus erleichtern, aber ohne ihn ist es nicht denkbar. Auch die Gerichtsentscheide bieten nur einen überschlägigen Rahmen: Ein altes Bundesfinanzgericht von 1988 (V R 73/83) stellt fest, dass die erforderliche berufliche Tätigkeit bereits vorhanden ist, wenn sich die Managementberatung auf zumindest einen Schwerpunkt der Betriebswirtschaft auswirkt.

Allerdings kann keine selbständige Erwerbstätigkeit unterstellt werden, wenn sich der Unternehmensberater nur auf einen sehr begrenzten Teil der Betriebswirtschaft auswirkt. Der Finanzgerichtshof München hat im Dez. 2005 entschieden (1 K 4627/02), dass ein Unternehmensberater wirtschaftlich aktiv ist, wenn "es keine mit einem konsultierenden Betriebswirt vergleichbare Ausbildung gibt". Grob gesagt kann man sagen, dass ein Unternehmensberater bei entsprechender Qualifizierung als Freelancer auftreten kann und seine Aktivität aufgrund seines Fachwissens weit gestreut ist.

Ist jedoch ein Schwerpunkt oder eine Fachrichtung gegeben, unterliegt die Aktivität in der Regelfall Handelspflichten und muss daher entsprechend registriert werden. So kommt in der Konkretisierung der Qualifizierung neben der breiten Berufspraxis eine zentrale Bedeutung zu. Ein strikter Ausweis ist nicht möglich, das zuständige Gewerbesteueramt des verantwortlichen Steueramtes beschließt sehr viel im Hinblick auf den jeweiligen Einzellfall.

Jeder, der als Händler klassifiziert ist, kann in einer Gesellschaftsform handeln. Andererseits kann der Traderstatus den Vorzug haben, dass Unternehmensberater eine gewisse Marktlücke einnehmen können, um sich von der Masse zu abheben. Die Grundproblematik des Auftrags beginnt damit, dass der Berufsstand des Managementberaters nicht abgesichert ist.

Unterschiedliche Lehrinhalte und Voraussetzungen machen jeweils eine Einzelprüfung durch. Fazit der wesentlichen Aspekte: Freiberufliche oder kaufmännische Unternehmensberatung? Das Finanzamt München beurteilt (1 K 4627/02), dass ein Unternehmensberater wirtschaftlich aktiv ist, wenn "es keine mit einem Beratungsbetriebswirt vergleichbare Ausbildung gibt".

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