Systemischer Ansatz Definition

Definition des systemischen Ansatzes

Zur Einführung wird der systemische Ansatz näher definiert. Systemischer Ansatz in der Sozialarbeit. Vorteile und Vorzüge...

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2.2 Was ist ein neues Verfahren? Es gibt verschiedene Systemtheorien innerhalb der Sozialarbeit, die in den vergangenen Jahrzehnten einen festen Raum in ihr eingenommen haben. Wissenschaftliches Nachdenken und theoretische Entwicklung sind unter anderem systemtheoretisch orientiert (vgl. Hosemann u.a. ^ 2013, S.18ff.). Nach Lüssi hat das Systemdenken bereits das geradlinige Denkvermögen abgelöst, das früher das naturwissenschaftliche ist.

Daraus schlussfolgert er, dass lineares Denken kontinuierlich gültig ist, aber immer systematisch geprüft werden sollte, und dass systemisches Denken heute über einmal ausschliesslich lineares Denken herrscht (vgl. Rüssi 2008, S.57f.). Der folgende Ausspruch von Frau Dr. med. Lüssi verweist auf die Bedeutung des systematischen Herangehens in der Sozialarbeit: "Das Sozialwesen ist ein Phänomen des Lebens und damit etwas, das in der Zeit stattfindet, sich stetig verschiebt und wandelt - entsprechend der Natur der menschlichen Existenz, ihrer Temporalität, Dynamiät und Variabilität" (ebd. 2008, S.135).

Man kann sagen, dass sich die Sys temthetik in einigen komplizierten Gebieten der Sozialarbeit bereits bewährt hat (siehe © Hosemann 2006, S.7). Was sind die Vor- und Nachteile des systemischen Ansatzes in der Sozialarbeit? Zur Beantwortung dieser Fragestellung wird im nachfolgenden Abschnitt zunächst auf das Berufsbild der Sozialarbeit im Allgemeinen eingegangen.

Zu Beginn wird eine knappe, aber umfassende Definition der Sozialarbeit vorgenommen. Zudem werden ihre Aufgabenstellungen und Zielsetzungen näher untersucht, da es erforderlich ist, sie zu wissen, um schließlich untersuchen zu können, ob und inwieweit ihnen der Systemansatz Rechnung trägt. Damit ist es möglich, einen aussagekräftigen Rückschluss auf die Bedeutung des Systemansatzes für die Sozialarbeit zu treffen.

In diesem Zusammenhang wird im Folgenden auch der Systemansatz als solcher dargestellt. Der Beitrag befasst sich mit der Historie der Sysmtheorie, da er bereits auf ein Umdenken in der Sozialarbeit hindeutet. Es folgt eine Definition des Begriffes Systems sowie eine Erläuterung der Sys temtheorie so weit wie möglich.

Nachfolgend werden die Charakteristika der systematischen sozialpädagogischen Praxis vorgestellt. In diesem Zusammenhang beschäftigt sich die vorliegende Studie mit den Eigenheiten des Systemdenkens und untersucht dann die daraus resultierenden Nutzen sowie mögliche praktische Herausforderungen des Systemdenkens. Es folgen eine detaillierte Untersuchung und eine endgültige Antwort auf die Frage, mit dem Zweck, die Vor- und Nachteile und die Bedeutung des Systemansatzes in der Sozialen Arbeit zu klären und einen Überblick über seine Bedeutung zu vermitteln.

Sozialarbeit kann sowohl als Naturwissenschaft als auch als Beruf begriffen werden (vgl. dazu auch die Ausführungen im Jahr 2007 (Ritscher 2007, S.13). Es wird als ein unklares Berufsbild betrachtet, das durch die Vielfalt der verschiedenen Aktivitäten und Verantwortungsbereiche gekennzeichnet ist (vgl. S. 48, 2008, Lüssi). Wegen ihres berufsbezogenen Identitätsproblems, das sich unter anderem aus der sozial bestimmten Beschäftigungssituation und der Beschäftigungstheorie ergibt, ist es schwer, eine generelle Definition der Sozialarbeit zu finden (vgl. ebd. 2008, S.23ff.).

Der Internationale Verband der Sozialarbeiter hat im Juni 2014 eine neue Verfassung für die Definition von Sozialarbeit verabschiedet. Sie hebt aber auch hervor, dass die Definition sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene weiter ausgearbeitet werden kann (vgl. S. 20 ): "Soziale Tätigkeit als Beruf und Wissenschaftsdisziplin begünstigt den gesellschaftlichen Wandel und die Entwicklung, den gesellschaftlichen Zusammenhang sowie die Befähigung und Entfremdung von Menschen.

Die Grundsätze der Sozialgerechtigkeit, der Achtung der Rechte, der gesellschaftlichen Mitverantwortung und der Achtung der Vielfalt sind die Leitprinzipien. Sozialarbeit beeinflusst die gesellschaftlichen Strukturen und stärkt die Menschen, damit sie die Lebensherausforderungen bewältigen und Wohlstand erzielen können. Darüber hinaus kann festgestellt werden, dass die Sozialarbeit als Sozialkontrollbehörde funktioniert (vgl. Reinhard Ritter 2007, S.65) und in der Praxis in der Praxis für mehrere Einrichtungen tätig ist (vgl. Hosemann et al. 2013, S.150).

Zugleich müssen sie sich an der wissenschaftlichen Natur der Sozialarbeit ausrichten ("Lüssi 2008", S.23ff.). Die Sozialarbeit basiert auf drei etwa gleichwertigen Feldern, der so genannten Dreieinigkeit der traditionellen Sozialarbeitsmethoden, die aus individueller Sozialhilfe, Sozialgruppenarbeit und Gemeinschaftsarbeit besteht (vgl. Litüssi 2008, S.52).

Zwei weitere Handlungsfelder erwähnt Ritscher: die Form der Qualitätskontrolle, wie z. B. Evaluierung und Überwachung, und das soziale Management (vgl. Reinhard H. E. B. S. 59). "â??Die generelle soziale Aufgabe der Soziale Arbeit ist es, unter dem Leitbild der Sozialgerechtigkeit zur Wahrung und zum Ausbau der Ã-ffentlichkeit beizutragenâ?? (vgl. Lüssi 2008, S. 127).

Lüssi betrachtet in diesem Zusammenhang die Lösung sozialer Probleme als eine wesentliche Aufgabenstellung der Sozialarbeit (vgl. ebd. 2008, S.51). Sozialarbeit ist unter anderem bestrebt, Menschen in die Lage zu versetzen, ein unabhängiges und unabhängiges Wohnen zu führen und sie wieder in das Sozial- und Gesellschaftsleben einzugliedern. Oftmals muss sie erst versteckte Resourcen entdecken oder besorgen, damit ihre Kunden wieder integriert werden können (vgl. Rodscher 2007, S.24ff.).

Es dient daher als Unterstützungshilfe für die Selbständigkeit (vgl. dazu die Studie 2008 in Deutschland.). Darüber hinaus hilft es zu entscheiden, wer wie, wann und wo unterstützt wird (siehe © Hosemann et al. © 2013, S.25). Darüber hinaus handelt es nicht nur, wenn sich eine Problematik bereits manifestiert, sondern kompensiert und schützt unter Umständen, um eine eventuelle Problematik im Vorfeld zu vermeiden (vgl. Litüssi 2008, S.120f.).

Absolute Positivbefunde sind in der Regel sehr schwer zu erzielen, weshalb es eher darum geht, ein optimales Verbesserungspotential zu erzielen (vgl. ebd. 2008, S.139f.). Insgesamt lässt sich festhalten, dass die Sozialarbeit danach strebt, den Handlungsspielraum ihrer Auftraggeber zu vergrößern und die sozial verlangten Anforderungen zu bewältigen und zugleich an der gesellschaftlichen Gesamtentwicklung in Gestalt von Neuerungen, Widersprüchen und Rechtsordnungen teilzunehmen (vgl. Hosemann et al. 2013, S.24).

Constructivism wird als Basis für systemisches Handeln angesehen (vgl. Simon 2007, S.12). vgl. Hosemann et al. 2013, S.19). Im Laufe der 1940er und 1950er Jahre entwickelte sich die Sys temthetik vor allem in der Sozialwissenschaft, vor allem in den USA. Weltkrieges, als sich die gesellschaftlichen Verhältnisse wieder normalisierten, gab es verschiedene Erwägungen einer Erneuerung (vgl. Luhmann 2009, S.12ff.).

Simons Rede ist hier von einer Wissenschaftsrevolution und unterstreicht einen auffälligen Perspektivenwechsel: "Für die betrachteten Erscheinungen wird eine grundlegend andere Erklärung gefunden, d.h. die Ursächlichkeit wird umkonzipiert" (Simon 2007, S.12). Damals wurde die These kritisiert, weil sie für die Sozialwissenschaften nicht ausreichend abgegrenzt war und sich nicht eindeutig klassifizieren ließ.

Bereits in den 50er Jahren wurde versucht, eine generelle Definition der Sys temtheorie zu etablieren. Die vorherrschende Vorstellung war es, unterschiedliche Denkweisen und Thesen zu verbinden (vgl. Johanna Luchmann 2009, S.41f.). Keine etablierte Lehre stellt jedoch eine geeignete Definition dar, die der Vielschichtigkeit des Systemdenkens Rechnung trägt (vgl. Simon 2007, S.17). In den 1960er und 1970er Jahren zeigte sich, dass es trotz der Öffnung der Wissenschaft, vor allem des Politiksystems, nicht möglich erschien, sowohl sozialwissenschaftliches als auch historisches Wissen in die Tat umzusetzen wohingegen es nicht möglich erschien (vgl. Johanna Luchmann 2009, S.16).

f.) Allerdings hat sich die Sys temthetische Theorie in vielen Wissenschaftsdisziplinen innerhalb weniger Dekaden zu einer zukunftsweisenden naturwissenschaftlich-theoretischen Sichtweise und damit zum sogenannten linearen Modell weiterentwickelt, das das naturwissenschaftliche Denkvermögen bisher weitgehend bestimmte oder in einigen Gebieten überholte (vgl. auch Müssi 2008, S. 57f.). Was ist ein neues Verfahren?

"Das Begriffssystem beruht auf der Grundidee, dass die Realität durch das Beobachten und Beschreiben gewisser Ordnungstypen erfasst werden kann" (Hosemann et al. 2013, S.14). Prinzipiell kann zwischen lebendigen und technisch oder physikalisch geprägten Anlagen unterschieden werden (vgl. ibid. et al. 2013, S.52). Es gibt funktionale und existierende Prozesse, weil sie eine bestimmte Bedeutung haben.

Eine Anlage, die nicht zweckmäßig arbeitet, wird als dysfunktionelles Anlage betrachtet (siehe Rüssi 2008, S.70). Das Individuum eines jeden Prozesses kann nur innerhalb des Prozesses selbst und nicht durch einen externen Betrachter verdeutlicht werden. Sie ist damit eine Selbstdefinition des Gleichgewichtssystems (vgl. Luhmann 2009, S.15). Sie ergibt sich aus dem Gemeinschaftsziel und der allgemeinen Trennung des Gleichgewichtssystems von anderen Gleichgewichtssystemen (vgl. Rodscher 2007, S.31).

Sie sind durch einen hohen Grad an Vielschichtigkeit gekennzeichnet, da sie sich aus sich selbst heraus generieren und autark sind. Zur Sicherstellung dieser Erhaltung ihrer Bauwerke greift sie auf eigene Mittel zurück, aus denen sie ihre Erkenntnisse gewinnen (vgl. Luchmann 2009, S.110ff.). Eine weitere wichtige Eigenschaft ist, dass ein Gesamtsystem seine individuellen Verwandten beeinflußt (vgl. dazu die Studie 2008 in englischer Sprache, S. 68).

Dabei sind alle Bereiche des Gesamtsystems voneinander abhängig. Es wird in diesem Zusammenhang auch von einer kreisförmigen Selbstdynamik der Systeme gesprochen (vgl. dazu auch die Ausführungen im Jahr 2007, S. 41f.). Paradoxien und Ambivalienzen in der Systematik sind weit verbreitet (vgl. Simon 2007, S.116). Eine wichtige Einflussgröße vonssystemen ist die Zeit, die in Historie, Moderne und Moderne unterteilt ist.

In Systemen können unterschiedliche Vorstellungen von Zeit vorhanden sein und Zeit einzeln wahrgenommen werden (vgl. Luhmann 2009, S.195ff.). Doch nicht nur in der Zeit, sondern auch im Raum sind solche Anlagen definierbar (vgl. dazu auch die Ausführungen im Jahr 2007 (Ritscher, S.31). Darüber hinaus sind sie in ständigem Kontakt mit ihrer Umgebung (vgl. dazu auch die Ausführungen in der Publikation 2008 in englischer Sprache, S.66f.). Mit Hilfe von systemeigenen Abläufen unterscheiden sie sich von ihrer Umgebung, wodurch diese Begrenzungen beweglich sind und sich durch innerbetriebliche Abläufe verlagern können (vgl. Generationen 2006, S.71).

In welcher Weise sie mit ihrer Umgebung umgehen und wie die Anlagen selbst aufgebaut und gestaltet sind, wird in der System-Theorie erforscht ("Lüssi 2008, S.57"). Sie ist also auf Beziehung, Kreisförmigkeit, Stabilität und Wandel ausgerichtet (siehe © Hosemann et al. © 2013, S.10ff). Aus systemischer Sicht ist der Mensch immer als biologische und soziale Einheit zu erachten.

Daher berücksichtigt der Systemansatz sowohl die dynamischen Wechselwirkungen zwischen biologisch-psychologischen Eigenschaften und gesellschaftlichen Bedingungen (vgl. Rothaus 2016). Darüber hinaus gehören Menschen unterschiedlichen Sozialsystemen an, wie dem familiären Familien- oder dem Arbeitssystem. Somit ist jede Person Mitglied des Systems, die mit anderen Mitgliedern des Systems in einer gewissen Funktion handelt (vgl. Müssi 2008, S.71f.).

Da der Betrieb von Anlagen strukturbedingte Abläufe erfordert und diese Strukturvielfalt zunimmt, geht die Systemtheorie von einem kreisförmigen Vorgang aus, je diversifizierter und stärkerer das Gesamtsystem als solches ist und je härter seine Abläufe entsprechend sind. In diesem Zusammenhang stellt Luhmann das Konzept der Autopoiese vor, das die Tatsache begründet, dass das, was die dargestellten Gebilde repräsentieren, für die Eingriffe gleichermaßen zutrifft (vgl. < Luhmann 2009, S.108f.).

Insbesondere die Umgebung der Anlagen ist in der Sys temthetik von großer Bedeutung, da die oben genannte Einsicht, dass Anlagen auf der Grundlage dynamischer Zusammenhänge zwischen Anlage und Umgebung funktionieren, besteht. Man kann sagen, dass ein Unternehmen ohne die Umgebung nicht bestehen kann und dass es zugleich einen Unterschied zwischen dem Unternehmen und der Umgebung gibt (vgl. ebd. 2009, S.66).

Observation wird als ein wesentliches Werkzeug zur Anerkennung der Realität angesehen, bei dem Observationen immer von ihrem Betrachter abhängen (vgl. Hosemann et al. 2013, S.37ff.). In diesem Zusammenhang handelt es sich bei ihm um subjektive Konstruktionen der Realität, d.h. es gibt keine beobachtungsunabhängige und damit auch keine sachliche Realität (vgl. auch Reinhard H. M. B. S. 36f.). Darüber hinaus generiert die Betrachtung unauffällige und möglicherweise auch visuelle Reflexionen im Gesamtsystem (vgl. Luhmann 2009, S.146).

Es wird zwischen Selbst- und Außenbeobachtung unterschieden, bei der die Selbsterfahrung im Raum und die Außenbeobachtung das Raumsystem beeinflusst (vgl. ebd. 2009, S.50f.). Durch die Beteiligung des Beobachtersystems wird die Theorie zur Erkenntnistheorie, d.h. zur Kognitionswissenschaft (vgl. Simon 2007, S.42). Die Systemtheorien bieten keine eindeutigen Leitlinien für das richtige Vorgehen, sondern geben Raum für Interpretationen.

Erst durch die Selbstreflexion der entsprechenden Lehre im Aktionsfeld der Sozialarbeit gewinnt die Sys temthetische Bedeutung. Infolgedessen fungiert die Sys temthetik mehr als ein Werkzeug der Sozialarbeit. Durch die vielschichtige und teilweise absturzsichere Definition der Sys temtheorie ist es möglich, vielschichtige Zusammenhänge, wie z.B. biologische, psychologische und soziale Beziehungen, einheitlich zu beschreiben. Der Nutzen der Sozialarbeit liegt in der Spiegelung von Menschen und Sozialsystemen, um neue Chancen und Perspektiven zu erobern.

In der systemischen Sozialen Arbeit geht es nicht um die Probleme ihrer Kunden, sondern um die Betrachtung ihrer eigenen Vorstellungen und ihres eigenen Tuns (siehe © Hosemann et al. © 2013, S.10f.). Zudem richtet sie sich eher an bestehenden oder noch nicht offenbarten Mitteln und Potentialen aus, bevor sie sich mit den Fehlern und Problemstellungen ihrer Kunden auseinandersetzt (vgl. ebd. et al. 2013, S.30).

Somit kann festgestellt werden, dass systematisches Vorgehen Ressourcen- und Prozessorientierung ist (vgl. ebd. et al. 2013, S.166f.). Dazu gehören psychologische, sachliche und sozial-kommunikative Fähigkeiten, die bei der Lösung sozialer Belange helfen können (vgl. Rodscher 2007, S.27). In der systemischen sozialarbeiterischen Arbeit werden Sozialprobleme vor allem im Zusammenhang mit der Funktionsstörung von Menschensystemen gesehen (vgl. S. 71, 2008, Lüssi).

Sie untersucht damit jedes erdenkliche Gesellschaftssystem und jeden sozialen Kontext, zu dem ein Kunde gehört, um einen umfassenden Gesamteindruck zu erhalten (vgl. ebd. 2008, S.91). Systemisch gesehen wird ein gesellschaftliches Problemfeld nur dann bestmöglich aufgelöst, wenn das Wohlergehen aller an dem Problemfeld Beteiligten gewährleistet ist (vgl. ebd. 2008, S.245f.). Darüber hinaus ist sie bemüht, bei ihren Entscheiden empfindlich mit Kontexte, d.h. den Verbindungen zwischen Menschen und Menschen und Netzwerken, um neue Veränderungsmöglichkeiten zu erschließen.

Deshalb gründet sich der Systemansatz auf Achtung, Unparteilichkeit und Achtung aller Teilnehmer, worin Achtung nicht die Anerkennung bestimmter Umstände oder Verhaltensweisen meint, sondern als Basis für Veränderung dient (siehe © Hosemann et al. © 2013, S.30ff.). Darüber hinaus stützt sich die Systempraxis auf die Zusammenarbeit zwischen dem Hilfesuchenden und dem Helfenden (vgl. Rudolf H uber 2016) und stützt sich auf das für die Sozialarbeit sowieso zentrale Prinzip der Hilfen zur Selbsterhaltung (vgl. Rudolf Huber 2007, S.65).

Änderungen können daher nicht durch externe Eingriffe, sondern durch die Stimulierung interner Abläufe innerhalb eines Unternehmens herbeigeführt werden. So müssen die Sozialarbeiterinnen und -arbeiter selbst in eine kreisförmige Interaktion mit ihren Klientinnen und Klientinnen eintreten und zugleich die stattfindenden Abläufe verfolgen (vgl. Rodscher 2007, S.42ff.). Aktionen der Sozialarbeit beginnen immer in der Systempräsenz, da sowohl in der Gegenwart als auch in der Gegenwart keine Aktionen möglich sind.

Darüber hinaus benötigen Anlagen genügend Zeit oder eine gewisse Freizeit, um auf die komplexen Umweltauflagen zu antworten (vgl. Käs 2006, S.89ff.). Systemauffassungen in der Sozialarbeit werden vor allem durch Beratungserfolge hoch geschätzt (vgl. © Hosemann et al. 2006, S.27). Doch auch die Sozialarbeit in der Familie und die Bewegungstherapie denken und handeln systematisch und erzielen selbstredende Ergebnisse (vgl. S. 63, 2008).

Weil die Sozialarbeit fachübergreifend ist und sich mit einer Vielfalt von unterschiedlichen Interessensgebieten und Sichtweisen beschäftigt, bedarf es auch einer Lehre, die diese ganzheitliche Sichtweise mit einbezieht und zugleich verantwortungsvolles Verhalten einfordert. Insbesondere in solchen Situationen tragen systemische Betrachtungen dazu bei, sich zu orientieren und den Belangen der Empfänger Rechnung zu tragen.

Ein Hauptziel der Sys temthetik ist es, Transparenz über die eigene Verantwortlichkeit zu erzeugen und im beruflichen Handeln im sozialen Arbeitsalltag die nötige Gewissheit zu gewährleisten. Gerade diese Verantwortlichkeit ist mit der Staatstheorie verbunden (siehe Hosemann u.a. 2013, S.9f.). Die Betrachtung als zentrales Verfahren führt zu kritischen Überlegungen über die Begrenzungen von Anlagen und deren Veränderlichkeit sowie über die Realitätskonstruktionen der Einzelmitglieder des Systems und eröffnet neue Handlungs- und Lösungsmöglichkeiten (vgl. GEILE 2006, S. 203).

Mit Hilfe der Sys temthetik können die eigenen und fremden Realitäten beobachtet und reflektiert und für vorhandene Unterschiede empfindlich gemacht werden. Darüber hinaus können sie unterschiedliche Zusammenhänge und Beziehungen hinterfragen sowie Anforderungen, Aufgabenstellungen und Zielsetzungen verdeutlichen und so in gesellschaftlichen Kontexten adäquat handeln (vgl. Hosemann 2006, S.7). Indem es problematische Punkte eines Prozesses verfolgt, kann es eine Änderung des Gesamtsystems stimulieren (vgl. dazu auch die Ausführungen im Jahr 2007, S. 91).

Es können auch biologisch -psychologische und sozialwissenschaftliche Wechselwirkungen verknüpft werden, was die Erfüllung von sozialarbeiterischen Aufgabenstellungen und Zielen erleichtert (siehe © Hosemann et al. 2006, S.22ff.). Die Hosemann-Fazit: "Die Sys temthetik kann die Vielschichtigkeit der Sozialarbeitspraxis in Betracht ziehen und dazu beizutragen, die Vielschichtigkeit so zu reduzieren, dass sie praktikabler wird" (ebd. et al. 2006, S.24).

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