Systemische Therapie Ausbildung Voraussetzungen

Trainingsanforderungen an die Systemische Therapie

Zulassungsvoraussetzungen für die Ausbildung zum Physiotherapeuten Kontrovers ist vor allem die Fragestellung, ob ein sechssemestriges Bachelorstudium (B.A.) in den Bereichen Erziehungswissenschaft oder Soziopädagogik z.B. für den Einstieg in die staatliche Ausbildung zur Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin (KJP) ausreichend ist oder ob ein Masterstudium (M.

A.), wie für die Aufnahme in die Ausbildung zur Fachpsychologin (PP) vorgesehen, noch nicht abgeschlossen ist.

Der psychotherapeutische Fach- und Berufsverband sowie die Psychotherapiekammern sind überzeugt, dass es aus Qualitätssicherungsgründen bei der Ausbildungszulassung für KJP und PP eine Äquivalenz der akademischen Abschlüsse geben muss. Kinderpsychotherapie ist keine "kleine" psychotherapeutische Tätigkeit, die die Qualifizierung von Therapeuten weniger fordert als die Behandlung von Erwachsenen.

Im vergangenen Jahr wurde unter der Schirmherrschaft der Europäischen Kommission ( "Deutsche Gemeinschaft für Sozialarbeit") die "Arbeitsgemeinschaft für die Zulassung zur Ausbildung in der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie" (AZA-KJP) mit dem Bestreben ins Leben gerufen, den Zugang zur psychotherapeutischen Ausbildung für soziale Berufe - zusätzlich zu den medizinischen und naturpsychologischen Berufen - sicherzustellen.

Systemberatung: Schulung und Training: Informations- und

Fortbildung zum Systemtherapeuten für Kinder und Jugendliche. Sie ist von der Deutschen Vereinigung für Systemische Therapie, Psychotherapie und Familiestherapie (DGSF e.V.) akkreditiert. Die Fortbildung "Systemische Therapie mit Kinder und Jugendlichen" knüpft an die abgeschlossenen Weiterbildungskurse "Systemische Beratung" oder "Systemische Therapie" an und intensiviert diese für Kollegen, die mit Kinder und Jugendliche in unterschiedlichen Lebensbereichen zusammenarbeiten und ihr Know-how auf fundierte Weise vertiefen wollen.

Auch für Spezialisten mit vergleichbaren Qualifikationen steht die Fortbildung offen. Dabei werden die Erkenntnisse aus den Weiterbildungskursen "Systemische Arbeit" oder "Systemische Therapie/Familientherapie" genutzt. Unsere Vorgehensweise umfasst unterschiedliche systemische und andere Therapieansätze wie Kinderpsychodrama, Bindungslehre und kinderzentrierte Spiele. In der Regel ist die besondere Form des Ausdrucks von Kinder das Spielen (Symbolspiel, Konstruktions- und Regelspiel).

In der ersten Ausbildungshälfte wird daher besonderer Wert auf die Kompetenzvermittlung gelegt, die die Förderung und das Verständnis von Kinderinszenierungen im Spielbetrieb sowie die Kommunikation mit dem Kleinkind über die Inszenierung umfasst. Durch den systemischen Zugang ist es möglich, das Game als kindliches Spiegelbild des entsprechenden Lebenszusammenhangs und seiner Fragestellungen zu deuten.

Gemischte Formen von symbolischer und verbaler Ausdrucksweise ermöglichen eine Therapie. Alterungstypische Streitigkeiten um die Autonomie, insbesondere wenn diese auf Umwegen stattfinden, bedürfen besonderer Interventionsvorstellungen sowohl in der individuellen Tätigkeit als auch insbesondere in Begegnungen mit Erziehungsberechtigten und jungen Menschen. Nicht schulorientiert, sondern kundenorientiert wird unterrichtet, denn aus unserer Perspektive ist systemische Therapie und Changearbeit immer ein (Entdeckungs-)Prozess: Therapeut und Kunde erarbeiten gemeinsam die geeigneten und effektiven Verfahren.

In der Prozessstruktur der Fortbildung orientieren wir uns vom Aufstieg des Alters bis zu den Ausprägungen. In jedem Training werden die geeigneten Behandlungsformen vorgestellt und individuelle Krankheitsbilder des entsprechenden Entwicklungsstadiums als Beispiele vorgestellt. Es ist uns besonders daran gelegen, dass die Teilnehmer einen authentisch systematischen und auf sie und ihren Arbeitsumfeld abgestimmten Arbeitsmodus mitbringen. Mit zwei Kursleitern, zwei Betreuern, Gastrednern und intensiven Tagen mit Außenexperten können Sie unterschiedliche Personen, ihren Therapiestil und ihr spezielles Know-how kennenlernen.

Um von den Lerninhalten so viel wie möglich zu haben, empfiehlt es sich, Arbeitsbereiche zu gestalten, in denen Sie während Ihrer Weiterbildungszeit sowohl mit Kleinkindern als auch mit Heranwachsenden zusammenarbeiten können. Das Training umfasst 1,5 Jahre und gliedert sich in: 5 Werkstätten mit einer Gesamtdauer von 15 Tagen zu je 8 Lektionen (entspricht 45 Minuten, also 120 Lektionen).

Zum Abschluss der Fortbildung findet ein abschließendes Symposium statt. Im Rahmen von Peer-Groups (50 Stunden) wird Fachliteratur ausgearbeitet, Übungsaufgaben intensiviert und Kollegialfallstudien geübt, eine Abschlussdiskussion für das Colloquium ausgearbeitet, die Trainingsgebühr beträgt 3000, zahlbar in 6 Tranchen von 500 ?. Voraussetzung für die Aufnahme zur Fortbildung nach den Leitlinien des DGSF e. V. sind:

Universitätsabschluss (Bachelor-, Master- und Staatsexamen an allen Fach- und Universitäten) mit sozial- und humanwissenschaftlicher Orientierung und psychosozialer Praxiserfahrung sowie Absolvierung einer von der DGSF/SG anerkannten Weiterbildungsstufe in "systemischer Berufsberatung oder Therapie" B) eine qualifizierte berufliche Qualifikation im Bereich der Psychosoziologie (mindestens aber 3 Jahre Berufsausbildung) und Absolvierung einer von der DGSF/SG anerkannten Weiterbildungsmaßnahme in "Systemischer Berufsberatung oder Therapie" oder einer qualifizierten beruflichen Qualifikation im sozialpsychologischen Umfeld (mindestens 3 Jahre Berufsausbildung) und Absolvierung einer weiteren Weiterbildungsmaßnahme in den Konfliktfeldern Mensch, Funktion und Einrichtung, z.B. einer Weiterbildungsmaßnahme in der Berufsberatung oder Therapie, einer Weiterbildungsmaßnahme mit mindestens 300 Einheiten, sowie einer systemischen Weiterbildungsmaßnahme mit einem Aktionsumfang von mindestens 100 Einheiten.

Es besteht die Moeglichkeit, in der Weiterbildungsphase eine systemische Kinder- und Jugendtherapie / Familiestherapie einzusetzen. Berufstätige ohne DGSF/SG-anerkannte Weiterbildungen können daran teilhaben, wenn sie einen anderen Weiterbildungskurs im Konfliktfeld zwischen Mensch, Funktion und Einrichtung absolviert haben, z.B. Weiterbildungen in Beratung oder Therapie, mind. 300 Einheiten, sowie systemische Weiterbildungen mit mind. 100 Einheiten.

Im Falle von Interessenten mit anderen Anforderungen ist von Fall zu Fall zu prüfen, ob eine Beteiligung möglich ist (möglicherweise ohne Zertifikat). In Einzelfällen und nach einem Vorstellungsgespräch können auch geschulte Psychotherapeuten aus anderen Therapiegebieten mit ausreichendem systemischem Grundwissen akzeptiert werden, können aber nach einer Fortbildung kein SGSBescheinigung erhalten. Von den Teilnehmern wird erwartet, dass sie während des Trainings mit Kinder und Jugendliche zusammenarbeiten und diese in Live- oder Videoarbeit unter Aufsicht präsentieren können.

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