Systemische Psychologie Definition

Definition der systemischen Psychologie

z.B. in den Bereichen Ökologie, Soziologie und Psychologie.

Aus- und Fortbildung, Gemeinschaftspraxis, Gründung

Unterstützungskonzepte und -verfahren auf der Grundlage eines der anerkanntesten Psychotherapiemodelle. Der systemische Ansatz. Sämtliche Leitbilder verweisen auf konsistente Basiswerte, die unter anderem Menschenwürde, Menschenrecht, Verantwortlichkeit gegenüber Hilfesuchenden, Therapieprofessionalität und größtmögliche Methodik- und Prozesstransparenz umfassen (z.B. den Verhaltenskodex der Swiss Association for Systemic Therapy and Advselling: PDF Ethics Guidelines systemis.ch).

Die systemische Psychotherapie ist eine unabhängige Richtung der Psychotherapie und kann als Eingriff in komplexe menschliche Strukturen (sowohl geistig als auch zwischenmenschlich) mit dem Zweck der Linderung oder Beseitigung von Leid bezeichnet werden. Zu diesem Zweck werden Rahmenbedingungen geschaffen, die es den Patientinnen und es ihnen unter Einbeziehung ihrer Belange und Potenziale ermöglichen, leider erzeugende Vorgänge zu überwinden" (Günter Schiepek: Die Grundlagen für systemische Therapien - Theorie, Praxis, Research; Wandenhoeck & Robrecht, 1999, S. 30).

Die systemische Behandlung und Betreuung wird in einem Bericht der SGS (heute systemis.ch) vom 19.5.1991 wie nachfolgend definiert: Der Systemblick auf das menschliche Verhalten beruht auf der allgemeinen Systemtheorie und auf unterschiedlichen naturwissenschaftlichen Ansätzen, die sich auf die Interaktion zwischen dem Einzelnen und seinem gesellschaftlichen Milieu konzentrieren.

Psychologische und seelische Beschwerden begreift sie als Zeichen der Anpassungsfähigkeit des Einzelnen an die Umgebung. Sie sind damit Ausdrücke interpersoneller und anderer psychosozialer Konflikte und können auch als Indikatoren für biologischen Stress betrachtet werden. Die systemtherapeutische Tätigkeit hat zum Zweck, stillstehende Entwicklungsvorgänge in Bewegung zu setzen, indem sie systemische Kräften und Fähigkeiten aktivieren und unterstützen.

Im Rahmen der systemischen Therapie verbindet sich der Behandler mit dem Pflegebedürftigen sowie seinen Familienangehörigen und Nicht-Familienangehörigen zu einem entwicklungs- und ergebnisorientierten " Therapiesystem ". In der Therapie setzt sich der Mediziner für die bindende Zusammenarbeit aller Teilnehmer ein, sowohl während der Therapie als auch im täglichen Leben.

Die Systemtherapiepraxis kann auf alle psychiatrischen und psychotherapeutischen Verfahren sowie auf die psychopharmakologische Therapie zugreifen. Die Therapie kann unter gewissen Bedingungen mit einem Teil des Therapiesystems durchgeführt werden oder das Therapiesystem kann sich auf den Therapeuten verlassen oder die Systembetreuung ist nicht gleichbedeutend mit der Familientradition. Die Erfassung und Intervention mit audio-visuellen Medien ist ein unverzichtbarer Baustein der systemtherapeutischen Tätigkeit.

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