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Wirtschaftsunternehmen Rechtsform

Informationen zur Rechtsform des Einzelunternehmers Für diesen Zweck ist die Rechtsform einer Einzelunternehmung geeignet. Die Gründung einer Einzelfirma hat aber nicht nur Vorzüge - der Eigentümer ist auch allein für die Gefahren verantwortlich. Der Begriff Einzelunternehmung bezeichnet das Unternehmertum eines Einzelunternehmers mit unbeschränkter Verantwortung. Die Rechtsform ergibt sich von selbst, wenn ein Betrieb von einer Einzelperson oder einem Nicht-Kaufmann als Kaufmann oder freier Mitarbeiter gegründet wird.

ins Firmenbuch eingetragen, verliert aber damit die Vergünstigungen von Kleinunternehmen. Die besonderen Pluspunkte der Einzelunternehmer-Rechtsform liegen darin, dass kein Minimalkapital benötigt wird und dass sie ohne Förmlichkeiten, verhältnismäßig günstig und unkompliziert eingerichtet werden kann. Der Eigentümer übernimmt damit aber auch das gesamte unternehmerische Risiko und ist mit seinem privaten Vermögen uneingeschränkt haftbar.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für die einzelnen Unternehmen sind nach dem deutschen Handelsrecht (HGB) geregelt. Im Falle einer freiberuflichen Beschäftigung oder wenn das einzelne Unternehmen nur einen geringen Umsatz mit seinem Kleinunternehmen hat, genügt es, nur eine Überschussberechnung mit Ergebnisausweis durchzufuehren.

Kompakte Übersicht: Für welche Rechtsform sollte ich mich für mein Geschäft entscheiden?

Zusätzlich zu den Rechtsvorschriften über die Rechtsform können in einem Partnerschaftsvertrag auch die konkreten Regelungen festgelegt werden. Das ist besonders zu empfehlen, wenn ein Geschäft von mehreren Menschen begründet wird und später gemeinsam betrieben werden soll. Kaufleute sollten sich bewusst sein, dass die Rechtsformwahl neben den Befugnissen der Geschäftsführung auch die steuerlichen und vor allem die haftungsrechtlichen Belange bestimmt (Stichwort "Beschränkung der Privathaftung").

Prinzipiell erhebt sich die Fragestellung, ob es sich um eine Partnerschaft (z.B. Einzelunternehmung oder OHG) oder eine Körperschaft (Beispiele: Gesellschaft oder Aktiengesellschaft) handeln soll. Was sind die Möglichkeiten bei den Gesellschaftsformen? Welche Besonderheiten haben die einzelnen Unternehmen? In welchem Umfang ist die Rechtsform bereits bei der Gewerbeanmeldung beteiligt?

Für welche Rechtsform sollte ich mich für mein Geschäft entscheiden? Ein Handelsgeschäft ist in Deutschland in der überwiegenden Mehrzahl der FÃ?lle ein Einzelfirmengewerbefall und wird somit von einem registrierten Gewerbetreibenden mit allen Befugnissen gefÃ? Diese Rechtsform ist auch, wie der Begriff schon sagt, nicht für eine Fusion mehrerer Aktionäre geeignet.

Die Einzelgesellschaft gibt hier die Möglichkeit, dass kein Seed-Kapital eingeworben werden muss, so dass es in diesem Sinn keine wirtschaftlichen Eintrittsbarrieren gibt. Das ist bei einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung und einer AG natürlich nicht der Fall: Ein großer Pluspunkt dieser Gesellschaftsformen (GmbH und AG) ist, dass die Haftbarkeit auf das eingezahlte Gesellschaftskapital beschränkt werden kann.

Anders als bei Einzelfirmen müssen solche Unternehmen jedoch deutlich mehr Angaben machen und der Jahresabschluß ist viel aufwendiger. So ist die Errichtung einer Gesellschaft oder einer AG komplizierter und länger als die einer Einzelunternehmung. Im Allgemeinen sind Unternehmen besser für Unternehmen geeignet, in denen viel Geld gebraucht wird. In der Satzung müssen und sollten die Kompetenzen der Aktionäre im Detail festgelegt werden, so dass ein Höchstmaß an interner und externer Verpflichtung und Verkehrssicherheit jederzeit gewährleistet ist.

Im Hinblick auf die wesentlichen Unterschiede ist auch zu beachten, dass Körperschaften wie die Handelsgesellschaften oder die AG immer in vollem Umfang gewerbesteuerpflichtig sind. Insbesondere im kaufmännischen Gewerbe bietet sich die GbR (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) oder die Offene Aktiengesellschaft (OHG) als Alternative an. Grundsätzlich sind die Formerfordernisse für die Unternehmensgründung hier nicht so strikt wie bei den erwähnten Gesellschaftsformen, so dass eine mundliche Vereinbarung ausreicht.

Um jedoch eine möglichst hohe rechtliche Sicherheit zu erreichen, sollte die Satzung immer in schriftlicher Form festgelegt werden. Letztendlich sind Händler immer einem finanziellen Restrisiko ausgesetzt, ungeachtet ihrer Rechtsform. Will man jedoch sein privates Kapital aus der Gleichung heraushalten, ist die einzige Möglichkeit die Rechtsform mit beschränkter Haftung zu wählen. Weil aber auch privates Kapital in eine Gesellschaft einfließen kann (durch Einbringung oder Sachvermögen), ist eine Aufteilung von Privat- und Betriebsvermögen nicht immer gewährleistet.

Diesem Ungleichgewicht wird dadurch begegnet, dass die Komplementärin deutlich mehr Kompetenzen in der Unternehmensführung erwirbt. So müssen beispielsweise Unternehmen noch Kapitalertragsteuer zahlen, während die Erträge einzelner Gesellschaften in der Einkommensteuer enthalten sind. Gewerbeertragsteuer ist immer zu zahlen, wodurch einzelne Unternehmen immer den aktuellen steuerfreien Betrag von 24.500 EUR in Anspruch nehmen können. Das betrifft sowohl die unternehmerische Kraft als auch die Möglichkeit der Haftungsbeschränkung.

Im vorliegenden Artikel wurden die wesentlichen Gesellschaftsformen mit ihren typischen Vor- und Nachteilen beleuchtet, so dass sich Interessierte einen kleinen Einblick in die Rechtsform verschafft haben. Letztendlich kann die Wahl der passenden Rechtsform nur vor dem Hintergund der spezifischen Ausgangssituation und Zielsetzung stattfinden, wodurch eine individuelle Gewichtung erforderlich ist. Wenn der Gesichtspunkt der Haftungsbegrenzung als wesentlich angesehen wird, sollte eine geeignete Rechtsform gewählt werden.

Jeder, der nicht viel Seed-Kapital beisteuern will oder kann, muss eine Rechtsform mit entsprechenden Zugangshürden auswählen. Selbstverständlich ist es immer möglich, die Rechtsform zu einem späten Zeitpunkt oder im Zuge des Wachstumspfades zu wechseln.

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