Rationalisierung

Straffung

Das wörtliche Paraphrase der Rationalisierung ist "sinnvoller" und wird nicht nur in wirtschaftlichen Kontexten verwendet. Unter dem Begriff "Rationalisierung" werden mehrere Dimensionen verstanden, die die Gesellschaft in unterschiedlichem Maße beeinflussen. mw-headline" id="Allgemeines">Allgemeines[Bearbeiten | < Quelltext bearbeiten] Die Rationalisierung der Volkswirtschaft ist jede Maßnahme, die darauf abzielt, die Produktivität der Arbeit zu steigern, die Gesamtkosten zu senken und die Gewinne zu maximieren. Seit sich die Betriebswirtschaft als selbständige Individualwissenschaft etablieren konnte, war die Prüfung der Rationalisierung von besonderer Wichtigkeit, denn es geht um die wesentlichsten Massnahmen zur Wahrung oder Steigerung der Rentabilität eines Betriebes, die letztendlich der Existenzbesicherung von Betrieben diene.

Zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit war die noch recht jungen Betriebswirte daher auf der Suche nach allgemeinen Grundsätzen, die den Betrieben helfen sollen, ihr Rationalisierungspotenzial zu realisieren. Hervorzuheben sind vor allem die zukunftsweisenden Werke von Friedrich Winslow Taylor (Taylorismus) zur Prozesskontrolle von Arbeitsprozessen (1911),[1] Friedrich von Gottl-Ottlilienfeld hat 1923 den Terminus Fordismus als Gegensätzlichkeit zum Tailllorismus geprägt,[2] der rationalisierungsbedürftige Fragen der Großserienproduktion behandelt.

Als Mitbegründer des deutschsprachigen Rationalisierungskonzeptes (1929) zählt Gottl-Ottlilienfeld. 3 ] Tailorismus und For-dismus wurden rasch als essentielle Rationalisierungskriterien angesehen. 1932 würdigte der US-amerikanische Publizist Hubert Renfro Knickerbocker Deutschland als Vorreiter der Rationalisierung: "Nach Angaben aller Experten auf der ganzen Weltöffentlichkeit, einschließlich der USA, gibt es heute kein einzelnes Bundesland mehr, das über einen leistungsfähigeren industriellen Apparat verfügt[als Deutschland]".

4. Hermann Böhrs befasste sich auch mit Rationalisierung, nämlich mit dem Teil der Büro-Rationalisierung (1958). 5 Durch die Vielfältigkeit der in einem Betrieb realisierbaren Rationalisierungsmaßnahmen entstand rasch eine nicht zu bewältigende Vielzahl von verschiedenen theoretischen Rationalisierungsansätzen. Der jeweilige Schwerpunkt der Rationalisierungstätigkeit wurde von der laufenden technologischen, marktwirtschaftlichen und sozialen Entwicklung begleitet und unterliegt daher einem stetigen Veränderungsprozess. Technischer Rationalisierung: steigender Geräte- und Maschineneinsatz zu Lasten von Personal, bessere Prozesstechnologien und moderne Fertigungsprozesse, Verkürzung von Durchlaufzeit oder Standardisierung.

Ökonomische Rationalisierung: Prozess- und Strukturorganisation kann zu einer Straffung der Administration (flache Hierarchie) und der Fertigung (Lean Production) führen, zur Verhinderung von paralleler Fertigung und Doppelarbeit, Einführung von QM-Systemen, Fokussierung durch Arbeitsaufteilung, Auslagerung oder Reduzierung der vertikalen Integration beitragen. Organisationsmängel (betriebliche Engstellen, ungewollte Stillstandsphasen mit überflüssigen Leerlaufkosten) können ebenfalls ein Anlass für Einsparungsmaßnahmen sein.

Die gesellschaftliche Rationalisierung erfolgt im Personalbereich. Die Maßnahmen zur Rationalisierung können einzeln oder in Kombination angewendet werden, von einem einzelnen Standort, über eine Fachabteilung, eine Geschäftseinheit bis hin zum ganzen Konzern. Rationalisierungspotentiale müssen auch durch produktorientiertes Design, Variant Management oder Plattform-Konzepte erschlossen werden, die sich in den Sparten F&E, Design und Produktdesign verstecken.

Der Stellenwert dieses ganzheitlichen Verständnisses von Rationalisierung besteht im Kern aus drei Aspekten: Anders als die traditionelle Rationalisierungstheorie, die sich oft auf den (Produktions-)Bereich konzentriert, wird das Gesamtunternehmen mit all seinen Feldern und Designfaktoren in Eingang, Ausgang, Mitarbeiter, Technik und Gestaltung erfasst. Dabei werden die Faktoren Inputs, Outputs und Mitarbeiter berücksichtigt. Andernfalls besteht die Möglichkeit, dass das Untenehmen "sich zu Tode rationalisiert".

Dies bedeutet: Wenn im Betrieb die Kostensituation zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit vorherrscht, folgte ein Modernisierungsprojekt dem anderen, ohne das Erscheinungsbild des "abnehmenden Rationalisierungseffekts" zu berücksichtigen. Andererseits können Produktinnovationen und Prozessinnovationen zum einen die Marktstellung grundsätzlich verbessern und gleichzeitig völlig neue Einsparpotenziale erschließen. Sobald die entsprechenden Schwächen erkannt sind, müssen individuelle Maßnahmen zur Rationalisierung entwickelt werden.

Für die Lösung des Problems gibt es eine Vielzahl von Rationalisierungs- und Konstruktionsprinzipien. Die Rationalisierung kann die Hauptursache für das wirtschaftliche Wachstum sein[11], weil sie das Wachstumspotenzial der Produktion steigert. In der Regel kommt es nicht zu einer steigenden Arbeitslosenquote in der Gesamtwirtschaft, auch wenn das Schlagwort Rationalisierung oft mit ihr assoziiert wird. Im Rahmen einer fiktiven Wirtschaft, in der alle Firmen ihre Ausgaben durch Rationalisierung um fünf Prozentpunkte reduzieren, können entweder die Kurse um fünf Prozentpunkte fallen oder Ausschüttungen an Aktionäre oder Gehälter um fünf Prozentpunkte oder einen vergleichbaren Betrag ohne Teuerung zulegen.

Wer seine Produktion um 5 Prozent pro Jahr erhöht, braucht immer noch genauso viele Mitarbeiter wie bisher, bei einer um 5 Prozent gestiegenen Bedarf. Es gibt zwei verschiedene Ansätze, warum es trotzdem auf lange Sicht zu Arbeitslosenzahlen kommen kann, nämlich entweder neoklassische oder Keynes' sche Arbeitslosenzahlen. Eine alleinige Fokussierung auf Rationalisierungsmaßnahmen kann sich negativ auf die Entwicklung eines Unternehmens auswirken, wenn es die notwendigen Produktionsinnovationen nicht berücksichtigt.

Oberstes Rationalisierungsziel aller Maßnahmen ist die Senkung der Kosten und/oder die Steigerung des Umsatzes. Die Rationalisierung zielt daher in erster Linie auf die Steigerung der Rentabilität und damit auf die Wiedererlangung bzw. Steigerung der Konkurrenzfähigkeit ab. Rationalisierung ist erforderlich, um Kostensenkungen zu erreichen, die die Konkurrenzfähigkeit eines Betriebes zurückgewinnen oder steigern. Jahrgang 2, Stuttgart 1975, Slg. 4461-4467. H. Göltenboth: Maßnahmen zur Kostenreduzierung im Personal-, Anlagen- und Materialbereich eines Industrieunternehmens.

W. Pfeiffer: Rationalisierung. Herr Schweitzer, H.-U. Küpper: Rationalisierung. Jahrgang 2, Stuttgart 1975, GmbH 3303-3311. Hochsprungadresse ? Friedrich Winslow Taylor: Principles of Scientific Management. Hochsprung Friedrich von Gottl-Ottlilienfeld: Ökonomie und Technologie. Darin: Grundschule der Sozialökonomie I. 1923, S. 134-164. Hohe springen Friedrich von Gottl-Ottlilienfeld: Vom Sinne der Rationalisierung.

1929, S. 7. Hochsprung ? Hubert Renfro Knickerbocker: Kommt Europa wieder hoch? 1932, S. 186. 11 1932, s. 186. 11. November 1932, S. 186. 11. November 1932, Hermann Böhrs: Grundsatzfragen und Vorgehensweisen der Büro-Rationalisierung. Hochsprung 1991 und 15 Hochsprung 1975 unter ? Albert Bronner: Handbook of Rationalization. 2003, s. 2. 11. 2003, Höchstspringen ? Johannes Fettel: The Effect of Operational Rationalization - A Production Theoretical Study.

Hochsprung Christian Hofstadler: Produktiv im Baugewerbe, 2014, S. 30 ff. Hochsprung ? W. Pfeiffer, E. Weiß, Ch. Strubl, M. Küßner: Systemökonomie. Hochsprung Wolfgang Lienemann: Alternativen für die Strompolitik, 1978, S. 233.

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