Neuer Job als Führungskraft

Neue Aufgabe als Führungskraft

Schon der erste Arbeitstag in einem neuen Job bedeutet Stress! Was Sie beachten müssen, wenn Sie als neuer Manager in ein Unternehmen eintreten. Neue Aufgabe als Führungskraft: Wie man die Führung zu einem guten Start bringt

Stehen Sie vor einem Kursänderungsprozess, weil Sie kurz davor stehen, eine neue Aufgabe als Führungskraft zu übernehmen? "Wie soll ich mich in den ersten Tagen verhalten?" Weil der vor Ihnen liegende Weg ein Weg in ein fremdes Terrain ist: Bislang haben Sie mit Ihrem exzellenten Spezialwissen brilliert, jetzt haben Sie das Vertrauen, eine führende Rolle zu spielen.

Du kennst dieses Eingabefeld noch nicht, aber du weißt, dass diese neue Funktion ein anderes Vorgehen erfordert. Das gilt insbesondere, wenn Sie z.B. innerbetrieblich - vom Kollege zum Manager - befördert wurden oder wenn Sie einen leistungsstarken Nachfolger hatten. Doch auch sonst ist der Wechsel der Führung immer eine delikate Sache.

Ein neuer Leiter tritt in das Arbeitsteam ein; neue Regeln der Kooperation müssen verhandelt werden. In der Anfangszeit wird fast jedes Benehmen und jedes einzelne der neuen Führungskräfte hinterfragt und seine Aussage interpretiert: "Was bedeutet das für mich? "Es kommt nicht nur auf den ersten Blick an, sondern auch auf ein unvorteilhaftes Führungshandeln, das im Rückblick immer schwerer in das richtige Gleichgewicht zu gebracht wird.

Was sind die Folgen einer unzureichenden Führung? Du wirst nicht geachtet und als neuer Leiter erkannt. Allerdings muss das Führungsziel die Übernahme sein: Aufbau von schnell tragfähigen Geschäftsbeziehungen mit wichtigen Interessengruppen. Die folgenden 14 Faktoren haben einen großen Einfluß darauf, wie Ihr Einstieg gelingen wird und ob Sie die Zielvorgaben der Übernahme von Führung schnell erreichen:

Führen Sie den Wechsel der Führung mit deutlichen Anzeichen, Zeichen und Ausdrücken durch. Zeigen Sie, dass SIE der gewählte Leiter sind und übernehmen Sie die neue Aufgabe, z.B. mit Eröffnungsrede und Einführungsrunde am ersten Tag. Nimm nach dem Starten die Position eines "Entdeckers" ein. Organisiere von Anfang an Meetings mit Einzelpersonen und dem gesamten Team.

Tipp: Halten Sie sich an das übliche "Sie" gegenüber früheren Mitmenschen. Für neue Mitarbeitende ist es in der Regel ratsamer, das "Sie" zu haben. Fragen Sie die drei größten Stakeholder zu Beginn nach ihren Erwartungen: Vorgesetzte, Angestellte, Kolleginnen und Kollegen. Noch mehr. Schreibe sie auf, visualisiere die Spannung, die zwischen verschiedenen Erwartungshaltungen liegt, und überlege, wie du mit ihnen umgehst.

Vergiss nicht: Erwarten ist nicht per se eine Aufgabe, die du bewältigen musst. Man stelle sich aber die Effekte vor, wenn man auf die Erwartungshaltung reagiert oder nicht reagiert. So können Sie die Führungsfunktion auf Ihre eigene Art und Weise ausprägen. Versuche nicht, allen zu gefallen, wenn du Führungsaktivitäten durchführst.

Verteilen Sie alle fachlichen Aktivitäten, wenn sie nicht als Aufgabe in Ihrer Stellenausschreibung aufgelistet sind. Übernimm nicht vorübergehend operationelle Tätigkeiten, da deine Aufgabe jetzt eine andere ist: Diese sollen Menschen leiten und zusammen mit ihnen die gesteckten Zielvorgaben einhalten. Von Anfang an Orientierungshilfe bieten, z.B. durch klare Handlungsanweisungen. Häng aber nicht den autoritarischen oder allwissentschaftlichen Vorgesetzten ab, sondern beziehe die Beschäftigten in geeigneter Form als technische Experten in die Entscheidungsfindung ein.

Routine fortsetzen oder neue einführen, z.B. mit gut organisierten Teambesprechungen: Regelmäßige und zuverlässige Prozesse sichern die Lage bei Führungswechseln. Schätzen Sie die Resultate und das Engagement der Mitarbeitenden unter Ihrem Amtsvorgänger, auch wenn es klar ist, dass es besser hätte sein können. Falls Sie innerbetrieblich befördert wurden, ertragen Sie das skeptische oder feindliche Auftreten ehemaliger Kolleginnen und Kollegen bzw. der derzeitigen Beschäftigten und lassen Sie ihnen Zeit, sich an die neue Sachlage zu gewöhnt zu haben.

Sprich mit ihnen zu gegebener Zeit offen über deine neuen Verantwortlichkeiten und Aufwände. Haben sich auch die internen Kolleginnen und Kollegen für die Managementposition bewerben, so besprechen Sie diese Sachverhalte, die zu Verletzungen der Gefühle führen, frühzeitig mit ihnen. Sei dir darüber im Klaren, dass du in deiner neuen Rolle immer eine bestimmte Entfernung und Isolation zu den Angestellten erfahren wirst, weil du nicht zu ihnen gehörst.

Achten Sie auf die "Verbrüderung" mit den Beschäftigten gegen die übergeordnete Hierarchiestufe - wie in früherer Zeit. Aufbau einer Mitgliedschaft in einem neuen (Führungs-)Kreis im Zeitablauf und geschicktes Networking. Machen Sie sich rechtzeitig fit für die Besetzung der Führungspositionen und sind Sie auf der Suche nach einem Sparringpartner, der Sie unterstützt - sei es ein Betreuer im Betrieb oder ein externer Trainer.

Der Grund dafür ist, dass Sie Ihre Führungskompetenz nicht nur durch die Praxis der Führung selbst, sondern vor allem durch die Reflektion von empirischem Wissen ausweiten.

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