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Der Kultus (von lateinisch cultus[deorum] "Götteranbetung", von kollektiv "Kultivierung, Pflege") umfasst die Gesamtheit der religiösen Handlungen. Kultur - Wikipedia Der Kultus (von lateinischem cultus[deorum] "Götteranbetung", von kollektiver "Kultivierung, Pflege") umschließt die gesamte Bandbreite der religiösen Akte. Auch wenn Kult in erster Linie als Begriff für Religion oder geistige Praktiken verwendet wird, ist seine Aussagekraft in der alltäglichen Sprache breiter und beinhaltet andere Formen von Ritualisierungen. Ein Kult wird durch drei Faktoren bestimmt: ein Kult-Objekt, eine Gruppe von Personen, die den Kult ausführen, und eine Reihe von mehr oder weniger rituell isierten rituellen Aktionen.

Der Mensch tritt im Kult in eine Welt ein, die sich klar vom Alltag unterscheidet. Menschen sammeln sich zu kultivierenden Aktionen, um sich mit einem realen oder abgehobenen übernatürlichen Wesen zu verbinden, mit dem Zweck, es abzuwägen oder zu einer gewissen Aktion zu bewegen. Das Praktizieren des Kults erfordert eine ausreichende Präparation und Qualität, ist an verschiedene Orten und zeitabhängig.

Der Kult kann aus Riten, Opfergaben, Gebeten, Speisen, Rezitieren oder Inszenieren von Sagen, geistlicher Literatur und kulturellem Tanzen zusammengesetzt sein. Der Kult umfasst auch die Betreuung der profanen Zeichen des Kultobjekts: seines Platzes (Sakralbau, Altar), seines Abbildes (Ikone) sowie die Beachtung der heiligen Zeit in Gestalt von Festivals und Fast. Der Kult kann neben mehr oder weniger rhythmisierten und manchmal streng vorgeschriebenen Aktionen auch eine bestimmte Spontanität, Extase, Besessenheit, Erneuerung und Wiederbelebung beinhalten.

Wenn die Existenz eines himmlischen Wollens angenommen wird, dann ist der Kult des Menschen ein Mittel, diesen zu beeinflussen, um drohende Katastrophen abzuwenden, Straftaten zu eliminieren, sich dem Segen zu zuwenden und darüber hinaus die innerliche Verbundenheit mit der Göttin zu kultivieren. Obwohl der Kult im Prinzip das zurückhaltende Glied in der Religionen ist, wird er auch zum Ziel von Bestrebungen nach einer tieferen Verständnis und einer spirituell durchdrungeneren Religiosität.

Dr. Friedrich Schlette, Dieter Kaufmann (Hrsg.): Religionen und Kult in der Vor- und Frühgeschichte. Vol. I. Reprografischer Abdruck der 1955er Auflage. Darmstadt 1998, S. 178. Highspringen Christoph Deutschmann: Capitalism, Religionszugehörigkeit und Entrepreneurship: an Unorthodox View.

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