Kündigungsschutz 50 plus

Entlassungsschutz 50 plus

Wenn ein Arbeitgeber Ihr Arbeitsverhältnis kündigen möchte, muss er dies schriftlich tun (auf Papier und unterschrieben; E-Mail reicht nicht aus). Plus: Die zehn häufigsten Fehler. Training-Tipps.ch: 50plus und wie man einen neuen Job findet.

Ist der Arbeitnehmer 50 Jahre alt geworden, hat die Agentur für Arbeit in Deutschland entschieden, dass behinderten Menschen mit einem Invaliditätsgrad (GdB) von 30 oder 40 bestimmte Rechte durch Gleichbehandlung mit Schwerbehinderten gewährt werden können, die grundsätzlich nur aus einem GdB von 50 bestehen.

Ist die Entlassung sozial unfreundlich?

Da es kaum Arbeitsplätze für ältere Menschen gibt, erhöhen sich die Möglichkeiten einer Kündigungsschreibung, so die EU. Der 57-jährige Walter T. hat keine Aussicht auf einen Job. Die technischen Einkäufe hatten seine Entlassung nach 30 Jahren bei dem Unternehmen wegen sozialer Unregelmäßigkeiten vor dem Wiener Arbeitsamt beantragt. Im Falle einer längeren Arbeitslosenzeit bestehen gute Voraussetzungen für eine Kündigungsschreibung, sofern der Auftraggeber bisher weder wirtschaftlich noch persönlich einen Grund für die Entlassung vorbringen konnte.

Im vergangenen Jahr hatte die AK 165 Mitarbeiter in einem Aufhebungsverfahren vertreten. In Dutzenden von Fällen hat sie festgestellt, dass über 50-Jährige keine Aussicht auf eine Beschäftigung hatten. Nach Trenners Worten nimmt die Zahl der Beschwerdefälle zu, aber viel zu wenige Beschäftigte würden diese Gelegenheit ausnutzen. In Deutschland betrifft nahezu die Hälfe aller Arbeitsgerichtsverfahren Herausforderungen, in Österreich sind es nur drei Prozentpunkte.

Eine Ursache ist die Nachweispflicht, die im Gegensatz zu Deutschland beim Mitarbeiter in Österreich auftritt. Er muss nachweisen, dass die Entlassung sozial unfreundlich war, weil er danach keine Arbeit mehr finden kann. Weitere Grundvoraussetzung für die Ablehnung ist, dass der Konzernbetriebsrat der Beendigung nicht zustimmt. Wenn er es tat, sind die Aussichten gering.

Eine zweite Ursache für die niedrige Streitigkeit sind die sogenannten "goldenen Handschläge", d.h. die freiwilligen Abfindungszahlungen, mit denen ältere Arbeitnehmer oft ihren Verabschiedung "versüßen". Auf diese Weise wollen die Unternehmer - oft mit dem Wohlwollen des Betriebsrats - mögliche Herausforderungen durch soziale Illegalität vermeiden. Ungeachtet der vor einigen Jahren erfolgten Reformierung profitieren die Händedrucker nach wie vor von Steuervergünstigungen, wenn sie schon lange im Unternehmen sind.

Bei den meisten Beschwerdeverfahren vor dem Arbeitsrichter kommt es zu einem Schlichtungsverfahren. Den so genannten "Kündigungsschutz" für Mitarbeiter über 50 Jahre können sie zwar jeder Zeit kündigen, aber sie können ihre Entlassung wegen sozialer Unregelmäßigkeiten vor Gericht anstreben. Die Bewertung der sozialen Illegalität muss insbesondere die Tatsache berücksichtigt werden, dass der Mitarbeiter schon lange im Unternehmen ist und welche Probleme bei der Reintegration in den Arbeitsablauf durch das Alter zu erwarten sind.

Es ist von Bedeutung, dass der Konzernbetriebsrat, der tatsächlich das Recht auf Widerruf hat, der Beendigung nicht zustimmt. Der besondere Kündigungsschutz für neue Mitarbeiter über 50 Jahre entfällt seit Juli 2017.

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