Kündigung Auszubildende

Beendigung der Ausbildung

Entlassung von Praktikanten: Die Personalvertretung legt fest mit Beschimpfungen, Überfälle, unentschuldigte Abwesenheiten - vor allem Auszubildende schenken oft nichts aus. Erfahren Sie, wie die Entlassung von Praktikanten vor und nach der Berufspraxis erfolgen muss, welchen Einfluss Sie als Betriebsrat haben und wie die Justiz entscheidet. Nach § 20 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) wird ein Berufsbildungsverhältnis mit einer Berufspraxis begonnen. Die Arbeitgeberin und der Auszubildende können das Lehrverhältnis während der Berufspraxis fristlos und ohne Angaben von Hinderungsgründen in schriftlicher Form kündigen (§ 15 Abs. 1 und 3 BBiG).

Nach Ansicht des Bundesarbeitsgerichtes ist der vorübergehende Entlassungsschutz während der Berufspraxis im Lehrverhältnis weder im Sinne des Lehrlings noch im Sinne des Lehrlings (16.12.2004, Ref. 6 AZR 127/04). Aber auch die Praktikanten sind nicht völlig ungeschützt, da ihr Arbeitgeber immer einen minimalen Sozialschutz einhalten muss. Der Ausschluss war - trotz einer Bewährungszeit - wirkungslos.

Ihr Arbeitgeber kann das Arbeitsverhältnis nach Beendigung der Berufspraxis nur aus außerordentlichen Gründen beenden (§ 15 BBiG). Grund für die Kündigung kann eine wiederholte Verletzung der Verpflichtungen des Praktikanten aus dem Berufsbildungsverhältnis sein. Beispiel: Ein Trainee hat trotz Warnungen immer wieder den Unterricht in der Berufsschule ausgelassen. Aber es kann sich auch um Beeinträchtigungen aus dem Bereich des Vertrauens handelt, was auch eine außergewöhnliche Entlassung anderer Kolleginnen und Kollegen rechtfertigen kann.

Möglicherweise Gründe für eine Kündigung: Selbst im Falle einer außergewöhnlichen Entlassung eines Praktikanten aufgrund von Verhaltensweisen muss Ihr Arbeitgeber immer die Interessen des Praktikanten abwägen. Er muss in der Regelfall vor der Kündigung eine Verwarnung erteilen. Hinweis: Für die Effektivität der außerplanmäßigen Beendigung einer Ausbildung werden in der Praxis sehr hohe Anforderungen gestellt. Mit zunehmender Nähe zur Endprüfung wird es umso schwerer, zurückzutreten.

Achtung: Ihr Auftraggeber ist nur dann zur Kündigung befugt, wenn ihm die Gründe für eine Kündigung für mehr als 2 Kalenderwochen nicht bekannt sind. Nachfolgend finden Sie einige derzeitige Sonderkündigungen von Praktikanten nach der Praktikumsphase durch den Ausbilder: Die Arbeitgeberin betreibt ein eigenes Dienstleistungsunternehmen für Internetdienste und erstellt unter anderem Facebook-Profile für die Nutzer.

Im persönlichen WLAN-Profil eines Praktikanten wurde unter der Überschrift "Arbeitgeber" folgender Eintrag gefunden: "Arbeitgeber: Menschlicher Täter & Betrüger, Sklave? "Auf der Grundlage dieses Beitrags hat der Auftraggeber das Lehrverhältnis beendet und die LAG Hamm hat diese Beendigung bestätigt. Ein Auszubildender hatte auf seinem Profil "Ab zum Doktor und dann den Gepäckraum packen" veröffentlicht.

Die Arbeitgeberin hat unangekündigt aufgegeben - und auch der Praktikant ist zurückgetreten. Nun war es an dem Gerichtshof zu entscheiden, ob die fristlose Kündigung des Arbeitsgebers zulässig war. Im Unterschied zu den Praktikanten durfte der Auftraggeber nach der Berufspraxis nur dann Kündigungen vornehmen, wenn ein wichtiger Grund dafür vorliegt. Im konkreten Falle bekam die Auszubildende einen kleinen Betrag - immerhin hatte sie selbst auch aufgegeben.

Schlechter Leistungsstand - LAG Rheinland-Pfalz (25.4. 2013, Ref. 10 Sa 518/12): Ein Trainer kann das Lehrverhältnis nicht ohne Vorankündigung mit der pauschalen Zusicherung kündigen, dass der Auszubildende aufgrund seiner schwachen Leistung mit großer Wahrscheinlichkeit das Abschlussexamen nicht bestehen wird. Stattdessen ist die umgekehrte Schlussfolgerung aus 21 Abs. 3 LBiG, nach der das Berufsbildungsverhältnis auf Wunsch des Praktikanten bis zur nächsten möglichen Wiederholung der Prüfung erweitert wird, exakt das Gegenteil. der Fall.

Unerlaubte Abwesenheit - Schiedsgerichtshof Magdeburg (7.9. 2011, Az. 3 Ca 1640/11): Ein Praktikant hatte seinen Unterricht in der Berufsfachschule 11 ganze Tage lang nicht absolviert. Bis zum Eingang der Kündigung hatte er seinen Arbeitgeber nicht darüber und schon gar nicht über die Ursachen unterrichtet. Ein solches Vorgehen ist im Zuge eines Trainingsverhältnisses - regelmässig auch ohne Vorankündigung - an sich schon als wichtiger Anlass für eine außerordentliche Kündigung in Betracht zu ziehen.

Als Betriebsrat sollten Sie Ihre Praktikanten immer darauf aufmerksam machen, dass sie nach 23 MBiG Schadenersatzansprüche geltend machen können, wenn der Arbeitgeber den Anlass für die Kündigung schuldig ist, wenn das Ausbildungsverhältnis nach der Berufspraxis aufgelöst wird. Für Auszubildende ist der generelle Entlassungsschutz nach dem Kündigungsschutz-Gesetz wegen des Wegfalls der regulären Entlassung nach der Berufspraxis nicht zwingend vorgeschrieben.

Ganz anders ist die Situation jedoch beim speziellen Kuendigungsschutz. Dies betrifft in besonderem Maße die schwangeren Lehrlinge, die nach § 9 WSchG kündigungsgeschützt sind. Letzteres ist auch während der Bewährungszeit anwendbar; in diesem Falle erteilt die zustÃ??ndige Behörde ihre Zustimmungsvotum vor der Beendigung. Gemäß 85 des Sozialgesetzbuches Neuntes Buk ( "Neuntes Buch") ist die Genehmigung des Integrationsbüros einzuholen, bevor ein schwerbehinderter Auszubildender entlassen werden kann.

Die Kündigungsfrist tritt daher nur in Kraft, wenn der Auszubildende für 6 Monaten angestellt ist. Auch wenn Ihr Auftraggeber mit der Aussage, dass Sie entlassen wurden, alles richtig gemacht hat, steht es jedem Praktikanten, der entlassen wurde, frei, die Entlassung von einem Arbeitsgericht prüfen zu lassen. Die Entlassung wird von einem Arbeitsgericht bestätigt. Diese muss jedoch innerhalb von 3 Kalenderwochen nach Erhalt der Kündigung eingereicht werden.

Dies ermöglicht die Einrichtung eines Vermittlungsausschusses bei Konflikten zwischen dem Praktikanten und dem Praktikanten. Das Ausbildungsverhältnis kann während der Berufspraxis von beiden Seiten ohne Angaben von Gründen in schriftlicher Form beendet werden. Der Trainer kann den Vertrag nach Ablauf der Bewährungszeit nur noch aus wichtigem Anlass ohne Beachtung einer schriftlichen Frist und unter Nennung der Gründe für die Kündigung kündigen.

Der Auszubildende kann nach Beendigung der Berufspraxis mit einer Frist von 4 Kalenderwochen gekündigt werden, wenn er die Ausbildung abbricht oder für einen anderen Beruf ausgebildet werden möchte. Er hat auch die Gründe für die Kündigung anzugeben. Selbst wenn die Praktikanten während der Berufspraxis noch keinen Entlassungsschutz haben, muss Ihr Arbeitgeber in jedem Falle die Vorschriften der Personalvertretungsgesetzgebung einhalten.

Diese sind vor jeder Kündigung als Betriebsrat nach 79 des Bundespersonalvertretungsgesetzes zu beauftragen. Gleiches trifft auf die Entlassung von Praktikanten zu - auch während der Praxis. Dein Arbeitgeber muss dich ausführlich über die ihm vorliegenden sozialen Daten und die Ursachen der Entlassung informieren. Ansonsten ist die Kündigung wirkungslos. Haben Sie als Betriebsrat Vorbehalte gegen eine außerordentliche Kündigung, müssen Sie uns dies unverzüglich, längstens innerhalb von 3 Werktagen unter Begründung unterrichten.

Ansonsten wird Ihre Einwilligung zur Kündigung als gegeben angesehen. Wenn Sie beabsichtigen, einen Praktikanten zu entlassen, gehen Sie wie folgt vor: Step: Finden Sie ein Interview mit dem betreffenden Trainee. Stufe: Abklären, ob es sich um eine Kündigung in der Bewährungszeit auswirkt. Ein Entlassungsgrund ist dann für den Auftraggeber sowieso nicht vonnöten.

Stufe: Wenn es sich um eine Entlassung außerhalb der Bewährungszeit handele, versuche, die Fakten so weit wie möglich zu klären. Gibt es triftige Gründe für eine Kündigung? Stufe: Überprüfen Sie die Formalitäten, vor allem, ob die Kündigung hinreichend gerechtfertigt war und ob die 2-wöchige Frist ab Bekanntwerden der Gründe für die Kündigung eingehalten wurde. Stufe: Konsultieren Sie den Ausschuss, um festzustellen, ob eine Kündigung ohne Vorankündigung wirklich das Richtige ist.

Step: Den Teilnehmer über das weitere Vorgehen informieren.

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