Kündigung Alter Mitarbeiter

Austritt Alter Mitarbeiter

Bei älteren Arbeitnehmern besteht kein besonderer Kündigungsschutz, z.B. Betriebsräte, Schwangere oder schwerbehinderte Arbeitnehmer (siehe dort). Der Mitarbeiter muss jedoch innerhalb von drei Wochen eine Klage gegen diese Kündigung einreichen.

Spezieller Entlassungsschutz für "ältere" Mitarbeiter?

Obwohl die Nichtigkeitskündigung keine Rechtswirkung hat, wird eine unrechtmäßige Kündigung mit einer Schadenersatzverpflichtung von bis zu sechs Monatsgehältern geahndet. Der Bundesgerichtshof hat in seiner jüngeren Fallrechtsprechung nicht nur erklärt, dass der Dienstherr eine gestiegene Sorgfaltspflicht gegenüber "älteren Arbeitnehmern" hat, sondern dem Dienstherrn auch weitere Verpflichtungen im Falle der Kündigung von älteren Arbeitnehmern aufgeerlegt.

Beispielsweise hat der Bundesgerichtshof das Recht des Mitarbeiters auf Unterrichtung und Anhörung festgelegt. Darüber hinaus war der Auftraggeber gezwungen, nach Möglichkeiten zur Erhaltung des Beschäftigungsverhältnisses zu forschen. Es gebe jedoch "keine allgemeine Pflicht der privat arbeitenden Unternehmer, vor einer Entlassung immer eine Abmahnung zu geben oder geringere Maßnahmen in Betracht zu ziehen". Darüber hinaus sind Ältere nicht immun gegen Entlassungen aufgrund von "persönlichen Merkmalen, die mit dem Beschäftigungsverhältnis zusammenhängen oder die die Mitarbeit im Unternehmen erheblich beeinträchtigen"; Leistungsverluste, die z. B. durch die Jahresgesprächsprotokolle der Mitarbeiter sachlich belegt sind, können daher einen berechtigten Entlassungsgrund begründen.

In solchen FÃ?llen fordert das BGH jedoch, dass dem Mitarbeiter eindeutig eine "letzte Chance" gegeben wird und ihm zuvor mit einer KÃ?ndigung gedroht wird. Es gibt unterschiedliche Diskussionen darüber, wer als "älterer Arbeitnehmer" zu betrachten ist: Während der Bundesgerichtshof mit 59 Jahren beginnt, bevorzugt die Rechtswissenschaft das Alter von 55 Jahren.

Kündigungsschutz im Alter: Wie Sie sich gegen Entlassungen im Alter absichern können

Sind Sie als Älterer eine Kündigung eingegangen? Unglücklicherweise gehen viele Betriebe heute davon aus, dass die Beschäftigungsleistung ihrer Mitarbeiter mit dem Alter abnimmt - mit der Konsequenz, dass Mitarbeiter über 50 Jahre zunehmend ausfallen. Der Grund dafür ist, dass Ältere keinen speziellen Entlassungsschutz genießen. Für sie ist die Lage jedoch nicht hoffnungslos, da es bestimmte Hindernisse bei der Kündigung von älteren Arbeitnehmern gibt.

Was das ist und wie Sie sich verteidigen können, wenn Sie eine altersbezogene Kündigung erwirken. Anders als bei trächtigen Frauen oder besonders schützenswerten Menschen mit schwerer Behinderung haben Ältere keinen Anrecht auf einen speziellen Entlassungsschutz nach dem Entlassungsschutzgesetz (Kündigungsschutzgesetz - KSchG). Allerdings ist die Kündigung von älteren Arbeitnehmern an die Allgemeinen Abfindungsbedingungen gebunden, was bedeutet, dass sie sachlich begründet sein muss.

Es muss auch ein Verfahren zur sozialen Auswahl geben, um zu verhindern, dass benachteiligte Menschen, auch Ältere, entlassen werden. Last but not least enthalten einige Tarifverträge Bestimmungen, die es noch schwieriger machen, Ältere zu entlassen. Obwohl es kein Recht gibt, das die Kündigung von älteren Arbeitnehmern ausdrücklich untersagt, bleiben die Allgemeinen Entlassungsbedingungen bestehen.

Dies bedeutet, dass die Kündigung von älteren Arbeitnehmern im Wesentlichen auf den gleichen Regeln beruht wie die Kündigung ihrer jungen Kollegen: Es muss einen Grund für die Kündigung aus persönlichen Gründen, Verhalten oder betrieblichen Gründen geben. Der Kündigungsschutz verlangt eine soziale Selektion bei Kündigungen, bei der die zu kündigenden Mitarbeiter nach bestimmten Gesichtspunkten selektiert werden. Auch die Beschäftigungsdauer und das Alter tragen dazu bei, was die Entlassung von älteren Mitarbeitern erheblich schwieriger macht.

Dies ist in 1 Abs. 3 KKG geregelt: "Wurde ein Mitarbeiter entlassen [....], ist die Entlassung dennoch gesellschaftlich nicht gerechtfertigt, wenn der Dienstgeber bei der Wahl des Mitarbeiters dessen Dienstzeit, Alter, Unterhaltungspflichten und schwere Behinderung nicht oder nicht hinreichend berücksicht...".

Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass es für Ältere besonders schwer ist, nach der Kündigung einen neuen Arbeitsplatz auf dem Markt zu haben. Dies hat die LAG Köln am 18. Februar 2011 (Az. 4 Sa 1122/10) für einen 53-jährigen Mitarbeiter beschlossen, der die Kündigung des Kündigungsschutzes mit Erfolg beantragt hat. Wenn Entlassungen aus betriebswirtschaftlichen Erwägungen, z.B. aufgrund einer wirtschaftlichen Krise des Betriebes, begründet sind, sind diese keinesfalls inakzeptabel.

Deshalb begründen die Unternehmer oft die Kündigung von älteren Arbeitnehmern mit Unternehmensmotiven. Handelt es sich bei den betriebswirtschaftlichen Gründen offenbar nur um eine Deckung für eine altersbezogene Kündigung, können Sie als entlassener Mitarbeiter mit hoher Erfolgsaussicht eine Entlassungsklage wegen altersbedingter Diskriminierung oder sozialer Unregelmäßigkeiten einreichen - sofern das betreffende Unter-nehmen mehr als zehn Mitarbeiter hat und Sie dort in einem Zeitraum von mehr als sechs Monaten angestellt waren.

Sie haben eine Kündigung bekommen und sind sich nicht sicher, ob sie sozial unfreundlich ist? Hinweis: Da eine Kündigungsklage nur innerhalb von drei Kalenderwochen nach Erhalt der Kündigung beim Arbeitsrichter eingereicht werden kann, ist es wichtig, rasch zu reagieren. Telefonische Beratung zu allen Belangen des Kündigungsschutzes: E-Mail-Beratung: Einige Tarifverträge enthalten auch Bestimmungen, die die Kündigung von Arbeitnehmern über 55 Jahre deutlich schwieriger machen.

So untersagt der Kollektivvertrag für Arbeitnehmer im öffentlichen Sektor die Entlassung von über 55-Jährigen, die seit mehr als 20 Jahren erwerbstätig sind, wenn dies durch geringere Arbeitsleistungen gerechtfertigt war. Ob Sie unter einen besonderen Kündigungsschutz fallen, erfahren Sie am besten in Ihrem Betriebsverein.

Gute Nachrichten gibt es für Mitarbeiter über 50 Jahre, die seit Jahren im Unternehmen sind, denn die Abfindungshöhe hängt von der Dienstzeit ab. Dies kann bis zu 18 Monatslöhne betragen: "Wenn der Mitarbeiter das Alter von fünfzig Jahren erreicht hat und das Beschäftigungsverhältnis seit mehr als fünfzehn Jahren besteht, ist ein Beitrag von bis zu fünfzehn Monatslöhnen zu zahlen, wenn der Mitarbeiter das Alter von fünfundfünfzig Jahren erreicht hat und das Beschäftigungsverhältnis seit mehr als zwanzig Jahren besteht, ist ein Beitrag von bis zu achtzehn Monatslöhnen fällig" (§10 KSchG).

Älteren Arbeitnehmern fällt es oft nicht leicht, nach einer Kündigung einen neuen Arbeitsplatz zu haben. Daher sollte ihre Kündigung nur dann wirklich stattfinden, wenn sie für das Unternehmertum unvermeidlich und gesellschaftlich begründet ist. Unglücklicherweise fällt es vielen Mitarbeitern nicht leicht, diese zu beurteilen und akzeptieren oft eine Kündigung, die tatsächlich inakzeptabel wäre.

Er kann einschätzen, ob die Kündigung gesellschaftlich nicht gerechtfertigt war und in Ihrem Falle die Erfolgschancen einer Klage auf Kündigungsschutz vorhersagen.

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