Kündigung älterer Arbeitnehmer Schweiz

Beendigung der Beschäftigung älterer Arbeitnehmer Schweiz

unglücklicherweise ist es eine Tatsache, dass ältere Arbeitnehmer teurer sind als jüngere. Das entspricht dem schweizerischen Prinzip der Kündigungsfreiheit. Der Kündigungsschutz für ältere Arbeitnehmer existiert und ist in der Schweiz eine Selbstverständlichkeit. Die Schweiz, Better Work im Alter, Staatssekretariat für Wirtschaft.

Entlassung älterer Arbeitnehmer aus rechtlichen Gründen

Rechtlich gesehen zunächst einmal: Alte Arbeitnehmer genießen in der Regel keinen verstärkten Kuendigungsschutz. Wenn ein älterer - also über 55 Jahre alter - Mitarbeiter entlassen wird, erscheint es ihm nahezu unmögl. möglich, eine neue Stelle zu haben. Aus diesem Grund wird immer wieder diskutiert: Sollen die Älteren besser vor Entlassungen geschützt werden?

Auch wenn der Bundesgerichtshof bereits anderslautende Entscheidungen getroffen hat, muss diese verneint werden. Ein solcher "erhöhter Kündigungsschutz" wurde 2006 mit einem Urteil des Bundesgerichts nahezu umgesetzt. Eine Entlassung eines Mitarbeiters mit 44 Jahren Betriebszugehörigkeit, der ein Jahr vor der Rente war, wurde als beleidigend angesehen (BGE 132 III 115). Allerdings spielen in diesem Zusammenhang mehrere Aspekte eine wichtige Rolle, nicht nur das Lebensalter und die Betriebszugehörigkeit.

Vor allem wurde ihm trotz verschiedener Maßnahmen des Arbeitgebers (zur Erhöhung der Arbeitsqualität) nie mit einer Entlassung gedroht. Der Bundesgerichtshof stellte fest, dass das hohe Lebensalter des Mitarbeiters die Voraussetzungen für die Sorgfaltspflicht erhöhung. Die späteren Entscheidungen unterstützten diese gestiegene Sorgfaltspflicht, schwächten sie aber auch wieder. Zumal die Sorgfaltspflicht sehr umfangreich ist und nicht generell präzise definiert werden kann, sondern immer an das entsprechende Beschäftigungsverhältnis angepasst werden muss.

Auch für jüngere Mitarbeiter waren und sind die Hindernisse für die Verletzung der Sorgfaltspflicht durch einen Unternehmer hoch. Damit wird dem schweizerischen Prinzip der Entlassungsfreiheit entsprochen. Die Rechtsanwältin Vanessa Niedermann ist bei der Anwaltskanzlei stakehelin in Basel tätig. Sie ist spezialisiert auf den Bereich des Arbeitsrechts. Regelmäßig berÃ?t sie Unternehmer und Arbeitnehmer und verfÃ?gt vor allem Ã?ber umfangreiche Erfahrung in der ReprÃ?sentation von Unternehmern in arbeitsrechtlichen Prozessanteilen.

Sie hält regelmäßig Vorträge und veröffentlicht auf dem Gebiet des Arbeitsgesetz.

Die ultimative Gelegenheit für Ältere ArbeitnehmerInnen

Der Bundesgerichtshof hat den Kuendigungsschutz fuer aeltere Arbeitnehmer verschaerft. Für die Auftraggeber bestehen zusätzliche Verpflichtungen. Aufgrund der Entlassungsfreiheit können in der Schweiz Arbeitnehmer von den Betrieben leicht auf die Straße gesetzt werden. Im Gegensatz dazu scheuen sich die Konzerne, in einem Land, in dem dies anders ist, überhaupt jemanden zu engagieren. Doch auch in der Schweiz ist es den Arbeitgebern nicht erlaubt, ihre Mitarbeiter nach Belieben zu kündigen.

Das Schweizerische Schuldrecht ahnden Missbräuche mit einer Kompensation von bis zu sechs Matalöhnen. Dazu gehörte z. B. die Kündigung aufgrund gewerkschaftlicher Beteiligung oder aufgrund von persönlichen Merkmalen des Mitarbeiters. Der Bundesgerichtshof hat kürzlich die Entscheidung des Bundesgerichtshofs bestätigt, den Entlassungsschutz zu verschärfen, allerdings nur für Ältere. "Im Falle älterer Arbeitnehmer muss der Entlassungsart besonders Rechnung getragen werden", heißt es in einer richtungsweisenden Entscheidung vom 19. November 2014.

Die Entscheidung, die einem Teil der Grundgesamtheit de facto das Recht auf eine letztmalige Gelegenheit gewährt, berechtigt Denis G, einen Züricher Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Arbeitrecht. Hummert als beinahe umwälzend, da er den Entlassungsschutz für ältere Arbeitnehmer erweitert. Das Unternehmen entließ ihn, er kämpfte dagegen und kämpfte für eine - wenn auch nur moderate - Kompensation von zwei Monatsgehältern.

Der Bundesgerichtshof hat nicht gesagt, dass Unternehmen keine älteren Arbeitnehmer abbauen sollten. Sie müssen vor der Entlassung den Arbeitnehmer unterrichten, dann müssen sie auf ihn hören und ihm schließlich eine letztendliche Gelegenheit einräumen. Humbert hat bei einer vom Europa-Institut in Zürich organisierten Aktion kritisiert, dass es tatsächlich Aufgabe des Gesetzes sei, dem Entlassungsschutz einen solchen neuen Glanz zu verleihen.

Nichtsdestotrotz war die Entscheidung aus gesellschaftspolitischen Gründen richtig, denn gerade die älteren Arbeitnehmer, vor allem die ab dem Alter von 50 Jahren, sind besonders schützenswert. Gemäss einer kürzlich veröffentlichten Untersuchung des Wirtschaftsforschungsinstituts KOF an der ETH Zürich sind Ältere nicht von einem überdurchschnittlich gestiegenen Risiko der Arbeitslosigkeit bedroht. Nichtsdestotrotz laufen Ältere Arbeitslose Gefahr, Langzeitarbeitslose zu sein.

Mit der Entscheidung "letzte Chance" hat der Bundesgerichtshof den Unternehmen verhältnismäßig geringe Verpflichtungen auferlegt, die ohne großen Kraftaufwand erfüllt werden können. Dabei wurde darauf geachtet, nicht exakt zu bestimmen, wie viele Jahre und Dienstleistungen ein Mitarbeiter eine letztmalige Aussichten hat. Dies hat wahrscheinlich verhindert, dass Unternehmen Entlassungen ankündigen, nur weil ein Mitarbeiter bald eine solche Obergrenze stößt.

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