Kooperative Beratung

Genossenschaftliche Beratung

Kooperative Beratung ist eine Methode zur Führung und Gestaltung von Gesprächen. Eine Beratung, die sich am menschlichen Bild und Handeln orientiert. Das Beratungskonzept "Cooperative Consulting" basiert auf dem humanistischen Menschenbild. Eine kooperative Beratung wird durch eine stimmige Kombination von Theorie und Praxis empfohlen.

Bezeichnung der

Es wurde 1988 von Prof. Dr. Wolfgang Mutzeck als unabhängige Beratungsform aufgesetzt und 1993 im Zuge einer Untersuchung der Bund-Länder-Kommission bewertet. Die Besonderheit der Genossenschaftsberatung ist die Äquivalenz des Expertenteams, des Beraters und des Ratsuchenden. Die Beraterin ist Expertin für Methoden und Arbeitsfelder. Das Konzept der partnerschaftlichen Beratung ist als Meta- oder Schachtelungstheorie zu verstehen (siehe Grafik unten).

Der Außenmantel wird durch die Annahmen des Menschenbildes gebildet, die die Grundlage für das Beratungskonzept darstellen und alle weiteren Rahmenbedingungen festlegen. Im Mittelpunkt steht das Beratungskonzept im engen Sinn, d.h. die Ausgestaltung, die Methodik und das Umfeld der partnerschaftlichen Beratung. Während der Entwicklungsphase des Genossenschaftlichen Beratungsdienstes wurden Anstrengungen unternommen, um ein so einheitliches und stringentes Konzept wie möglich zu verwirklichen.

Dies bedeutet, dass sich das grundlegende Bild des Menschen, der Mensch als Reflexivsubjekt, die Aktionstheorie und die Konzipierung von Gespräch und Beratung nicht widersprechen, sondern sehr kohärent sind. Egal, ob wir Menschen erforschen, lehren, befragen oder befragen, wir funktionieren nicht ohne eine grundlegende Vorstellung von Menschen in einer bestimmten Freizeit.

Das Erklären der Annahme des Menschenbildes ist eine unerlässliche Bedingung für eine Lehre, die auch den Menschen als Beratungsgegenstand hat. Das Betreten eines Objekts, in diesem Falle der Person in einer Beratungslage, ist daher nicht unbedingt erforderlich. Die Kenntnis des Subjekts, also des zugrunde liegenden Menschenbildes, hat vielfältigen Einfluss auf den Beratungsablauf, z.B. wie der Betreuer den Ansatz gestaltet und ob er gewisse Kommunikationsbedingungen schafft oder nicht.

Erörtert werden die Ansätze der personenzentrierten, systemischen und kommunustheoretischen Physiologie (Groeben et al. 1988, Lutzeck 1988). Selbst wenn diese essentiellen menschlichen Kompetenzen individuell genannt werden, sind sie eine Gemeinschaft, eine Gesamtheit (für weitere Details siehe Lutzeck 1988; 2008a). Für den Konsultationsprozess sind das Aktionsmodell und die damit einhergehende Konstruktion der Realität von großer Wichtigkeit, sowohl für die Berücksichtigung, Erläuterung und Behebung eines Problemfeldes.

Ein detaillierter Überblick über die Handlungs-, Entwicklungs- und Unterbrechungstheorie, auf der die kooperative Beratung basiert und auf der viele Strukturen und Ausrichtungen der Beratung basieren, findet sich in Mutzeck 2008a. Vielmehr sollte eine verständnisvolle, kooperative und symbiotische Zusammenarbeit etabliert und gefördert werden. Beide Beratungsformen zeichnen sich grundlegend dadurch aus, dass bei der Direktionsberatung (vertikale) der Betreuer allein den Verlauf des Gesprächs festlegt und steuert.

Sie bestimmt direkt die Gestaltung der Beratung. Das Kommunikationsverhältnis zwischen dem Consultant und dem Beratungssuchenden ist unsymmetrisch und senkrecht. Dies bedeutet, dass es ein "oben", das Fachwissen des Betreuers, und ein "unten", die Bedürftigkeit der beratenden Person gibt. Diese vertikale Konsultation basiert auf einer Rangordnung der verschiedenen Werte der Zuständigkeiten. Die Fertigkeiten und das Wissen des Consultants, seine Beratungs- und fachliche Kompetenz sind von höherem Wert ("oben").

Übertrieben ausgedrückt, ist der Standpunkt eines solchen Beraters: "Ich kenn dein Anliegen und sag dir, wie du es löse. "Dagegen ist die waagerechte, weniger richtungsweisende Beratung durch die Schaffung und Unterstützung der Tätigkeit des Beratungssuchenden geprägt. Dabei gibt der Consultant Anregungen und Unterstützung. Im partnerschaftlichen Ansatz ist die Kommunikationsbindung symmetral und waagerecht, sowie tragfähig, vertrauenswürdig und umsetzbar.

In dieser genossenschaftlichen Beratungsform gelten die Zuständigkeiten des Betreuers und des Beratungssuchenden als äquivalent, d.h. das Wissen und die Ansichten des Beratungssuchenden über sich und seine Lebens- und Berufswelten sowie seine Mittel und Möglichkeiten, mit sich und seinen Mitmenschen zurechtkommen. Ratgeber und Ratgeber wissen um die Wichtigkeit der jeweiligen Zuständigkeiten und bemühen sich um Zusammenarbeit, "beraten sich gegenseitig".

In diesem symmetrisch horizontal angelegten Ansatz ist die Verteilung der Rollen nicht "Beratung" oder "Entgegennahme und Befolgung von Ratschlägen", sondern unter der methodischen Führung des Betreuers, dem Weg der Abklärung und Problemlösung (Frage, Aufgabenstellung, Konflikt) sowie der Implementierung der entwickelten Handlungsweise zu folgen. In dieser Beratungsform wird der Beratungssuchende immer zum aktiven Akteur: Er bemüht sich, sein Anliegen durch einen kooperativen, zielorientierten, strukturierten, transparenten und dialogfreundlichen Ansatz zu begreifen und zu erläutern, exploriert und setzt Mittel ein, entwickelt Lösungsansätze, entwirft Handlungsschritte und begleitete und denkt über deren Realisierung nach.

Das sind die Grundeinstellungen eines effektiven, personenzentrierten Gesprächs: Annahme, Einfühlung und Übereinstimmung (Rogers 1983, Tausch & Tausch 1990, Tausch 1990, Tausch 2008a Tausch 2008a Mutzeck 2008a). Dieses Denken einer innerlichen Einstellung muss sich in der Betonung des Handelns des Ratgebers, in den verwendeten Gesprächsführungselementen ausdrücken. Die folgenden Beratungsaktivitäten haben sich als unverzichtbare Diskussionsmethoden für die erfolgreiche Implementierung von kooperativer Beratung erwiesen:

Diese und andere Gesprächsweisen sind in der Publikation zum Thema Mobilität in Deutschland 2008b detailliert erläutert. Darüber hinaus sollte der Consultant Irrtümer wie Bewertung, Lehre, Moralisierung, Verharmlosung oder voreilige Lösungsfindung meiden. Nicht nur durch die Verbalisierung des Betreuers kommen die inneren Einstellungen und Beratungsleistungen zum Ausdruck, sondern werden auch durch seine Gesichtsausdrücke, Gesten und Blickkontakte ersichtlich.

Die Aus- und Weiterbildung und die Betreuung des Consultants ist auch aus diesem Grunde sehr erwünscht. Der Aufbau und die Arbeitsschritte der Genossenschaftsberatung haben das Bestreben, zu einer Lösung des Problems zu werden. Ihnen liegt eine sehr einfache und effektive Lösungsstrategie zugrunde: Basierend auf langjähriger Erfahrung in der Umsetzung der Lehrerausbildung und -beratung und einer Auseinandersetzung mit dem Übergang von Weiterbildungsinhalten in den beruflichen Alltag (Mutzeck 1988), kommt das Mobilitätskonzept folgende Etappen eines fachbezogenen und übertragungsorientierten Problemlösungskonzepts (Mutzeck 1992): Was war passiert?

Welche Maßnahmen führt zu meinem Projekt? Wer und was kann mir bei der Umsetzung dieser Maßnahmen in meinem beruflichen Alltag behilflich sein? Das Verfahren der Kooperations-Beratung ist verzweigtkettig und nicht geradlinig, d.h. nicht jedes Beratungsgespräch muss alle Phasen der Beratung absolvieren und eine Rückkehr in eine vorherige Zeit kann sehr hilfreich sein, wenn das angestrebte Ergebnis noch nicht erzielt wurde oder sich das Probem geändert hat.

Soll ein Problemfall, ein Streitfall usw. gelöst werden, so sollten alle neun Arbeitsschritte ausgeführt werden. Das Beratungsverfahren eignet sich aber auch, um nur die Elemente der Gesprächsführung oder individuelle Beratungschritte zu nutzen. Handelt es sich um eine schulische Karriere- oder Eingliederungsberatung, muss der Betreuer angemessene Angaben machen, damit der Ansprechpartner die erforderlichen Tatsachen, Verbindungen und Entscheidungen kennen kann.

Hier ist es z.B. zweckmäßig, auf die Wünsche der Beratungssuchenden einzugehen (hier nutzt er die Gesprächselemente, gibt dann die entsprechenden Auskünfte ( "neutral" und "nicht alles wissen" oder "herablassend") und bereitet dann die Entscheidungsfindung vor, indem er z.B. die Perspektive wechselt (Schritt 3), Ressourcen erkundet und aus der Problem- und Ressourcendarstellung Ideen und Gefühle verbalisiert (Schritt 2).

Es können die folgenden Arbeitsschritte folgen: Lösungssuche (6), Entscheidungsvorbereitung (Schritt 7) und Umsetzungsvorbereitung (Schritt 8). Aber auch ohne diese Hilfsmittel kann der Interviewer während der Beratung oder zu Haus die Wahl fällen. Handelt es sich beispielsweise um eine planerische Tätigkeit (Projekt, Schülerkonzept, etc.), ist es z. B. sinnvoll, die Arbeitsschritte Zielsetzung (Schritt 4), Lösungssuche (Schritt 6), Entscheidungsvorbereitung (Schritt 7) und Umsetzungsvorbereitung (8) durchzugehen.

Aber auch in anderen Beratungssitzungen ist die Verwendung der Beratungselemente und einzelner Stufen der Kooperations-Beratung hilfsbereit und unterstützende Wirkung, z.B. bei der Diagnose zur Ermittlung eines Bedarfs an (Sonder-)Bildungsunterstützung, bei der Weiterverfolgung eines Krankenhauses, bei der Zielvereinbarung, etc. 3 ) Die Gestaltung der Genossenschaftsberatung ist offen für Neu- und Ausbauten. Beispielsweise kann es sinnvoll sein, den eher "diagnostischen" Teil der Beratung (Schritte 1-4) durch Klassenbeobachtungen, Konversationen mit anderen unmittelbar oder mittelbar Betroffenen oder andere Diagnoseverfahren zu unterlegen.

Darüber hinaus kann es Beratungsaufstellungen gibt, in denen es sinnvoll, manchmal gar notwendig ist, spezielle Rahmenbedingungen und Strukturen zu schaffen und Material zu verwenden (Geschlecht, Jugend, Migrationsberatung etc.); selbst die genetische Beratung (Jung 2004) hat sich der Kooperations-Beratung verschrieben. So hat sich beispielsweise in der Kooperations-Beratung mit Kleinkindern die Arbeit mit Material und/oder Spielzeug als sehr erweisen.

Allerdings sollte bei der Wiederherstellung von Problemlagen mittels Rollenspielen, Zahlen und dem dazugehörigen Umfeld (siehe Lutzeck 2000) ein spezifisches Verfahren angewendet werden, um nicht Fantasiespiele, sondern greifbare situationsbedingte Beschreibungen zu erlangen, auch wenn es sich, wie bei allen Problembeschreibungen, um eine eigenständige Subjektivierung der Realität auswirkt. Informationen zur Beratung mit Kleinkindern und Heranwachsenden sind enthalten:

Diese kooperative Klassenkommission wird von einem Lehrer vorgestellt und betreut, aber die Jugendlichen nehmen die Führung immer häufiger selbst wahr. Sie lernen auch die demokratischen Manieren wie Unabhängigkeit, Verantwortungsbewusstsein und angemessene Problemlösungskompetenz (Mutzeck 2008b)Mutzeck 2008b). Um Pädagoginnen und Pädagogen, Lösungsansätze und Unterstützung für spezielle Bedürfnisse und Aufgabenstellungen in ihrer täglichen Arbeit anbieten zu können, gibt es heute viele spezielle Formen der partnerschaftlichen Beratung.

In diesen besonderen Verfahren wie kooperative Mannschaftsberatung, kollegiale Betreuung, kooperatives Coaching von Heranwachsenden oder Erwachenden, kooperative Vorbereitung und Aktualisierung von Unterstützungsplänen (KEFF), kooperative Lehrberatung wird beschrieben: Informationen, die zur Förderung der Innovationsleistung und Umsetzung der Genossenschaftsberatung beiträgt, sind in der Rubrik Kooperationsberatung 2008a zu lesen. Fachliteratur: Delfos, M.F. (2004): ? Gespräch mit Kinder.

Der Forschungsschwerpunkt Theoretische Theorie (1988): Das Programm Theoretische Theorie. Consulting zwischen Training und Alltagsleben. Qualitativ hochwertige Untersuchung zum Theorie-Praxistransfer in der Berufsausbildung für die kooperative Beratung. Fachzeitschrift für Heilspädagogik, Issue 5, 162-167. Köster-Goorkotte, I. /Chow, S. (2004): Counselling processes with children. Darin: Nesttmann, F., Engel, F./Sickendiek, U. (Ed.): The Handbook of Advice, Volume 1: Disciplines and Approaches.

Tübingen, 257-267. Langer, I. /Langer, S. (2005): Begleitung und Beratung junger Menschen. Lenz, A. (2001): Teilnahme von Schülern an Beratung und Behandlung. Von der Intention zum Tun: Von der Intention zum Tun (1988). W. (1992): Grundlegende und methodische Fragen der Beratung in besonderen pädagogischen Handlungsfeld. Die Pädagogik der Verhaltensstörungen und die Bildungshilfe. Grundlegende Kenntnisse und Verfahren der Beratung und Betreuung im beruflichen Alltag.

Grundlegende Kenntnisse, Methodik, Training, Wirksamkeit. Pootthoff, U./Steck-Lüschow, A./Zitzke, E. (1995): Konversationen mit Schülern. Konversationssituationen, Methodik, Übungen, Tricks, Gedanken. Rutlinger, Chr. (2004): Beratung für junge Menschen. Darin: Nesttmann, F./Engel, F./Sickendiek, U. (Ed.): The Manual of Advice, Volume 1: Disciplines and Approaches. Darin: Corsini, R.J. (Ed.): Manual of Psychotherapy. Ryan, T./Walker, R. (2004): Wo hingehöre ich hin?

Biografiearbeit mit Kinder und Jugendliche. Darin: Steinebach, C. (Hrsg.): Manuelle Selbsthilfeberatung.

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