Kleinbetrieb Kündigungsfrist 2 Wochen

Kündigungsfrist für Kleinunternehmen 2 Wochen

In der Probezeit kann eine Kündigungsfrist von zwei Wochen pro Tag vorgesehen werden. Verlängerte Kündigungsfristen sind in § 622 II geregelt. Die gesetzliche Kündigungsfrist für kleine Unternehmen verkürzen? Der Anstellungsvertrag enthält eine Kündigungsfrist von 4 Wochen zum Ende des Quartals. Darf mich mein Dienstgeber jetzt im Monat 11.

zum 31.12.2013 entlassen oder gilt die Kündigungsfrist von 5 Monate (trotz abweichender arbeitsvertraglicher Regelung)? Hier habe ich im Netz von unterschiedlichen Ansichten gelesene, einige Arbeitsgerichte wie z.B. Mainz haben hier aber wahrscheinlich in erster Linie der Mitarbeiter beschlossen, dass die längere Kündigungsfrist auch bei Kleinunternehmen NICHT durch Dienstalter vertragsgemäß gekürzt werden darf, sondern nur die Grunkündigungsfrist von 4 Wochen variieren kann, so dass die Bekanntmachung nicht zum Fünfzehnten oder zum Ende des Monats erfolgen muss.

Zusammengefasst: Wenn mein Auftraggeber mich jetzt abberuft, muss er das 5 Monate im Voraus tun, ja oder nein? Längere Ankündigungsfristen sind in 622 II festgelegt. Die verlängerten Laufzeiten beziehen sich nur auf die Beendigung durch den Auftraggeber. Sofern nicht anders vereinbart ( 622 IV bis VI), kann der Mitarbeiter das Anstellungsverhältnis daher auch nach mehreren Dienstjahren unter Berücksichtigung der Grundmündigungsfrist von vier Wochen zum fünfzehnten oder zum Ende des Monats auflösen.

Den Parteien des Arbeitsvertrags liegen die Kündigungsfristen nicht vor. Ein Austritt zu einem anderen Zeitpunkt als zum Ende des Monats ist daher auch dann nicht möglich, wenn der Dienstgeber das Dienstverhältnis mit einer längeren Kündigungsfrist als der Gesetzgebungsfrist beendet und das Dienstverhältnis zu einem anderen Zeitpunkt als zum Ende des Monats hätte beenden können (BAG 11. Juli 2007 NZA 2008, 476; 23. August 2008 AP BGB § 613?a Nr. 353 = NZA 2009, 29).

Anders als beim bisherigen Recht gilt die verlängerte Kündigungsfrist für alle Mitarbeiter gleichermaßen. In sieben Phasen erweitert das Bundesgesetz die Zeiträume auf bis zu sieben Monaten bis zum Ende des Monats, wenn das Anstellungsverhältnis seit 20 Jahren besteht (Preis, Abkündigungsrecht, § 622, Abs. 52). Damit können zwar vertragliche Ankündigungsfristen vereinbart werden, aber das Recht erweitert sie entsprechend der Dienstzeit von selbst.

Wenn darüber hinaus einzelne Vertragsfristen die gesetzlichen Termine einhalten, kommt die verlängerte Frist zur Anwendung, weil sie für den Mitarbeiter günstiger ist. Ihre AG kann daher nicht zum 31.12. gekündigt werden, sondern mit 5 Monate Durchlaufzeit. Bei der Kalkulation von Resturlaub und Termin!

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