Hr Compliance

HR-Compliance

Überblick Personal- oder Personalmanagement ist für die Compliance von doppelter Bedeutung. Zahlreiche übersetzte Beispielsätze mit "hr compliance" - Deutsch-Englisches Wörterbuch und Suchmaschine für Millionen von deutschen Übersetzungen. Konformität und Arbeitsrecht: Was die Personalabteilung wissen muss Konformität kommt aus dem Deutschen und heißt übersetzt soviel wie "Handeln nach den geltenden Regeln". Unter Compliance versteht man in einer allgemeinen Begriffsbestimmung die Beachtung von Gesetzen, aufsichtsrechtlichen Vorschriften und selbstverpflichtenden Vorschriften (z.B.

Verhaltenskodex, interne Richtlinien, etc.). Dass Compliance auch im Arbeitsrecht von herausragender Wichtigkeit ist, liegt auf der Hand.

Hierzu gehören vor allem die verbindlichen Vorschriften des Schuldrechts, aber auch die Vorschriften zum Arbeits- und Gesundheitsschutz, die sich vor allem im Arbeitsgesetzbuch widerspiegeln. Auf der anderen Seite eröffnet das Berufsrecht durch die arbeitsrechtlichen Instrumentarien auch die Chance, die Beachtung von Gesetzen, Regulierungsstandards und selbst verpflichtenden Regeln durch die Arbeitnehmer zu gewährleisten oder im Falle von Verstößen zu bestrafen.

Unter Compliance versteht man aber auch die Vermeidung von Haftung durch die Einhaltung der für das jeweilige Unter-nehmen geltenden gesetzlichen Vorschriften aller Art. Im Arbeitsrecht könnte man vor allem an etwaige Geldbußen bei einem Verstoß gegen die Schutzbestimmungen zugunsten der Mitarbeiter oder an Haftpflichtfälle durch den Verlust des Versicherungsschutzes bei vermeidbaren Arbeitsunfällen denke. Mit der Gewährleistung der Einhaltung im arbeitsrechtlichen Umfeld kann auch vermieden werden, dass ein Unternehmer ohne vorherige Abmahnung mit Arbeitnehmeransprüchen (z.B. Überstundenvergütung) konfrontiert wird, die vor Gericht geltend gemacht werden können.

Compliance wird auch als ein Unternehmensmodell mit Verfahren und Regelungen bezeichnet, das die Erfüllung gesetzlicher Anforderungen und interner Normen gewährleistet. Obwohl es kein durchgängiges Gesamtkonzept für ein wirksames Compliance-Management gibt, können die folgenden Basiselemente als zentrale Elemente erachtet werden: 1: Konformität ist eine Führungsaufgabe: Die Unternehmensleitung ist der Rechtschaffenheit als Kernelement der Firmenkultur verpflichtet und gibt einen diesbezüglichen Verhaltensregeln (sog. "Ton von und an der Spitze") heraus.

Prinzip der Risikoauslastung: Die Compliance-Bemühungen müssen in einem ausgewogenen Verhältnis zum Risiko des Unternehmen gestanden haben. Konformitätsorganisation: Es müssen organisatorische Maßnahmen getroffen werden, um Gesetzesverstöße in den ermittelten Risikofeldern zu verhindern. Nicht nur die Überzeugungsarbeit der entsprechenden Abteilungsleiter genügt, sondern es ist eine bestimmte Einrichtung mit ausreichender materieller und personeller Ausstattung vonnöten.

Kleine Firmen können vereinfachte Maßnahmen zur Erfüllung der Gesetze ergreifen, während größere Firmen eine umfangreichere Compliance-Organisation haben. Einhaltungsanforderungen:: Alle Compliance-relevanten Daten in einem Betrieb müssen in schriftlicher Form festgehalten werden. Monitoring und Kontrolle: Alle Compliance-Maßnahmen bringen nicht zum angestrebten Erfolg, solange ihre Umsetzung nicht durchgesetzt wird. Darüber hinaus ist sicherzustellen, dass die eigenen Compliance-Maßnahmen des Unternehmens selbst regelmäßig auf ihre Effektivität hin geprüft werden.

Konformität ist keine Option, sondern muss zielgerichtet durchgesetzt werden. Compliance sollte nicht nur als notwendig stes Böses, sondern auch als Möglichkeit begriffen werden. Darüber hinaus trägt Compliance dazu bei, die Abläufe im Betrieb zu optimieren und die Stabilität des Unternehmensmodells zu sichern und kann so zu einem Wettbewerbsvorteil werden. Auf dem Gebiet des Arbeitsvertragsrechts gibt es zwei spezielle Anforderungen an den Arbeitgeber:

Dabei sind insbesondere folgende Punkte zu beachten (exemplarische Auswahl): Arbeitszeiterfassung: Die Unternehmer sind angehalten, alle Register oder andere Dokumente aufzubewahren, aus denen die für die Rechtsdurchsetzung notwendigen Informationen für die Vollstreckungsstellen zur Einsicht gelangen können. Andererseits erhebt sich auch die Fragestellung, über welche Mittel des Arbeitsgesetzes ein Unternehmer verfügt, um die Compliance effektiv durchzusetzen, nicht nur in den Bereichen des Arbeitsgesetz.

Für die Durchsetzung der Compliance-Anforderungen eignen sich vor allem folgende Möglichkeiten: Arbeitsvertrag: Arbeitsverhältnisse sind oft recht kurz und beziehen sich auf die diesbezüglichen Regelungen. Gestützt auf Art. 321 d des Schweizerischen Obligationenrechts kann der Auftraggeber Aufträge und Anweisungen über die Durchführung von Arbeiten und das Wohlverhalten der Mitarbeiter im Unternehmen ausstellen.

Zum einen können Regelungen den Anstellungsvertrag als weiteren vertraglichen Inhalt vervollständigen, dafür ist es jedoch erforderlich, dass diese bei Vertragsschluss dem jeweiligen Mitarbeiter zur Kenntnis gelangen und genehmigt werden (dies kann durch die allgemeine Unterzeichnung des Vertrages geschehen). In diesem Fall ist keine Einwilligung erforderlich, sondern die Mitarbeiter müssen informiert werden. In einer Betriebsverordnung müssen Vorschriften zur Gesundheitsversorgung und zur Unfallprävention sowie - falls erforderlich - auch Vorschriften über das Arbeitsverhalten der Mitarbeiter und den Auftrag im Werk enthalten sein.

Die Unternehmensregeln ermöglichen es dem Auftraggeber vor allem, (Disziplinar-)Geldbußen zu verhängen.

Auch interessant

Mehr zum Thema