Freiberuflich oder Gewerblich

Selbstständig oder kommerziell tätig

bei Selbständigen das Risiko, aufgrund seiner gleichzeitigen gewerblichen Tätigkeit als Gewerbetreibender eingestuft zu werden. Im Allgemeinen lässt sich jedoch nicht eindeutig feststellen, ob die Sachverständigentätigkeit tatsächlich als freiberufliche oder eher gewerbliche Tätigkeit einzustufen ist. Eine steuerliche Trennung zwischen dem freien Beruf und der gewerblichen Tätigkeit besteht, wenn der Steuerpflichtige beide Arten von Tätigkeiten ausübt.

Handelszeit gemäß Handelsgesetzbuch Handelszeit gemäß Handelsgesetzbuch.

Lediglich der Unternehmer ist zur Gewerbeanmeldung beim für ihn verantwortlichen Gewerbetreibenden (Stadt, Gemeinde) und zur Zahlung der Gewerbeertragsteuer verpflichte. Selbständige müssen ihre Tätigkeiten beim Steueramt melden und gelten dem üblichen Einkommensteuersatz. Eine Handelsgesellschaft, die nach Typ und Ausmaß einen gewerblichen Betrieb voraussetzt, muss in das Firmenbuch eintragen werden und ist damit zur zweigleisigen Buchhaltung angehalten.

Nur wenn er die Gesellschaftsform einer Gesellschaft oder AG gewählt hat (es gibt auch die Personengesellschaft, die jedoch nicht im Firmenbuch, sondern im Gesellschaftsregister eingetragen ist), wird der Freelancer in das Firmenbuch aufgenommen. Selbständige - mit Ausnahmen der im Firmenbuch registrierten Personen - sind nicht verpflichtet, eine Bilanz zu erstellen, und zwar ungeachtet der Größe ihres Umsatzvolumens oder Gewinnes (die Gewinn- und Verlustrechnung ist ausreichend).

Kaufleute sind obligatorische Mitglieder der IHK oder der IHK. Andernfalls haben nur wenige Freiberufler eine Zwangsmitgliedschaft in der "Kammer der freien Berufe". Für den Terminus "Unternehmen" gibt es verschiedene Begriffsbestimmungen im Gewerbesteuergesetz und in der Handelsgesetzbuch. Zu den typischen Handwerkern gehören Handwerk und Gewerbe, Einzelhandel, Makler- und Vermittlertätigkeit, Transport- und Gastronomiebetriebe.

Ein unabhängiges nachhaltiges Unternehmen, das mit der Zielsetzung der Gewinnerzielung betrieben wird und sich als Teilnahme am allgemeinen Wirtschaftsverkehr präsentiert, ist ein Unternehmen, wenn die Tätigkeit weder als eine Tätigkeit der Land- und Forstwirtschaft noch als eine freie Berufsausübung noch als eine andere unabhängige Tätigkeit zu betrachten ist. Im Personengesellschaftsgesetz (PartGG) werden die Freiberufler wie nachfolgend beschrieben definiert:

"eDer freie Beruf beinhaltet im Allgemeinen auf der Grundlage einer besonderen beruflichen Qualifizierung oder eines kreativen Talents die individuelle, autonome und selbständige Bereitstellung von Diensten auf einem höheren Niveau im Sinne der öffentlichen Hand und der Öffentlichkeit. "Aus Sicht des materiellen Geltungsbereichs der gewerberechtlichen Regelungen werden die Freiberufler in der Regel in freie wissenschaftliche, künstlerische und literarische Aktivitäten auf der einen Seite und hochschulpflichtige personenbezogene Dienste auf der anderen Seite untergliedert.

Der freie Beruf ist gekennzeichnet durch die hohe Ausbildungsqualität, oft akademisch, und durch die Art der angebotenen Leistungen, die das Ergebnis eines höheren Bildungsniveaus sind und die auf Eigenleistung, Verantwortungsbewusstsein und ein besonderes Vertrauensbekenntnis setzen. Die individuelle Leistungserbringung steht nicht im Widerspruch dazu, dass der Freelancer jederzeit die Hilfe von professionell ausgebildeten Arbeitskräften in Anspruch nehmen kann.

Die Repräsentation im Falle einer vorübergehenden Invalidität schließt nicht aus, dass eine leitende und eigenverantwortliche Funktion übernommen wird. In § 18 EGStG teilt das Einkommenssteuergesetz die Freiberufler in die "Katalogberufe" und die "ähnlichen" Gewerbes. Ähnliche Berufe" sind Aktivitäten, die einem bestimmten Katalogberuf ähnlich sind (z.B. Psychotherapeut, Unternehmensberater).

Der Unterschied zwischen freiberuflichen und gewerblichen Aktivitäten außerhalb der Kataloge ist in der Praktik oft umstritten. Steuerbehörden und Handelskammern richten sich bei der Einzelfallprüfung nach korrespondierenden Verwaltungsvorschriften und den vielen Gerichtsentscheidungen, aus denen sich weitere Einschränkungen ableiten lassen. Für die Einzelfallprüfung sind die folgenden Punkte von Bedeutung. Wenn sich ein Unternehmensgründer nicht ganz sicher ist, ob er eine kaufmännische oder selbständige Erwerbstätigkeit betreibt, sollte er sich beim verantwortlichen Steueramt erkundigen.

Das Konzept des "freien Berufs" ist von dem des "Freiberuflers" zu differenzieren. Freelancer " ist eine Personen, die auf der Grundlage eines Dienstleistungs- oder Arbeitsvertrages für andere Personen/Firmen Bestellungen ausführt oder Projekte für ein Unternehmertum beaufsichtigt, ohne in das Unternehmertum integriert zu werden. Bei einem Freelancer kann es sich um einen Freelancer, einen Händler oder einen anderen Selbständigen handeln.

"Die " echten " Selbständigen sind jedoch nicht diese Menschen, wenn sie vom öffentlichen Auftrag abhängen und an Weisungen gebunden sind, keine Möglichkeiten der ungehinderten Gestaltung der Arbeitszeit haben oder kein unternehmerisches Risiko haben. Prinzipiell kann eine Person neben einer selbständigen Erwerbstätigkeit auch eine kaufmännische Erwerbstätigkeit ausübt. Jede Aktivität wird dann aus steuerlicher Sicht für sich selbst bewertet, wenn die Aktivitäten nach Ansicht der Öffentlichkeit getrennt werden können, d.h. es besteht kein materieller und ökonomischer Bezug zwischen den Aktivitäten oder nur bestimmte wesentliche und ökonomische Anlaufstellen.

Die Steuerzahler verdienen dann Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb und der freien Mitarbeit Seite an Seite. Allerdings wird die Trennung schwierig, wenn die Freelancer- und Handelsaktivitäten so verzahnt sind, dass sie untrennbar verbunden sind. Wenn z. B. ein Abgabepflichtiger seinem Mandanten ein einheitliches Ergebnis verdankt, ist die zur Vertragserfüllung notwendige Leistung regelmässig als einheitlich zu bewerten.

Dabei ist die ganze Aktivität entweder als freiberuflich oder kommerziell zu betrachten, je nachdem, welcher Teil ihr "das Impressum" gibt. Beispiel: Ein Mediziner führt eine Praxis, einen Kurort oder ein Kurhaus als Wirtschaftsunternehmen. Die medizinischen Dienstleistungen sind Teil seiner kommerziellen Aktivität. Aus diesen kommerziellen Aktivitäten resultiert, dass ein Freelancer die Gesamttätigkeit als gewerblich einstuft (Tierärzte, die gegen Gebühr Arzneimittel oder Schutzimpfstoffe liefern; Ophthalmologen, die Contactlinsen zusammen mit Pflegeprodukten verkaufen).

Wenn sich Mitglieder eines Freiberuflers zu einer Partnerschaft (GbR) zusammenschließen, haben die Partner nur dann ein liberales Berufseinkommen, wenn alle Partner die Eigenschaften eines Freiberuflers haben. Ein Aktionär darf nicht nur eine Kapitalbeteiligung haben oder andere Aktivitäten als die der Freiberufler ausüben. Die Gesellschaft darf keine Kapitalbeteiligung haben. Führen Partnerschaften auch nur teilweise eine kommerzielle Aktivität aus, so wird ihr gesamtes Geschäft als kommerziell behandelt.

Ein Unternehmen (GmbH, AG), gleich welcher Art, wird nie als Freelancer betrachtet, sondern ist aufgrund seiner rechtlichen Form ein Wirtschaftsunternehmen. Es gibt für Handwerker spezielle Vorschriften zur obligatorischen Versicherung für Menschen, die ein Gewerbe führen oder nach 19 HwO im Register registriert sind. Für gefälschte Selbstständige nach 7 SGB VI und für Selbstständige ohne obligatorisch versicherte Mitarbeiter mit nur einem Kunden nach 2 Abs. 9 SGB VI besteht die Pflicht zur Sozialversicherung sowohl für Kaufleute als auch für Selbstständige.

Ein Teil der Freelancer (z.B. freiberufliche Lehrkräfte und Pädagogen, Krankenschwestern und -pfleger sowie Kunstschaffende und Publizisten) hat auch eine Pflichtversicherung in der Pflichtrentenversicherung nach § 2 SGB VI. Kammerfreiberufler (z.B. Mediziner, Anwälte, Notare) sind über ihre obligatorische Mitgliedschaft in den beruflichen Pensionskassen der Pensionsversicherung angeschlossen. Der andere Teil der Freelancer unterliegt nicht der Pflichtversicherung oder kann von der Pflichtversicherung befreit werden.

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