Finde nicht den Richtigen Job

Nicht den richtigen Job finden

Durch die Klarheit über Ihre eigenen Fähigkeiten finden Sie den richtigen Job. Die richtige Aufgabe ist die, die du erledigen kannst - und nicht die, die dir gefällt. Helft mir! Helft mir! Es fehlt mir nur noch der richtige Job!

Weshalb gelingt es so vielen von ihnen, zumindest annähernd den richtigen Weg zu gehen, das zur Hälfte rechte Studienfach zu suchen und einen Berufsstand zu suchen, den Sie zumindest ein wenig genießen und für den Sie auch ein gewisses Potenzial haben? Warum muss ich so lange herumlaufen und kann nicht auf einen gelben Ast steigen?

Weshalb gibt es Menschen wie mich, die ihren festen Sitz in der Arbeitswelt haben? Als Mann bin ich 27 Jahre jung und habe vor einigen Monaten meine Berufsausbildung zum IT-Fachmann für Applikationsentwicklung absolviert, bin aber mit meinem Berufsstand extrem verärgert, denn zum einen macht es mir keinen Spass und zum anderen habe ich das Bedürfnis, fast nichts tun zu können.

Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht, mit welchen Qualifikationen ich mich bei einem anderen Konzern bewähren soll. Glücklicherweise hat mein Betrieb die Macht übernommen, was wahrscheinlich darauf zurückzuführen ist, dass die Entscheidungsträger in meinem Betrieb keine Vorstellung davon haben, was ich tue und noch nicht entdeckt haben, dass ich nicht viel habe.

Zum Glück bin ich nicht allein in meiner Fachabteilung, so dass es nicht so offensichtlich ist, dass ich kaum etwas tun kann - als vollwertiger Applikationsentwickler. Deshalb kann ich in diesem Berufsstand keine Perspektive für mich sehen. Man kann nicht viel tun und es mangelt mir auch an der nötigen Leistungsbereitschaft und dem Wunsch, etwas daran zu verändern.

Als ich vor zwei Jahren in meinem ersten Ausbildungsjahr war, hatte ich noch das Gefuehl, dass ich auf dem richtigen Weg war, aber mit der Zeit nahm mein Interessengebiet ab. Ich will inzwischen mit allem so wenig wie möglich zu tun haben. Ich tue im Privaten überhaupt nichts in diese verhängnisvolle Art und Weise, was in meinem Job sehr tödlich ist, denn man muss sich ständig entwickeln.

Aber ich bin auch der Meinung, dass es meinen Vorstellungen und Fertigkeiten nicht gerecht wird. Aber ich bin kein "Wichser". Ich möchte mich nicht bis ins kleinste Details mit einem bestimmten Thema oder Sachgebiet beschäftigen, mich darauf konzentrieren und mich auf alle anderen Belange konzentrieren, wie es in diesem und vielen anderen Berufsgruppen üblich ist.

Ich habe bedauerlicherweise den Gefühl, dass man als solcher heute sehr große Probleme hat, in der heutigen Arbeitswelt Fuss zu fassen, zumal viele meiner Interessensgebiete in der Regel in den Geisteswissenschaften liegen. Jeder hat immer gesagt, dass jeder die Programmierung erlernen kann und es macht einfach Spass. Wir sind eines der wenigen Exemplare, die es nicht genießen, egal wie sehr sie sich bemühen, ihre Leidenschaft dafür zu ergründen.

Auch das war der Anlass für mich, an meiner Bildung festzuhalten und sie schlichtweg zu absolvieren, denn offenbar hat jeder, egal wie unbekannt er mit dem Thema ist, Recht und es ist sehr schwierig, etwas mit den Humanwissenschaften zu finden. Keine Ahnung, ob mit mir etwas nicht in Ordnung ist, oder ob es nur so ist, dass ein paar Leute diesen Job nicht haben.

Tatsächlich kenn ich nur beispielhaft Menschen, die sich für diesen Berufsstand neu fortbilden ließen, weil sie in ihrem bisherigen Berufsstand nichts fanden, oder Hochschulabsolventen, die mit ihrem Studiengang - vor allem in den Geisteswissenschaften - nichts fanden und die dann noch diese Berufsausbildung an ihnen haben. Es existiert nicht! Es existiert nicht! Nun, nach meinem High-School-Abschluss war ich mir zunächst nicht ganz sicher, was ich tun sollte.

Lediglich meine Erziehungsberechtigten waren damit nicht einverstanden. Man wollte, dass ich um jeden Preis ein MINT-Fach wählte, oder etwas anderes, das mir später einen festen Job geben würde, und man wollte mich bei meinen Plänen auf keinen Fall aufhalten. Als ich versuchte, mich an diversen Universitäten für Grafikdesign zu interessieren, hatte ich unglücklicherweise nur sehr wenig Zeit, da meine EItern mich drängten, rasch loszulegen.

Zur Kompromissfindung zwischen Natur- und Gesellschaftswissenschaften wechselte ich in die Geografie, was nicht das einzig Mögliche war. Nachdem ich endlich zu Haus gehen wollte, beschloss ich, eine Lehre zu machen und mein eigenes Vermögen zu erwirtschaften. Das schöpferische Engagement führte mich zunächst zum Mediendesigner, aber hier musste ich rasch erkennen, dass das erwartete Lohnniveau von Hin- und Rück nicht ausreicht, um während der Berufsausbildung weiter zu bestehen.

Ich habe mir als PC-Kenner dann den Berufsstand des Applikationsentwicklers angesehen, weil ich gedacht habe, dass ich hier auch mal ein bisschen kreativer sein kann und auch ein gutes und gesichertes Einkommen hat. Unglücklicherweise bin ich jetzt dort, wo ich bin, und bin mir bewusst, dass dies nicht die rechte Zeit war. Ich mag es nicht!

Jetzt bin ich 27 und in der Arbeitswelt komplett untergegangen. Es kann nur hoffentlich noch eine ganze Weile dauern, bis jemand in meinem Betrieb feststellt, dass ich nicht mein ganzes Gehalt ausmache. So erschöpft bin ich und weiss nicht, ob ich noch 3 oder 5 Jahre Büffel durchmachen würde.

Auch ich habe es satt, von einer lebenden Person von Mensch zu Mensch zu sein. Keine Ahnung, ob mit mir etwas nicht in Ordnung ist. Es war so viel Zeitverschwendung für Dinge, die für mich vollkommen bedeutungslos waren. Doch woher soll ich wissen, ob der nÃ??chste Weg, den ich einschlage, nicht vielleicht ganz im Irrtum liegt?

Rückblickend betrachte ich viele meiner Entscheide als schlichtweg tödliche Irrtümer, die ich nicht mehr machen würde. Wie ich in drei Jahren über die von mir jetzt getroffene Wahl denken werde - von der ich vielleicht noch fest entschlossen bin.

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