Der Mentor

Die Mentorin oder der Mentor

THE MENTOR von Daniel Kehlmann. Wien, 7. Juni 2012. Es geht um Gold und Würde.

Wien, 7. Juni 2012. Es geht um Gold und Würde. Zunächst kommt der ehemalige, ehemals bekannte Dichter Benjamin Rubin im Landsitz der Foundation an. Für eine fünfstellige Gebühr wurde er als Mentor eingestellt und soll mit dem Jungautor Martin Wegner über seine neueste Arbeit sprechen und ihm Vorschläge unterbreiten.

Vergeblich und fordernd (die Art von Whisky! die Einrichtung des Raumes! das Bett!), seine Bongotten mehrmals wiederholen, die Legende des Schriftstellers Rubin rollt über den Organisator der Gründung (Siegfried Walther schießt aus der kleinen Partie wunderschöne Funken, er gibt diesem kulturellen Handlanger gleichzeitig herrlich servilen aufgeregten und sich selbstbewussten Druck). Bei der Ankunft des jungen Kollegen mit seiner Ehefrau wird deutlich: Es wird nicht gut zu den Autoren passen.

Nach der Lektüre von Rubin Weingers neuem Buch "Namenlos" fasst er zunächst seine Kategorisierungskritik zusammen, aber dann wird klar: Die ganze Arbeit des arrivierten jungen Kollegen ist nicht gut, "reiner Unsinn macht kein Geheimnis". Die Problematik: Rubin war früher einmal von Erfolg gekrönt, aber Wegener ist es im Moment. Der Rubin repräsentiert einen starren Realien, so wie es ihm gefällt, wie er es vorgibt.

Rubin hat nie wieder etwas ähnlich Wichtiges komponiert. Dabei kann der jugendliche Pfadner auf die aktuellen Ergebnisse und eine Rezension zurückgreifen, die ihn "die Sprache einer Generation" nennt. Während der Stiftungsbeamte selbst kunstvoll arbeitet und seine Bilder auf dem Pod zeigt, begeistert sich die reizvolle Ehefrau des jungen Autors, die als feste Mitarbeiterin des Nationalmuseums für Kunstgeschichte und Kunstgeschichte heiratet, seit ihrer Jugend für Rubins "Der lange Weg".

Wenn der von Rubin unsicher gewordene Pfadner, der ebenso souverän wie bramabarring ist, seine Ehefrau unmittelbar nach ihren Vorstellungen befragt, wird die künstlerische Bewusstseinskrise auch zu einer Ehenkrise. Schriftlicher Druck, gegen den Wunsch nach Kindern zu schaffen, Alltagsleben mit schmutzigen Geschirren ("Wir sind geheiratet, es geht immer um Geschirr") gegen den Eigennutz eines Schriftstellers, zu diesem Zweck ausweichend zu skeptischen Sätzen der Ehefrau über die Arbeit ihres Ehemannes - all dies führte nach seinem heftigen Zank mit Rubin über Echtheit und Fantasie zur Katastrophe.

Wegener verlässt verärgert und vernichtet alle Geräte, auf denen sein Arbeit "Namenlos" zu sehen ist. Doch seine zurückgelassene Ehefrau ist von Rubin versucht, eine Affäre mit Sprichwörtern über Wünsche und Realitäten, Träume und Realitäten zu machen. Das liegt nicht nur daran, dass es einem kitschigen Männerroman zu entspringen schien, sondern auch daran, dass Ruth Brauer-Kvam auf der einen Seite ihre physische Anziehungskraft umfassend zeigt und auf der anderen Seite Wegeners junger Ehefrau ein reflektierend-intelligentes Selbstvertrauen verleiht.

Flirten Sie mit dem Altgenie: Herbert Föttinger, Ruth Brauer-Kvam. Sepp GallauerWarum fällt sie auf die Parolen des Klopfens alter Poeten ein, die Herbert Föttinger, der für die Funktion zu jung ist, nur als attraktiver Genussmensch gibt, anstatt Authentizität mit Zweifeln an sich selbst und Kreativität einzugestehen, lässt sich nur durch den bewusst boulevardischen Charakter des Spiels begründen.

Als Martin Wegner (Florian Teichmeister bringt ihn dazu, wunderbar zwischen Selbstvertrauen, Selbstironie und Zweifel zu oszillieren) mit Überresten seines Manuskripts zurückkehrt, kann er die wertschätzenden Bemerkungen von Rubin zeigen. Anscheinend waren die abfälligen Bemerkungen von Rubin nicht ehrlich, sondern vor allem ein Schachzug, um der jugendlichen Dame zu schmeicheln. Dennoch beweist die Wien-Premiere von "Der Mentor", dass er durchaus in der Lage ist, zu unterhalten: mit viel Witz, wenig satirischer Gestik und kaum angedeutet tieferem Sinn.

Leitung: Herbert Friedrich, Szenenbild und Kostüme: Herbert Schäfer, Dramaturgie: Ulrike Zemme, Licht: EM. Darunter: Herbert Friedrich, Florian Teichtmeister, Ruth Brauer-Kvam, Siegfried Walther. 2012 ) Herbert Föttinger: vor allem sein Auftritt in letzter Minute in der Hauptrolle für Michael Degen, der krank sein sollte. "Es ist, als wäre er schon immer für diese Figur bestimmt gewesen", sagt die Kritikerin Pöttinger.

Aber auch als Direktor, so Mayer, "hat er aus dieser Kleinigkeit viel gemacht". "Der Mentor" ist aus seiner Perspektive belanglos im Verhältnis zu Kehlmanns "großem ersten Drama" "Spirits in Princeton": eine "Testosteronshow der gehobenen Literatur", die der Kritikerin vorwirft, dass er nicht mit einem einzigen "passablen Monolog" für die eingeborene Tussi "zwischen erbärmlichen Schreiberlingen", "nicht einmal mit einem witzigen Kontrapunkt" gibt!

"Margarethe Affenzellervom Wienernorm ( "10.11.2012") hält dieses Gespräch für chauvinistisch und unwichtig. Direktor Helmut fing fing fing an, es in einen Bereich der Möglichkeiten zu bringen, weshalb die Produktion weniger veraltet schien als das Aufführen. In der Führungsrolle macht er auch aus der Perspektive dieses Kritikers keine schlechten Zahlen. "Der altmodische Stil dieses Stückes" kann aus ihrer Perspektive nicht weiterhelfen, "aber auch die massive und gefährliche Anwesenheit von Fechter.

Doch was das Wienertheater mit diesem Theaterstück wollte, wird aus Stadelmaiers Perspektive in dieser Erstaufführung nicht deutlich. "Laut Ulrich Weinzierl von der Zeitung Die World (10.11.2012) wurde diese Premiere der QualitÃ?t des "klugen und witzigen Drei-Akt-Spiels" nicht gerecht. Bei der Premiere ging es um die Frage, ob es sich um ein kluges und witziges Spiel handelt. Der Mentor" könnte aus seiner Perspektive sehr gut funktionieren: "als bösartige, schnelle und tiefgründige Comedy, als raffiniertes und kluges Unterhaltungsprogramm.

2012 ) "The Mentor" ist sicher, aber so altmodisch, formell und wenig Neues, dass man sich wundert, ob der Schriftsteller so routiniert und schriftlich geklärt ist, wie er es in seinen Vorträgen tut, die durch die lange Geschichte des Theatergeschehens rasen. Dem Direktor und Hauptspieler Herbert Föttinger, der seine doppelte Funktion "wie das ganze Spiel gestaltet war: effektiv mit Wirkung rechnen und ganz vergeblich" erfüllt hatte, musste er danken.

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