Definition Psychosozial

Begriffserklärung Psychosoziales

Psychosoziale Beratungslandschaft - ein anregender Begriff. Deshalb gibt es keine einheitliche Definition von "psychosozial". Sozialpsychologische Diagnose Flappentext (Psychiatrie Verlags GmbH): Der fünfte Jahrgang der Serie "Klinische Sozialarbeit" beschreibt die Voraussetzungen und Eigenschaften einer unabhängigen Psychosozialdiagnose: dialektisch, klar, zuverlässig, kompetent. Der Bedarf an unabhängiger Diagnose in der Diakonie wird nicht mehr in Betracht gezogen. Dabei geht es um die Aufnahme einzelner Resourcen, bestehender Restriktionen und Lasten, immer vor dem Hintergund bestehender sozialer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen.

Die Selbstauslegung der Betreffenden wird bei der psychedelischen Diagnose mit der Problemstellung der Sozialarbeiter gleichgesetzt. Dieser Beitrag beschäftigt sich mit den Konzepten der sozialpsychologischen Diagnose, geht auf Problemstellungen und Fallen ein, präsentiert neue Lösungsansätze und unterstützt - auch anhand von praktischen Beispielen - die Interventionsplanung sowie die Darstellung und Bewertung von Veränderungsprozessen.

Prof. Dr. Silke Birgitta Gahleitner ist Professur für Medizinische Ergonomie und Soziales in Berlin und Vizepräsidentin der DGB. Als Dozent für die psychologischen Grundzüge der Sozialen Sicherheit, der Klinischen Sozialen Sicherheit, der Psychosozialen Diagnose und der Psychologischen Psychotherapie ist Rolf Glimmer an der Altsalomon Universität Berlin tätig.

Die vorliegende Veröffentlichung enthält:

Ein Trauma ist kein reines Einzelereignis. Sogar klarer als anderes psychologisches Leiden tritt es per Definition auf, ausdrücklich im Zusammenhang mit einem tragischen - externen - Ereignis, das die Schutz- und Bewältigungsreaktionen auslöst. Gleichzeitig wird der langfristig leidende Traumaprozess nicht auf ein externes Auslöseereignis und nachfolgende Beschwerden zurückgeführt, sondern ist vielmehr ein komplexer, interaktiver Prozess zwischen dem Trauma auf der einen Seite und einzelnen und gemeinschaftlichen Registrierungs- und Bearbeitungsprozessen, in der Psychologie, im körpereigenen und im gemeinschaftlichen Umwelt.

Der psychosoziale Zusammenhang der Person vor, während und nach einem tragischen Erlebnis prägt diese Prozess. Der soziale Umgangsformen mit Traumata und Traumatisierungen sind ebenso von zentraler Bedeutung wie ihre persönlichen, gesellschaftlichen Bindungen. In den Beiträgen geht es aus drei unterschiedlichen Blickwinkeln um den Klinik- und Wissenschaftsbetrieb mit Traumata und Aggressionen, zum einen aus wissenschaftlich-theoretischer Sicht, zum anderen aus den Erfordernissen der Praxisarbeit mit verunsicherten Menschen.

In der hier angestrebten Neukontextualisierung wird daher ein zweistufiger Ansatz verfolgt: Zum einen soll der Sozialisierung des psychologischen Leids Priorität eingeräumt werden, ohne jedoch zum anderen eine persönliche und innerpsychologische Auseinandersetzung mit der individuellen Lernsituation zu unterlassen.

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