Commerzbank Stellenabbau

Stellenabbau bei der Commerzbank

Stellenabbau bei der Commerzbank: Viele Mitarbeiter verlassen die Bank freiwillig. Loca-Tag'teaser_more_audio_sr' nicht gefunden Ausstiegsprogramm "56plus" von der Commerzbank tößt auf Kritik textecopy In den nächsten Jahren sollen knapp 10.000 hauptberufliche Stellen bei der Commerzbank abgebaut werden. Aber manche halten dieses Übernahmeangebot für ethisch zweifelhaft. Die Abfindung "56plus" ist ein hartes Unterfangen.

Damit wendet sich die Commerzbank insbesondere an die älteren Arbeitnehmer ab 56 Jahren. Thorsten Müller gehört zu dieser Unternehmensgruppe, er will seinen richtigen Vornamen nicht erwähnt haben.

Seit über 15 Jahren ist der Bankkaufmann in der IT-Abteilung der Commerzbank tätig. Laut Aussage der Sparkasse ist geplant, in den nächsten Jahren konzernweit rund 10000 Vollzeitarbeitsplätze abzubauen. Müller war an dem Angebot "56plus" interessiert: "Die Hausbank freizügig zu hinterlassen, eine Abgangsentschädigung zu nehmen, um die Lücke bis zur frühest möglichen Pensionierung zu schließen - das alles konnte er sich zunächst gut einbilden.

Doch bei näherer Betrachtung wurde Müller misstrauisch. Die Höhe der zugesagten Entschädigung galt nicht nur dem Bankgeld, sondern auch dem staatlichen Arbeitsentgelt. Weil die Banken anscheinend einen zweifelhaften Trick anwenden: Der Arbeitsvertrag sieht aber auch vor, dass die Höhe der Arbeitslosenunterstützung, die die Arbeitnehmer erhalten, von der Gesamtsumme einbehalten wird. Das sind geschätzte EUR 50000.

"Es ist für mich sittenwidrig, dass sich die Hausbank auf dem Rücken der Öffentlichkeit so gesünder aufbaut", sagt Müller. Laut einem Sprecher der Commerzbank wurde das Konzept der Bundesanstalt für Arbeit vorgelegt und für "rechtskonform" erklärt. Für ihn ist das Übernahmeangebot "56plus" jedoch ethisch fragwürdig: "Dass die privaten Unternehmer Staatsleistungen berücksichtigen, die tatsächlich nur den Beschäftigten zugerechnet werden, d.h. dass diese unmittelbar in den Verträgen enthalten sind, ist für die Commerzbank eine Überschreitung einer Schwelle.

"Die Beratung erfolgt durch Bertschat und Hundertmark aus Bad Nauheim, die auch mit anderen Kreditinstituten in Deutschland zusammenarbeiten. Allerdings beinhaltet das 56 Plus-Programm Gefahren für die betreffenden Mitarbeitenden. Wenn Sie die Hausbank auf freiwilliger Basis verlassen, erhalten Sie möglicherweise nicht unmittelbar Arbeitslosenunterstützung. "â??Kaum hat er Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung, steht er dem Markt zur VerfÃ?gung.

Ein Banksprecher hebt auch hervor, dass "56plus" nicht als Frühpensionierungsregel gemeint ist. Thorsten Müller, Commerzbank-Mitarbeiter, überlegte sich dies alles sorgfältig und entschied sich schliesslich gegen das Exit-Angebot "56plus" seines Arbeitsgebers. Jetzt akzeptiert er ein Gebot, in dem er nicht von den Dienstleistungen des Bundes abhängig ist.

Auch interessant

Mehr zum Thema