Change Management Phasen

Phasen des Änderungsmanagements

Bei den Modellen für das Change Management werden je nach Autor mehrere Phasen durchlaufen: Vorgehensweisen und Perspektiven des Change Managements. Eine Antwort lautet Change Management. Die Phasen des Change Managements nach Palmer et al...

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Veränderungsmanagement nach Kurt Lewin (3-Phasen-Modell)

Erstellt von: Kategorien: Tags: Kurt Lewin war weder ein Management-Guru noch ein Entrepreneur. Schließlich hat er sowohl kennzeichnende Phasen eines gelungenen Change Management als auch die typischen emotionalen Reaktions- und Effizienzsteigerungen aufgedeckt. Diejenigen, die sich mit Change Management beschäftigen und es einsetzen müssen, sollten diese typischen Phasen kennt. Denn der Anlass ist offensichtlich: Wer mit diesem Teil der Lehre nicht so recht zurechtkommt, wird sich fragen, warum die Leistungsfähigkeit in der Umstellungsphase abnimmt oder warum die Mitarbeiter schockiert sind, wenn Änderungen angekündigt werden.

Das sind aber durchaus charakteristische Eigenschaften des Change-Prozesses, die den korrekten Einsatz voraussetzen, aber nicht unbedingt Anlass zur Besorgnis geben. Zur Beschreibung des Verlaufs der psychischen Phasen sollte man sich zunächst einmal mit dem befassen, was auf sachlicher Ebene im Kontext des Change Management abläuft. Es gilt, das aufgetretene Problemfeld zu identifizieren, einen Change Manager und ein Change Team zu finden.

Soll die Veränderung von einem Consultant oder einem Fremdmanager begleitend durchgeführt werden, muss auch dieser von vornherein dabei sein. Es folgt der abschließende Umsetzungsschritt. Sämtliche Änderungen müssen detailliert mitgeteilt werden, außerdem sollte es einen Verantwortlichen für alle Arten von Fragestellungen gibt. Typischer Ablauf der operativen Leistung in einem umfassenden Veränderungsprozess.

Kurt-Lewin geht davon aus, dass es in jeder Unternehmung "treibende Kräfte" und "verbleibende Trainingskräfte" gibt, d.h. solche, die Veränderung vorantreiben und solchen, die Veränderung gegensteuern. Die Triebkräfte müssen verstärkt werden, damit Änderungen stattfinden - und das ist die Aufgabenstellung des Change Managements. Weil diese Triebkräfte von den Arbeitnehmern ausgeht, ist es notwendig, die Arbeitnehmer von vornherein in den Veränderungsprozess einzubeziehen.

Man muss sie von Veränderungen überzeugen, um selbst zur Triebkraft zu werden. Im 3-Phasen-Modell listet Kurt Lewin die Einzelschritte eines Änderungsprozesses auf: Stufe 1: "Auftauen" Die erste Stufe heißt "Auftauen" oder "Auftauen". Die Kräftebilanz muss in dieser Stufe zugunsten der Antriebskräfte verschoben werden. Dabei geht es darum, eine grundlegende Veränderungsbereitschaft zu erzeugen.

Das geschieht durch eine transparente und vor allem klärende Öffentlichkeit, warum überhaupt Änderungen notwendig sind. In der zweiten Stufe werden die Änderungen umgesetzt. Der Leistungsverlauf des Betriebes nimmt in dieser Stufe zunächst ab. Unternehmen und Führungskräfte müssen sich bewusst sein, dass dieser Leistungsrückgang Teil des Change-Prozesses ist.

Zuerst müssen sich die Mitarbeitenden an die neuen Bedingungen gewöhnen, was eine bestimmte "Einarbeitungszeit" erfordert. Auch in dieser Etappe müssen die letzen Widerstandskämpfer gewonnen werden. Es lohnt sich in dieser Zeit klar, wie erfolgreich die bisherige Mitteilung war. Mit zunehmender Information der Mitarbeitenden über den Change-Prozess bleibt weniger Frage unbeantwortet - und damit die Akzeptanz der neuen Umstände und die Wahrnehmung als Mehrwert.

Stufe 3: "Wiedereinfrieren" In der dritten Stufe muss das durchgängige Performance-Niveau wiederhergestellt werden. Abhängig von den veränderten Gegebenheiten greifen Mitarbeitende und Manager eher auf die alten Strukturen und Arbeitsmethoden zurück. Letztlich sind die Änderungen nur dann dauerhaft, wenn sie auch im Unbewussten akzeptiert werden. Beim Veränderungsmanagement konzentriere ich mich ganz bewußt auf den menschlichen Teil.

Selbstverständlich muss auch das Change Management technisch fehlerfrei sein. Doch wer dem menschlichen Aspekt von vornherein oberste Prämisse gibt, d.h. Stellungnahmen einholen, Befragungen durchführen, offen für Mitarbeiterfragen ist, Transparenz hat und dabei das Fehlerrisiko reduziert. Die oben genannten Phasen stehen in Beziehung zu dem seelischen Prozess, der in jedem Individuum stattfindet, wenn Änderungen eintreten.

In meinem folgenden Beitrag werden diese Gefühlsphasen behandelt. Ihr Wissen ist für das Change Management nützlich, weil es dazu beiträgt, typische Verhaltensweisen zu erfassen und nicht in den Umgang mit schlechten Gefühlen zu stürzen.

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