Besteuerung von Abfindungen 2015

Versteuerung von Abfindungen 2015

2015 nur Einkommen aus Beschäftigung i. Dadurch wird Klarheit und gleichzeitig Rechtssicherheit bei der Besteuerung von Abfindungen in der Zukunft gewährleistet. Jetzt neu: Abfindungen an Mitarbeiter mit Sitz im In- und Auslande sind in Deutschland zu versteuern.

Das Steuerrecht auf eine Abgangsentschädigung aufgrund der Beendigung des Anstellungsverhältnisses steht für die BFH auch dem Wohnsitzstaat zu, wenn Deutschland mit dem anderen DBA-Land, nach dem die Abgangsentschädigung im bisherigen Tätigkeitsgebiet zu besteuern ist (BFH, Beschluss vom 10.06.2015, Az. I 79/13, Rufnummer 179869; BMF, Brief vom 31.03.2016, Az. I B 2 - S 1304/09/10004, Rufnummer 185963), einen Beratungsvertrag abgeschlossen hat.

Derartige Konsultationsregelungen existieren gegenwärtig mit Belgien, dem Vereinigten Königreich, Luxemburg, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz. So konnten die deutschen Unternehmer bisher trotz gegenteiliger Absprachen Abfindungen an ausgetretene Mitarbeiter, die ihren Wohnort in Deutschland aufgegeben haben und zum Zahlungszeitpunkt in diesen Staaten ansässig waren, ohne Einkommensteuer zahlen. Dies trotz der Tatsache, dass das Steuerrecht dem ehemaligen Wirtschaftsstaat Deutschland zusteht.

Nach Ansicht des BFH war dies eine hinreichende Basis, um das Steuerrecht ausschliesslich auf den Standort der ehemaligen Erwerbstätigkeit, d.h. Deutschland, zu übertragen. Zur Vermeidung von Steuerausfällen durch die weder staatliche Besteuerung der Entschädigung ("weißes Einkommen") wurde mit Wirkung zum 01.01.2017 eine allgemeine Besteuerung des ehemaligen Tätigkeitsstandes eingeführt (§ 50d Abs. 12 EStG).

Lediglich wenn das jeweilige DBA explizit eine andere Bestimmung für Abfindungen enthält, bleibt dies bestehen. Quellcode: ; // // Tausch von HMTL mit dem neuen Quellcode $(this).replaceWith(STR_html); } Ende wenn } ); // Für CS3-Artikel muss bezüglich der Tische $(".main_content #CS3>table.basis-table, .main_content #CS3>table.box").each(function() { // Clamp HTML mit DIV $(this).wrap(' '); }); }); }) eingestellt werden;

Abfindung: Neuerungen des BMF

Ab wann gilt die Steuererleichterung nach 34 StG für Abfindungen? Inzwischen hat das BMF die geltende Fallrechtsprechung des BFH implementiert und seinen Verwaltungsbrief zu Fragen der Einkommensteuer auf Kündigungsentschädigungen überarbeitet. Das BMF orientiert sich nun an den Prinzipien des BFH in Bezug auf die Anforderungen der "Fünfte-Teile-Regelung" und die Frage der Teillieferungen. Bislang war das Bundesministerium der Finanzen immer davon ausgegangen, dass ein Vorzugssteuersatz nach 34 Abs. 1 oder 2 StG (die so genannte Ein-Fünftel-Regelung) für Abfindungen nur dann eingeräumt werden kann, wenn die Abgangsentschädigung während eines Bemessungszeitraums geleistet wurde.

Nach Ansicht des Bundesfinanzministeriums waren die Bedingungen für die Fünftelregel nicht gegeben, wenn Zahlungen über mehrere Bemessungszeiträume erfolgten - Abweichungen von dieser Regel waren nur in begrenztem Umfang zulässig. Das Bundesministerium der Finanzen hat diese Prinzipien nun an die derzeitige Zuständigkeit des Bundesfinanzhofs angepaßt und ist in allen anhängigen Verfahren aufzuführen.

Ein in mehr als einem Bemessungszeitraum gezahlter Vergleich gilt nach wie vor als nicht begünstigend im Sinne des 34 Abs. 1 oder 2 SStG. Ist jedoch die in einem anderen (meist nachfolgenden) Bewertungszeitraum erhaltene Vergütung im Vergleich zur Hauptperformance unbedeutend, so wird der Anwendung der fünften Regel nicht widersprochen. Letztendlich ist es wichtig, sich Schritt für Schritt kurz - aktuell - über praktische Inhalte zu informieren.

Zur Vereinfachung wird von der Verwaltungsbehörde eine kleine Auszahlung akzeptiert, wenn die zweite Auszahlung, die in einem anderen Bewertungszeitraum als der Kapitalauszahlung erfolgt, nur bis zu 10 v. H. dieser Kapitalauszahlung ausmacht. Darüber hinaus kann eine Vergütung als gering angesehen werden, wenn sie geringer ist als der Tarifsteuervorteil der Hauptvorteil.

Grundlage dieser Überprüfung ist die konkrete individuelle steuerliche Belastung des Empfängers der Abfindung. In diesem Zusammenhang sind die pauschal besteuerten Leistungen des Arbeitgebers bei der Bemessung des Zustroms in einem Steuerveranlagungszeitraum nach wie vor zu unberücksichtigen. Vor allem die Hinzufügung der Vereinfachungsregel, dass eine Auszahlung in einem anderen Bemessungszeitraum bis zu einer Höhe von 10 v. H. der Hauptvorteile im Allgemeinen als gering einzustufen ist und der Begünstigte daher eine nützliche Hinzufügung darstellt.

Dadurch wird für die Besteuerung von Abfindungen in Zukunft Transparenz und zugleich rechtliche Sicherheit gewährleistet. Unternehmen und ihre Consultants sollten sich dieser neuen Regelung bewusst sein, um sie bei zukünftigen Abfindungen berücksichtigen und die Abfindungen entsprechend verteilen zu können. Mit der neuen Regelung kommt das BMF aber auch den Arbeitnehmern entgegen, denn sie können im Voraus überprüfen, wie hoch die Steuerbelastung der tariflichen Abgangsentschädigung ist, wenn die Auszahlungsmodalitäten anders als bei einer einmaligen Zahlung zu regeln sind.

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