Besteuerung Abfindung 2015

Versteuerung von Abfindungen 2015

Am 25. November 2015, Manfred Haas. Versteuerung von Abfindungen 2014 oder 2015, Änderung der Gewinnermittlung

Meine sehr geehrten Aktionärinnen und Aktionäre, als Freelancer habe ich mit Ablauf des Jahres zum Stichtag 31. Dezember 2008 (0:00 Uhr) eine Partnerschaft (PartG) verlassen. Bei richtiger Einschätzung erfordert die Ermittlung meines zu besteuernden Kapitalgewinns (oder -verlustes) eine Änderung der Gewinnberechnung. Nach meinem Kenntnisstand führt die Änderung der Rechnungslegung zu einem Überleitungsgewinn (die Abfindung könnte übrigens geringer sein als der Überleitungsgewinn).

Jetzt stelle ich Ihnen die Frage: i) für welches Jahr ich Steuern zahlen muss, d.h. für 2014 oder 2015, und wann ii) die Änderung der Gewinnbestimmung oder die Ermittlung des Zwischengewinns stattfindet. Nachdem ich "mit Wirkung ab dem ersten Januar (0:00 Uhr)" gegangen bin, gehe ich davon aus, dass noch keine Steuer für 2014, sondern nur für 2015 fällig wird, und ich gehe davon aus, dass die Änderung der Gewinnbestimmung erst zu Beginn des Geschäftsjahres und nicht schon im vergangenen Jahr (in dem meiner Meinung nach der Gewinnberechnung noch durch EÜR und nicht durch Saldierung erfolgen wird) erfolgen wird.

Dieses Antwortschreiben ist vom 15.01.2015 und kann auslaufen. Lieber Fragensteller, ich stehe Ihnen für Ihre Frage zum Verlassen eines PartG bei. Auf deine Fragen: I. Für welches Jahr musst du auf den Verkauf deiner Anteile Steuern zahlen, d.h. 2014 oder 2015? Mit der Einkommensteuererklärung 2014 zahlen Sie nur noch Ihren ordentlichen Anteil am Gewinn der Gesellschaft (PartG.

Der Verkauf Ihrer Anteile hat keinen Einfluß auf die Ermittlung des Gewinns auf Unternehmensebene. Hinsichtlich des Zeitpunktes der Verwertung des Kapitalgewinns ist nach meinem Verständnis der Wortlaut der erste mögliche Termin im neuen Jahr 2015 (mit Wirkung auf den 01. Jänner (0:00 Uhr), sonst müßte der Wortlaut " 31. Dezember 2014, 24 Stunden betragen.

Die Ergebnisermittlung des PartG ändert sich daher nicht.

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Der Vertrag, dass die Gesellschafter einer im Grundbesitz befindlichen Kommanditgesellschaft die Kommanditgesellschaft mit Ausnahme eines von der Kommanditgesellschaft zu zahlenden Vergleichs verlassen und ihre Anteile an der GmbH als Komplementärin auf den verbliebenen Komplementär an den verbliebenen Komplementär abtreten, führt noch nicht zu einer Grunderwerbssteuer. Wenn dem Genussrechtsinhaber nach Auffassung des Bundesfinanzhofes eine Vergütung für den Wegfall der Erträge aus der Verzinsung mit dem Genussrechtskapital aufgrund der Vorzeitig endenden Genussrechtsbeziehung eingeräumt wird, ist dies eine zu versteuernde Vergütung und kein steuerfreier Kapitalgewinn.

Eine der Voraussetzungen für eine steuerlich begünstigte Abfindung ist, dass der Steuerzahler dem konzentrierten Einkommenszufluss nicht entkommen konnte. Der BFH geht auch für den Falle, dass der Mitarbeiter trotz bereits vereinbartes Arbeitnehmererfinderentgelt im Widerspruch zu seinem Auftraggeber steht und statt dessen ein Vergütungsangebot akzeptiert, von dieser Zwangslage aus. Nach Auffassung der höchsten Finanzgerichte wird durch die einvernehmliche Regelung der tatsächliche Einfluss, dem der Mitarbeiter tatsächlich unterworfen war, nicht in Zweifel gezogen.

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat mit Beschluss vom 11. Oktober 2011 (6 AZR 357/10) entschieden, dass ein Mitarbeiter während des Konkursverfahrens des Unternehmers von einem bereits abgeschlossenen Beendigungsvertrag nicht absehen kann, auch wenn der Unternehmer die zugesagte Abfindung nicht leistet.

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