Berechnung Geldwerter Vorteil Jobticket

Kalkulation Geldvorteil Jobticket

Andernfalls gäbe es einen finanziellen Vorteil für den Steuerzahler. Bayrisches Landesfinanzamt v. 12.08.2015 - S 2334.

2.1-98/5 S32

Stellen die Unternehmen ihren Mitarbeitern Jobtickets zu einem reduzierten Tarif oder kostenlos zur Verfuegung, besteht grundsätzlich ein monetärer Vorteil (Sachbezug). Es kann kein monetärer Vorteil angenommen werden, wenn der Auftraggeber seinen Mitarbeitern eine Jobkarte zu dem mit dem Verkehrsmittel abgestimmten Tarif zur Verfuegung stellt. In diesem Fall muss der Auftraggeber eine Arbeitserlaubnis erteilen. Eine bargeldlose Zahlung erfolgt jedoch, wenn der Mitarbeiter das Jobticket auch ermäßigt oder kostenlos vom Auftraggeber erhalten hat (siehe H 7. 1 Abs. 1-4 "Jobticket" LStH).

Für die Bemessung des Vermögensvorteils ist grundsätzlich der Betrag gemäß 8 Abs. 2 S. 1 EWStG (der am Lieferort geltende Endbetrag, reduziert um marktübliche Preisnachlässe) ausschlaggebend. Siehe insbesondere Nr. 4 des BMF-Schreibens vom 16. Mai 2013 (BStBl 2013 I S. 729). Der Einsatz der 44 Euro Freigrenze nach 8 Abs. 2 S. 11 STG (bis einschl. WZ 2013: 8 Abs. 2 S. 9 EStG) ist möglich, wenn die Sachleistung des "Job-Tickets" nach 8 Abs. 2 S. 1 STG zu bewerte.

Zur Beurteilung der Überschreitung der Freistellungsgrenze werden alle in einem Monat anfallenden und nach Maßgabe von Paragraph 9 Abs. 2 S. 1 EGG zu bemessenden Leistungen zusammengerechnet. Nicht berücksichtigt werden die nach Paragraph 9 Abs. 2 S. 1 S. 1 ELStG zu bemessenden Leistungen, die nach Paragraph 37b und 40 ELStG abgeltend besteuert werden (vgl. R 9. 1 Abs. 1 S. 1) )3 Sätze 1 und 2 ELStR).

Die Sachleistung aus der Sachleistung "Job-Ticket" kann für Mitarbeiter eines Verkehrsmittels im Sinne des 8 Abs. 3 STG zum Zeitpunkt des Eingangs der Sachleistung "Job-Ticket" steuerbefreit sein. Selbst wenn die Anforderungen des 8 Abs. 3 EWStG erfüllt sind, kann die Sachleistung aus dem Job-Ticket optional nach 8 Abs. 2 S. 1 EWStG ohne Wertabschlag und ohne Skontoabzug bewerte.

Diese Möglichkeit gilt sowohl im Lohnsteuerabzugs- als auch im Bemessungsverfahren (vgl. BMF-Schreiben vom 16. Mai 2013, GStBl 2013 I S. 729). Maßgeblich für die Besteuerung der Sachleistung - namentlich für die Einhaltung der Befreiungsgrenze in 8 Abs. 2 S. 11 STG - ist der Zeitpunkt des Eingangs der bargeldlosen Zahlung "Jobticket".

Deshalb wird bei Erhalt des "Job-Tickets" auf folgende Punkte hingewiesen: Wenn der Tarif und die Nutzungsbedingungen für ein Job-Ticket vorsehen, dass der entsprechende Monatsreisebetrag durch fristgerechte Monatszahlung erlangt wird, wird die Sachleistung des "Job-Tickets" monatsweise - und nicht für die gesamte Gültigkeitsdauer bei Kauf- / Teilnahmeerklärung - anfallen.

Beispiel: Am 01.01.2014 bekommt der Mitarbeiter von seinem Auftraggeber ein kostenloses Ticket für die Benützung der öffentlichen Transportmittel für die Entfernung zwischen Wohnort und erster Arbeitsstätte ("Jobticket"). Der geldwerte Vorteil des "Job-Tickets" beläuft sich nach korrekter Berechnung des Auftraggebers auf 42 EUR pro Monat. Es gilt die 44-Euro-Freistellungsgrenze für Sachbezüge ( 8 Abs. 2 S. 11 EStG).

Weil es sich um den monatlichen Fahrscheinanspruch eines länger gültigen Jobtickets der Firma R 7 ist ( "R 7. 1 Abs. 3 S. 5 LStR"), fällt die Sachleistung an. Der monetäre Vorteil von 42 EUR pro Monat überschreitet nicht die 44 EUR Freigrenze, so dass er nicht steuerpflichtig ist.

Ich möchte Sie bitten, in diesem Zusammenhang entsprechend Auskunftsverlangen zu stellen (§ 42e EStG).

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