Beratungskosten Steuerlich Absetzbar

Consulting-Kosten Steuerlich absetzbar

Ertragsteuerliche Erfassung von Beratungs-, Prozess- und vergleichbaren Aufwendungen im Rahmen von Pensionsansprüchen Beratungskosten können als einkommensbezogene Aufwendungen steuerlich absetzbar sein. Zu diesem Zweck muss sich die Empfehlung auf das zu versteuernde Einkommen beziehen. Beratungen über kapitalwertsteuerpflichtige Erträge aus Kapitalanlagen oder steuerfreien Kapitallebensversicherungen sind grundsätzlich nicht abzugsfähig. Gebühren- oder Versicherungberatung, Vorsorgeberatung, Finanzierungsberatung bzw. Investitionsberatung können steuerlich absetzbar sein.

Aus dem BMF-Schreiben vom 16. Oktober 1997 als Verwaltungsanweisung zur einkommensteuerlichen Erfassung von Beratungs-, Prozess- und vergleichbaren Aufwendungen im Rahmen von Pensionsansprüchen, dessen Dringlichkeit letztmalig mit dem BMF-Schreiben vom 21. Oktober 2013 erneut bekräftigt wurde, geht hervor.

Dementsprechend sind die Ausgaben als erfolgsabhängige Ausgaben abzugsfähig, wenn sie in einem wirtschaftlichen Verhältnis zur Generierung von Erträgen stehen. Bei der Ermittlung der Erträge werden die Kosten berücksichtigt. Die Kosten dürfen nicht zur Bildung von Kapital verwendet werden. Daher ist die Empfehlung nicht regelmässig abzugsfähig, wenn sie sich auf eine Lebensversicherungspolice mit dem Recht zur Wahl einer Pauschale oder mit dem Recht zur Kündigung des Vertrages erstreckt. Die einzelnen beratenden Dienstleistungen können daher in unterschiedliche Kategorien unterteilt werden: abzugsfähig oder nicht abzugsfähig.

Dabei wurde die Frage gestellt, ob Rechtsberatungs- und Prozesskosten, Gebühren an Versicherungsvertreter und vergleichbare Kosten im Rahmen von Schadensfällen aus der staatlichen Pensionsversicherung oder aus der Privatrente sowie aus der Betriebsrentenversicherung als einkommensbezogene Kosten abgezogen werden sollen. Die Abzugsfähigkeit der Ausgaben als einkommensbezogene Ausgaben nach 9 Abs. 1 EWStG geht immer davon aus, dass die Ausgaben in einem wirtschaftlichen Verhältnis zur Erwirtschaftung von Einnahmen steht; es ist auszuschließen, dass sie der Bildung von Vermögen dienten.

In diesem Fall sind die genannten Ausgaben als erfolgsabhängige Ausgaben zu erfassen, unabhängig davon, ob sie während des Erhalts der Pensionsleistungen oder früher entstehen. Diese sind von der Einkommensart abzusetzen, zu der die Erträge aus den jeweiligen Versorgungsleistungen zählen, d.h. Ausgaben im Rahmen von Leistungsansprüchen aus der Pflichtrentenversicherung, auch wenn sie während einer pensionsfähigen Erwerbstätigkeit entstehen.

Das Erfordernis einer ökonomischen Verknüpfung mit dem Einkommen ist bei Ausgaben im Rahmen von Forderungen aus einer PKV mit Kapitalwahl- oder Auflösungsrecht, deren AusÃ? Im Falle von nur risikodeckenden PKVs, wie z.B. Berufsunfähigkeits- und Invaliditätsversicherungen, ist immer davon ausgegangen, dass diese Grundvoraussetzung erfüllt ist, da eine Kapitalbildung auszuschließen ist.

Beziehen sich die Ausgaben jedoch nicht nur auf Rentenansprüche, sondern auch auf andere Ansprüche (z.B. Vorteile aus einer Krankenkasse), so dient sie nicht der Einkommenserzielung, sondern der Verbesserung der Lebensqualität (§ 12 Nr. 1 EStG). Der Abzug der Kosten kann in diesen Faellen nur ratierlich als einkommensbezogene Kosten erfolgen.

Auch interessant

Mehr zum Thema