Beratungsansätze Soziale Arbeit

Sozialarbeitsberatungsthemen

Consultingkompetenz in der Sozialarbeit. Zunächst wird die Beratung als eine Form des pädagogischen Handelns beschrieben. Die klientenzentrierte Beratung in der Sozialarbeit scheint, wie bereits erwähnt, nur eingeschränkt anwendbar zu sein. Die Sozialarbeit - aktuelle Ansätze und. Naturwissenschaftliche und praktische Grundlagen der Sozialarbeit unter systematischer Einbeziehung des Sozialen.

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Senatorin Renate Zwicker-Pelzer: Sozialarbeitsberatung. In der ISBN 978-3-8252-3327-3. D: 17,90 EUR, A: 18,40 EUR, CH: 31,90 nFr. Serie: UTB - 3327. Kernbereiche, Sozialarbeit und Erzieher. Für den Autor ist die Berufsberatung kein bloßes Gespräch, sondern ein ganzheitliches Konzept der Sozialarbeit. In Training und Praktik betont sie die Wichtigkeit eines systematischen Ansatzes in allen Beratungsbereichen sowie in der Ambulanz pflege und gesundheitlichen Betreuung.

"Die Bereiche Soziale Arbeit, Erziehung und Betreuung können mit dem Systemberatungsprofil besser zusammenarbeiten" (S. 10). Ausgangspunkt ist die Tatsache, dass nur die Kompetenz in der Führung von Gesprächen zu gering ist, um Konsultationsprozesse diagnostizierend zu lenken, Zielvorgaben zu formulieren, Verträge abzuschließen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Das Verständnis für ihren Beruf als Berater leitet sie aus ihrer tatkräftigen Beteiligung an der DGB und den von dieser ausgearbeiteten Richtlinien ab (S. 152-160).

Der Autor verweist in einem einleitenden Abschnitt auf einige grundlegende Begriffsbestimmungen der Selbsthilfe. Außerdem macht sie klar, dass es sich bei der Berufsberatung nicht um ein bloßes Gespräch oder um ein Anhang zu einem schulpsychologischen oder therapeutischen Konzept handelt: Es wurde ein neuartiges Verständnis von Berufsberatung geschaffen, das zu einem Anstieg der Professionalisierung geführt hat, wie man zum Beispiel an der Einrichtung von Universitäts-Masterstudiengängen und vielen anderen Ausbildungen sehen kann.

Laut GDfB ist die Berufsberatung fach-, aufgabenspezifisch, sie unterscheidet sich von anderen beruflichen Handlungsformen wie medizinischen Informationen, der Bereitstellung materieller Hilfe, der Bereitstellung klassischer Formulare wie Fallarbeit. Die Berufsberatung ist ein personen- und strukturbezogener Sozialdienst mit eindeutigen Zielvereinbarungen bzgl. der Sozialarbeit (S. 15). Darüber hinaus nutzt der Autor die Beratungsdefinition der BAC (British Association of Counseling) und betont die dort vorhandene Gewichtung als Entscheidungs- und Krisensituationshilfe mit der Intention, die Eigenbestimmung im Sinne einer angemessenen Beziehungsgestaltung zu entwickeln.

Die heutigen professionellen Beratungsmodelle sind fachübergreifend und schulübergreifend. Nach dem heutigen Stand der Technik ist das Resultat der Konsultation keine Richtlinie, sondern offen für Ergebnisse, wodurch die Änderung auf den Mitteln des Auftraggebers (Kunden) basiert. Die Konsultation bezieht sich nicht mehr auf eine einzelne Sitzung des Mandanten, sondern umfasst Einzelpersonen, Gruppierungen, Angehörige und Unternehmen in den verschiedensten Beratungsbereichen.

Der Beratungsfunktionsbereich ist vorbeugend, entwicklungspolitisch oder heilend. In den nachfolgenden Erläuterungen des Autors in den nachfolgenden Abschnitten wird auf die Fähigkeiten und Befähigungen verwiesen, die Berater haben sollten. In den nachfolgenden Abschnitten wird auf "Beratungsmerkmale" wie Einstellung, Rahmenbedingungen, Zielsetzungen und Planungsprozesse, moralische Grundsätze in der Berufsberatung, Schutz des Vertrauens und der anonymen Kommunikation sowie die Möglichkeit, Begrenzungen zu erkenn.

Die Leitprinzipien und Konzepte des systematischen Arbeitsablaufs sind in den nachfolgenden Kapiteln wiedergegeben. Es wird die Wichtigkeit der Bildung von Hypothesen und ihre Rolle in der Beratungspraxis diskutiert. Der theoretische Teil ("Systemische Beratungsperspektiven ") basiert auf den von bekannten Familie-Therapeuten (Satir, Menuchin, v. Shippe, Schweitzer etc.) entworfenen Modellen, Funktionen und Formen.

Im eher praktischen Teil "Beratung in Arbeitsfeldern" werden die Bereiche "Beratung für Erziehung und Familie", "Beratung in Partnerschafts- und Lebensfragen", "Beratung in Altenpflege, Unterstützung und Versorgung" angesprochen. Auf die spezifischen Problemstellungen von Gastfamilien in unsicheren Situationen, die Problematik der Outreach-Beratung, Single Parenting oder Interculturalität wird in den nachfolgenden Kapiteln eingegangen.

Im abschließenden Kapitel geht es um die Kommunikationsberatung und -gespräch (Satir, Watzlawick, v. G. A. B. Schweitzer, v. Schlippe). Es werden die Erscheinungsformen von Kommunikationsproblemen sowie die vielfältigen Methoden des Systemansatzes wie hypothetische Befragung, zirkuläre Befragung, Zukunftschancen, Ressourcenstärkung, etc. aufzählt. Umfragen zu sozialer Diagnostik, Familiensituation, Ressourcenerforschung usw. runden das Werk ab.

Es wird nicht explizit auf die praktische Umsetzung von Konversation und Psychotherapie in der Soziale Arbeit auf der Mikroniveau verwiesen. Es fehlt weit verbreitet an spezifischen Diskussionsbeispielen, Protokollen und Darstellungen des realen Beratungsprozesses sowie an konkreter empirischer Untersuchung des Prozesses. Es könnte mehr den Namen "Programmatik der systematischen Berufsberatung in der Sozialarbeit" tragen.

Ist man sich bewusst, dass es in einer sich gerade weiterentwickelnden Beraterwissenschaft auch um Leitfäden, Konzepte und Leitfäden geht und nicht um greifbare, echte Diskussionsprozesse, ist Lesung definitiv ein Plus. Der vorliegende Programmleitfaden leitet sich weitgehend aus den Grundlagen der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (DGfB) ab (S. 152-160 im Anhang) und stellt eine neue, zeitgemäße, auf professionelle Standards ausgerichtete Beratungsform dar.

Dabei geht es um die Leitprinzipien der Professionalität, die von der Allgemeinheit als bedeutsam angesehenen Zuständigkeiten im Ausbildungscurriculum, den Rahmen und die Formerfordernisse, etc. Die systemischen Modelle, die dem Bereich der Wissensberatung zugrunde liegen, sind zweifellos das umfangreichste heute, das die drei mit dem Consulting verwobenen Stufen des Mikrosystems, Mesosystems und Makrosystems sinnvoll integriert werden können.

Kaum ein Betreuer, der die hier geschilderten Zusammenhänge nicht bewußt oder leichtfertig in seinen Beratungsrechnungen berücksichtigt. In dem hier wiederholt angeführten Systemdenken wäre vielleicht eine strengere Theoriedefinition und Erläuterung am Beginn des Bandes verwendet worden, damit der Begriff des Systems nicht zu einer reinen Programmanforderung verkommen würde.

Kurz gesagt: Mir fehlt im vorliegenden Systemberatungskonzept die Erweiterung auf personenzentrierte Beratungsmodelle, wie sie z.B. in jüngster Zeit von der Firma Kris präsentiert werden. Formelle Aspekte: Die Fragestellungen am Ende jedes Abschnitts, in denen die wesentlichen Punkte noch einmal betont werden, sind für die Schulung und für den Lernberater von Vorteil.

Die vielen Tipps zur Fortbildung und zu organisatorischen Aspekten sind sicherlich auch für Lernberaterinnen und -berater bedeutsam. Der Stellenwert der Zusammenhänge in der Psychotherapie wird (im Gegensatz zu den vielen vorhandenen Erkenntnissen ) nicht klar genug hervorgehoben. Der Autor stellt das Konzept eines systematischen Ansatzes zur Sozialberatung vor, der den neuen Konzepten der Beratungswissenschaften ähnelt und auch dem aktuellen Entwicklungsstand großer Berufsverbände nachkommt.

Sie ist besonders für Neueinsteiger (Sozialarbeit, Pflegedienst, Erziehungswissenschaft, Psychologie) geeignet, die an einem adäquaten Leitbild und programmatischen Richtlinien für ihre Berufsberatungsarbeit interessiert sind. Dies gilt weniger für fortgeschrittene Praktizierende, die Unterstützung in realen Aktionssituationen, problematischen Beratungs-Situationen und für den Prozess der Psychotherapie anstreben. Sie hat, wie die Verfasserin auch im Vorfeld erläutert, aus ihren eigenen Erfahrungswerten mit Studierenden und Young Professionals und - wie man vermuten kann - aus ihrer Arbeit im Berufsverband der Deutsche Gemeinschaft für Unternehmensberatung (DGfB) profitiert.

Daraus resultiert wahrscheinlich eine Bevorzugung von Auszubildenden und nicht von solchen, die seit vielen Jahren im Bereich der Unternehmensberatung tätig sind. Nichtsdestotrotz: Die Vielzahl der "kontextuellen" Einflussfaktoren in der Berufsberatung und die verschiedenen Stufen und Wirkungsweisen werden klar und leisten sicherlich einen Beitrag zu ihrer noch stärkeren Einbindung in die praktische Arbeit und letztlich zur Weiterentwicklung eines professionellen Beratungskonzepts.

Rückblick of 03.01. 2011 to: Renate Zwicker-Pelzer: Counselling in social work. Die Julius Klinkhardt Verlag Buchhandlung (Bad Heilbrunn) 2010. ISBN 978-3-8252-3327-3. Reihe: UTB - 3327. Kernbereiche: Sozialarbeit und Bildung. Findest du diese und andere Bewertungen nützlich für deine Arbeit? Spende an unseren Kooperationspartner Förderungverein fachinformations-sozialeswesen e. V. mit den Stichworten reviews!

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