Arbeitsmarktpolitik

Beschäftigungspolitiken

Die Arbeitsmarktpolitik ist eines der wichtigsten Politikfelder in der Bundesrepublik Deutschland. Dies ist der Ausgangspunkt für die Arbeitsmarktpolitik. In der Statistik zur Arbeitsmarktpolitik (AMP) finden sich Informationen über arbeitsmarktpolitische Interventionen, die wie folgt definiert sind: die Umstrukturierung der deutschen Arbeitsmarktpolitik hin zu mehr Effizienz und weniger Arbeitslosigkeit.

mw-headline" id="Forms_of_Labour_Market_Policy">Formen von_Labour_Policy[Bearbeiten | < Quelltext bearbeiten]

Die Arbeitsmarktpolitik ist ein Teilsektor der Arbeitsmarktpolitik und erfasst alle staatlichen Massnahmen, die eine Regulierungsfunktion für das Wechselspiel zwischen Arbeitskräfteangebot und -nachfrage in einer Wirtschaft haben. Die Nutzung arbeitsmarktpolitischer Instrumente im Bereich des Arbeitsförderungsrechts ergibt sich aus der politisch geprägten Ansicht, dass ein kostenloser oder ungeregelter Markt zu Phänomenen führt, die in der Gesellschaft unerwünscht sind.

Die Arbeitsmarktpolitik kann daher ausdrücklich Thema eines Politikprogramms sein, z.B. in einer Sozialmarktwirtschaft, oder sie kann sich stillschweigend aus dem pragmatischen Vorgehen in freiheitlichen Wirtschaftsordnungen ergeben. Die Arbeitsmarktpolitik kann prinzipiell in "passive" und "aktive" Arbeitsmarktpolitik unterteilt werden. In erster Linie geht es bei der passiven Arbeitsmarktpolitik darum, die Sachschäden für einen bestimmten Zeitraum bei den von Armut und sozialer Ausgrenzung Betreffenden und ihren Familien zu mildern, während bei der aktiven Arbeitsmarktpolitik die immaterielle Förderung von Erwerbslosen zur (Wieder-)Integration in den Erwerbslebensraum angestrebt wird.

Zudem wird von einer "proaktiven" Arbeitsmarktpolitik geredet, wenn von Arbeitslosen gefährdete Arbeitskräfte Unterstützung bekommen, um Arbeitslose im Vorgriff auf die Arbeitslosenquote abzuwenden. Grundsätzlich kann eine dynamische Arbeitsmarktpolitik drei Zielsetzungen verfolgen: Dabei stehen einerseits Massnahmen gegen bedrohliche Kündigungen (z.B. in Gestalt von Kurzarbeit) und andererseits die Schöpfung von zusätzlichen Arbeitsplätzen im Mittelpunkt, andererseits die Wiedereingliederung von "Problemgruppen" wie Langzeitarbeitslose und junge oder alte Arbeitssuchende.

Damit kann eine Massnahme auch dann einen Sozialausgleich erzielen, wenn die Arbeitslosenquote einfach unterschiedlich hoch ist, d.h. wenn Verdrängungseffekte auftritt. Die Teilnahme am Prozess der Sozialarbeit ist Teil der grundlegenden menschlichen Würde. In dieser Hinsicht darf das Arbeitslosigkeitsproblem weder dem Arbeitsmarkt allein gelassen werden, noch kann es als ein gleichbleibendes Geschick akzeptiert werden. Für die (Wieder-)Integration der Erwerbslosen in den Arbeitsmarkt (insbesondere die Integration von Problemgruppen) stehen folgende Werkzeuge zur Verfügung:

Die Nutzung von Arbeit durch den Sozialstaat zur Vermeidung von sozialen Konflikten ist so ält wie das Arbeitslosigkeitsproblem selbst. In großem Maßstab wurde im zwanzigsten Jh. eine dynamische Arbeitsmarktpolitik eingeführt. Vor allem nach der großen globalen Wirtschaftskrise in den 1920er Jahren wurde mit großen ABM-Projekten der Versuch unternommen, der Arbeitslosenquote entgegenzuwirken. Mit der Machtübernahme der NS-Regierung 1933 wurden fast überall in Deutschland große Beschäftigungsprojekte wie die ersten Schnellstraßen (auch in der Sowjetrepublik Weimar geplant) aufgesetzt.

Allerdings bezeichnen viele der Betroffenen die Lage auf den Bauplätzen als schlecht mit langer Arbeitszeit und einem Gehalt auf Sozialhilfeebene. Da sich die Arbeitslosenzahlen in der zweiten Jahreshälfte des zwanzigsten Jahrhundert immer weiter verschärften, bemühten sich vor allem die nationalen Behörden, die Arbeitslosen in staatliche Beschäftigungsprogramme (den so genannten zweiten Arbeitsmarkt), in Deutschland vor allem in beschäftigungsfördernde Maßnahmen einzubeziehen.

Hauptziel dieser Arbeitsprogramme war es, die Langzeitarbeitslosen vor allem in die Arbeitswelt zurückzuholen (z.B. an einen 8-Stunden-Tag zu gewöhnen), sinnvoll zu arbeiten und sie zu qualifizieren. Diese Massnahmen, vor allem in den neuen Ländern, wurden jedoch oft zur bloßen Ergotherapie, während die Möglichkeiten der Erwerbslosen kaum besser waren.

Als Ergebnis dieser Erfahrung versuchen die politischen Entscheidungsträger nun, die Armut zu verringern, indem sie die Verkrustungen auf dem Weltmarkt abbauen, die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen durch Wachstumspolitiken fördern und die Arbeitslosen mehr zur Arbeitssuche verpflichten (Beschäftigungsmöglichkeiten mit zusätzlicher Vergütung). Aktivere Arbeitsmarktpolitik kann dezentraler durch die Arbeitsämter umgesetzt werden, denen über Integrationstitel Finanzmittel zugeteilt werden, die sie in eigener Verantwortung nutzen können.

Daher wird eine dynamische Arbeitsmarktpolitik heute vor allem für die Einbindung bestimmter Personengruppen als bedeutsam erachtet. Zum Beispiel bei der beruflichen Fortbildung von Erwerbslosen ohne oder mit wenig gesuchten Qualifikationen oder von Langzeitarbeitslosen und älteren Menschen. Seniorenarbeitslose, die es auf dem Arbeitsleben besonders schwierig finden, werden je nach ihrem Lebensalter verschieden beurteilt.

Sind sie 60 Jahre alt und bekommen noch Arbeitslosenunterstützung 2, müssen sie in Zukunft in den Ruhestand gehen, da die Pension als Einkünfte gilt und Priorität hat. Er erhält dann weder Qualifizierungsmassnahmen noch Hilfe bei der Jobsuche. Derzeit sind Änderungen für die Bezieher des Arbeitslosengeldes 1 in Planung, die einen verlängerten Bezugszeitraum des Arbeitslosengeldes 1 im Ernstfall und gleichzeitig eine verlängerte Aufnahmemöglichkeit und damit eine Erhöhung der Sozialversicherung bewirken sollen.

Mit der " passiven " Arbeitsmarktpolitik werden Ausgleichsleistungen für Einkommensverluste aufgrund von Arbeitslosenzahlen geregelt. Die" aktive" Arbeitsmarktpolitik - die zwischen gesellschaftlichen Gruppierungen, Bezirken, Unternehmen oder Branchen unterscheidet - umfasst auch Massnahmen zur Einflussnahme auf das Verhältnis von Anbieten und Nachfragen auf und zwischen über- und überbetrieblichen Arbeitsmärkten. In diesem Zusammenhang werden auch die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt untersucht. Die Arbeitsmarktpolitik im weiteren Sinne ist darauf ausgelegt, Arbeitsangebot und Arbeitsnachfrage und die Zusammenhänge zwischen den beiden Variablen auf makroökonomischer Basis, d.h. ohne zielgerichtete Unterscheidung, z.B. nach Unternehmen, Branchen oder regionaler Verteilung, zu kontrollieren.

Unter aktiver Beschäftigungsförderung versteht man für Deutschland in 3 Abs. 3 SGB III alle Zuwendungen der Beschäftigungsförderung mit der Ausnahme von Arbeitslosenunterstützung und Arbeitslosenunterstützung II für Arbeitslose, Kurzarbeitsleistung und Insolvenzleistung. Hierzu zählen alle Massnahmen, die die BA oder die Kommunen zur Wiedereingliederung von Menschen in den Arbeitsmarkt ergreifen, wie z. B. Beratungs- und Vermittlungsleistungen, Aktivierungs- und Berufsintegration, Weiterbildungsmassnahmen (FbW), etc.

Die schweizerische Arbeitsmarktpolitik legt neben einigen gesellschaftspolitisch begründeten Massnahmen seit jeher ebenso viel Gewicht auf eine flexiblere Regulierung. In vielen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen gibt es jedoch Tarifverträge, die durch einen Bundesratsbeschluss für die ganze betroffene Industrie für bindend erklärt zu werden. Höchstspringen Martin Kröger, Ulrich van Suntum: Mit einer aktiven Arbeitsmarktpolitik aus der Beschäftigungskrise?

2008, S. 189f, 1945 Sven Rahner: Architekt des Werkes: Stellen, Skizzen, Kontroversen. Teil 1: Grundlegende Informationen, Arbeiten, Einkommen und Finanzen. Kompetenz des Institutes für Wirtschaft und Technologie. Die Publikationsreihe der Bundesarbeitsministerin für Wirtschaft und Technologie (Band 17). Hans-Walter Schmuhl: Arbeitsmarktpolitik und -verwaltung in Deutschland 1871-2002 - Zwischen Pflege, Souveränität und dem Arbeitsmarkt.

Beitragszahlungen zur Arbeitsmarkt- und Beschäftigungsforschung. 270). Beispiel der Arbeitsmarkt- und Arbeitsforschung der BfA, Nuremberg 2003. Martin Kröger, Ulrich van Suntum: With active labour market policy from the employment plight? Bertelsmann Foundation, Gütersloh 1999. 1991 Fachartikel zur Arbeitsmarktpolitik in Dänemark: Christine Kunzmann: Vom Land erlernen - Dänemark als Beispiel?

Mehr zum Thema