Abfindung Sozialabgaben

Entschädigung für Sozialversicherungsbeiträge

Sprung zu Sind Abfindungen steuerpflichtig? Abfindungen, Sozialversicherungsbeiträge und Abgaben auf Abfindungen und Effekte auf das Arbeitsentgelt I Was ist eine Abfindung in der Regel? Sowohl bei aussergerichtlichen als auch bei innergerichtlichen Verhandlung über die Hoehe der Abfindung ist darauf ausgerichtet, dass ein halb- bis voller Brutto-Monatsgehalt pro Jahr der Anstellung zweckdienlich sein sollte. Wenn der Mitarbeiter nach zwanzig Jahren Betriebszugehörigkeit mindestens 2000 EUR netto im Kalendermonat erwirtschaftet hat, dann würde sich eine übliche Vergütung auf etwa 20000 EUR bis 40000 EUR belaufen.

Allerdings richtet sich die Summe der Abfindung vor allem nach der Leistungskraft des Unternehmers, nach der Situation der Verhandlungslage und nach seinem Verhandlungsvermögen. Kleine Unternehmen bezahlen in der Regel 25% eines Monatslohns, während große Unternehmen oft mehr als ein ganzes Monatslohn pro Jahr der Beschäftigung als Abfindung ohne viel Überlegung auszahlen. Muß ich aus der Abfindung Sozialversicherungsbeiträge und Abgaben abführen?

An dieser Stelle kann festgestellt werden, dass eine Abfindung keine beitragspflichtige Zahlung ist. Weil Löhne nach ? 14 Abs. 1 S. 1 S. 1 SGB IV alle aktuellen oder außerordentlichen Einkünfte aus einer Erwerbstätigkeit sind, unabhängig davon, ob eine gesetzliche Anforderung an die Einkünfte vorliegt, unter welcher Benennung oder in welcher Art sie ausgeübt werden und ob sie direkt aus der Erwerbstätigkeit oder im Zusammenhang mit ihr bezogen werden.

Ein Abfindungsanspruch ist jedoch keine Vergütung, da nach der ständigen Gesetzgebung des Bundessozialgerichtes die Abfindung nicht auf die Dauer des gekündigten Arbeitsverhältnisses verteilt werden kann, da die Abfindung wegen des Verlustes zukünftiger Erwerbsmöglichkeiten geleistet wird. Daher werden von einer Abfindung keine Sozialversicherungsbeiträge einbehalten. Das heißt, es werden keine Beitragsabzüge zur Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosigkeitsversicherung vorgenommen.

Der Abfindungsanspruch ist nur nach den Vorschriften über den lohnsteuerlichen Abzug zu versteuern. Verringert die Abfindung meinen Leistungsanspruch auf AL? Die Auszahlung einer Abfindung hat prinzipiell keine nachteiligen Folgen für den Leistungsanspruch auf Arbeitslosenunterstützung I. Ausgenommen davon ist der Abschluss einer Aufhebungs- oder Abwicklungsvereinbarung mit seinem Vorgesetzten.

Dies kann das Risiko einer dreimonatigen Sperrfrist beinhalten, da der Mitarbeiter sein Arbeitsverhältnis gekündigt und damit seine eigene Arbeitslosenquote verursacht hat. Negative Effekte auf den Leistungsanspruch sind vor allem dann zu erwarten, wenn die Mitarbeiter einer Kündigungsverkürzung zugestimmt haben. In diesem Fall kann der Leistungsanspruch für einige Zeit ausgesetzt werden, da Sie als Erwerbstätiger dafür sorgen müssen, dass Ihre Arbeitslosenquote früher als bei der Beachtung der Ihnen eingeräumten Fristen entstanden wäre.

Welche Überlegungen sollte ein Mitarbeiter bei Abschluss einer Aufhebungsvereinbarung mit Abfindungsregelungen anstellen? Abfindungszahlungen werden nicht erst nach einer fristlosen Kündigung verhandelt. Stattdessen kann man auch im Zuge einer aussergerichtlichen Aufhebungsvereinbarung über die höchstmögliche Abfindung verhandeln. Ab wann ist eine Abfindung zu zahlen? An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass die Abfindungszahlungen oft viele Jahre vor der Auflösung des Anstellungsverhältnisses festgelegt werden.

Wenn die Parteien des Arbeitsvertrages keine besonderen Regelungen zur Vorauszahlung der Abfindungen getroffen haben, ist der Vergütungsanspruch durch den Todesfall des Mitarbeiters vor dem Ende der verbleibenden Laufzeit des Arbeitsvertrages bedroht, da der Schaden gar nicht erst recht eintritt. Klärung durch das BAG auf der Grundlage eines Falls, in dem der Auftraggeber zusammen mit der Entlassung ein Angebot zur Abfindung gemacht hat.

Das entlassene Personal hat auf seinen gesetzlichen Kündigungsschutz verzichtet und ist vor dem Ende der Frist gestorben. Die Nachkommen haben auf den Vergleich geklagt, aber ohne Ergebnis (BAG, Entscheidung vom 10. Mai 2007-2 AZR 45/06).

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