Abfindung Finanzamt

Ausgleichssteuerbehörde

Das Finanzamt lehnt sie jedoch teilweise ab. In diesem Fall wird das Finanzamt die Anwendung der Fünftelregel ablehnen. Auch das Finanzamt begrüßt eine Abfindung. Diejenigen, die ihren Job verlieren, können sich freuen, wenn ihr Verabschiedung durch einen Golden Handshake erträglicher wird. Aber nicht nur der Mitarbeiter, sondern auch der Bundesfinanzminister ist über das Gehalt des Ex-Chefs erfreut.

Im Jahr 2006 haben die Steuerbehörden den Freibetrag für Abfindungszahlungen abgeschafft, so dass der Kündigte den gesamten Betrag besteuern muss.

So haben die Bundesfinanzrichter kürzlich entschieden, dass es für Chefin und Mitarbeiter völlig legal ist, sich darauf zu einigen, die Zahlung der Abfindung auf das Folgejahr zu vertagen oder Teillasten zu beschließen (Ref. IX R 1/09). Für einen Steuerpflichtigen ist es von entscheidender Bedeutung, ob die Entschädigung in dem Jahr, in dem er seinen Arbeitsplatz verliert, oder erst im Folgejahr gezahlt wird.

Wird die Zuzahlung unmittelbar nach Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses auf das Entlassungskonto der gekündigten Person überwiesen, steigt der Satz für das sonstige Arbeitseinkommen. Würden z. B. die Abfindungen erst im Folgejahr bezahlt, wenn das Gehalt aufgrund der Arbeitslosenquote oft niedriger ist, wäre die Steuerbelastung wesentlich niedriger. Allerdings sollten die Unternehmer in dem Jahr, in dem die Abfindung bezahlt wird, ein besseres Ergebnis erzielen als bei einer Fortführung des Beschäftigungsverhältnisses.

Die Steuerbeamten versteuern in diesem Falle die Abfindung nach der vorteilhaften Ein-Fünftel-Regel (siehe Grafik). Auf diese Weise wird es möglich sein, die an den Finanzminister zu zahlenden Steuern zu senken. Das ist ein simples Beispiel: Ein Mitarbeiter bekommt ein steuerpflichtiges Ergebnis von 110.000 EUR. Hierin ist eine Abfindung von 50.000 EUR inbegriffen. Der Mitarbeiter muss nach der Fünftelregel eine Einkommenssteuer in Höhe von 29.188 EUR zahlen.

Schließlich 2622 EUR weniger als ohne fünfte Regelung. Die Fünftelregel ist jedoch nicht die einzig stetige Lösung, um die Steuerlast zu senken. Die entlassenen Arbeiter haben mehr von der bezahlten Verzichtserklärung, auch wenn sie verlangen, dass die Kirchensteuer auf die Zuzahlung um 50 Prozentpunkte ermäßigt wird. Jeder, der eine Abfindung empfängt, sollte sich von der Steuerberaterin oder dem Steuerberater beraten lassen, um die steuergünstigste Variante zu finden.

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