50 Arbeitslos was nun

Fünfzig Arbeitslose, die jetzt arbeitslos sind.

Inzwischen bin ich 57 Jahre alt und seit über einem Jahr arbeitslos. 89.984 Menschen über 50 Jahre wurden im Juni als arbeitslos gemeldet.

So kommen Sie nach dem Verlust Ihres Arbeitsplatzes wieder an den Arbeitsplatz zurück

Diejenige, die dem selben Auftraggeber so viele Jahre treu geblieben ist und dann mit 50 Jahren aufgefordert wurde, zu gehen. "Sie hat nach einem Halbjahr in ihrem bisherigen Berufsstand einen neuen Job gefunden. Aber die Lust war kurzlebig: Nach einem Halbjahr wurde ihr Job gekürzt. Die Projektmanagerin ist mit 52 wieder arbeitslos, und diesmal sucht sie nicht so rasch einen neuen Job: Sie hat bereits rund 70 Anträge verfasst, und abgesehen von drei Interviews bekam sie nur Ablehnungen - der Stellenmarkt macht es ihr nicht leicht.

"Â " Sie benötigt einen neuen Arbeitsplatz, weil die Geschwister lernen wollen. Jeder, der im Alter von 50 Jahren seinen Arbeitsplatz verlÃ?sst, hat es hart, auf dem Stellenmarkt wieder Fuß zu fassen. Zum Beispiel, wenn er seinen Arbeitsplatz nicht wieder verliert. Die Situation erscheint auf den ersten Blick gut, denn die Arbeitsmarktquote der 50- bis 64-Jährigen in der Schweiz ist im weltweiten Maßstab mit über 80 Prozentpunkten hoch.

Aber der Anschein trügt: Ein genauerer Betrachter verdeutlicht, dass die Anzahl der Erwerbslosen ab 50 Jahren seit 2012 steigt. Im Jahr 2015 zählt das Wirtschaftssekretariat 35.155 Erwerbslose über 50 Jahre - über 20 Prozentpunkte mehr als drei Jahre zuvor. Der Anteil der über 50-Jährigen an der Gesamtzahl der Erwerbstätigen liegt bei 35.155. Betrachtet man die Statistiken über die Langzeitarbeitslosen, so wird klar, dass es für Arbeitssuchende in dieser Altersklasse besonders schwierig ist, einen Arbeitsplatz zu finden: 43% haben seit einem Jahr oder mehr nach einem Arbeitsplatz gesucht.

Mit zunehmender Erwerbslosigkeit nimmt die Chance auf Wiedereingliederung in den Erwerbsleben ab. Bei Personen über 50 Jahren bietet der Personalvermittler zwei Wege, um einen neuen Arbeitsplatz zu finden: In erster Linie muss die Persönlichkeit über Kompetenzen verfügen, die das neue Untenehmen in der Folge oder von E nach E vorantreiben.

"Andernfalls gibt es keinen Anlass für den Auftraggeber, jemanden zu engagieren. Ältere Arbeitskräfte führen zu höheren Lohnkosten. Ältere Arbeitskräfte können so gezielt zum Einsatz kommen und verfügen zugleich über Know-how für weitere Aufgaben. Die größte Furcht der Firmen bestand darin, jemanden, den sie eingestellt hatten, nicht mit über 50 Jahren, mit über 58 Jahren aus dem Weg zu räumen, ohne einen Klatsch zu haben.

Firmen zögern, dieses mitzunehmen. Ein 56-jähriger Bankier hatte einen auf ein einziges Vorhaben begrenzten Anstellungsvertrag unterzeichnet. Er will auch seinen Nahmen nicht erwähnen, weil sein Anstellungsvertrag nicht erneuert wurde, er ist auf der Suche nach einem Job. Im Grunde hatte er sich erhofft, dass noch eine geeignete Position in der Hausbank gefunden wird.

Die Bedrohung durch arbeitslose Menschen hat er angesichts der alltäglichen Probleme kaum bewältigt. "Ich war mir dessen bewußt, daß die Position eines Tages beendet werden könnte, aber die Nachrichten sind immer noch ein Schlag. Regula Mäder, Eigentümerin und Geschäftsleiterin des Out- und Newplacement-Unternehmens Mäder & Partners, sucht für ihre Kunden nahezu immer einen neuen Auftraggeber - laut ihrer Statistiken haben mehr als 90 prozentige der über 50-Jährigen im Durchschnitt nach sieben Jahren einen neuen Arbeitsplatz, 75 prozentig auch nach fünf.

Sie macht mit ihrem Mitarbeiterteam unter anderem frühere Mitarbeitende von Julius Bär, Credit Suisse und Swiss Life arbeitsmarkttauglich. Mehr als 35 Prozentpunkte kommen heute aus dem Bankensektor, und über 45 Prozentpunkte nehmen eine führende Position im gehobenen oder gehobenen Management ein. Für frühere Manager über 50 Jahren eine neue Aufgabe zu suchen, ist eine der Hauptaufgaben von Mäder.

"Allerdings hätten es Menschen über 60 Jahre nicht leicht, eine andere Möglichkeit zu schaffen, die Lücke zwischen jetzt und dem Ruhestand zu schließen. "â??Meistens haben die Ã?ber 50-JÃ?hrigen, die zu uns kommen, existentielle Ãngste und glauben, dass sie nie wieder einen Arbeitsplatz bekommen werdenâ??, sagt die Chefetage, die in diesem Jahr mit ihrem Nachwuchsteam rund 300 Arbeitssuchende betreut, weit mehr als in den Vorjahren.

Zusätzlich zu den Kreditinstituten werden zurzeit viele Führungsebenen in den Bereichen Mode, Industrie und Versicherungen rationalisiert. Um die Wiedereingliederung von Arbeitnehmern über 57 Jahren in den Erwerbsleben zu erleichtern, empfiehlt Mädchen eine Verringerung der Arbeitsbelastung über einen größeren Zeitabschnitt.

Die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter würde nur teilweise in den Ruhestand gehen, könnte also im Betrieb verbleiben und sein Wissen würde nicht untergehen. "Darüber hinaus würde das unbelastete Untenehmen nicht mehr unter Stress stehen, da die Gehaltsforderungen bei reduziertem Arbeitsaufwand sinken würden. In der politischen Debatte wird der vorhandene Handlungsfreiraum für eine verbesserte Wiedereingliederung der über 50-Jährigen in den Erwerbsleben nach Verlust ihres Arbeitsplatzes immer wichtiger: Mit zwei neuen Initiativen will die CVP die älteren Mitar -beiterinnen und Mitarbeiter aufwerten.

Zusätzlich zu der Priorität, die den Hausangestellten eingeräumt wird, steht die Nachfrage nach Umschulung auf der Tagesordnung. "â??Die Ã?lteren Mitarbeiter sollen zur Zielpublikum der bundesweiten Weiterbildung werdenâ??, forderte Bundesrat Stefan Müller-Altermatt. Mit 34 Jahren steigt er um ein Prozentpunkt, mit 44 um zwei Prozentpunkte. Ziel ist es, neue Impulse für Ältere zu schaffen.

Stefan Häseli sieht es als wenig wahrscheinlich an, dass es älteren Mitarbeitern nach der Umstellung leicht fallen wird, einen neuen Arbeitsplatz zu haben. Unter anderem kooperiert der Trainer mit Managern und gibt Schulungen zum Themenbereich Führung. Aber auch Arbeitssuchende über 50 Jahre gehören zu seinen Mandanten. Neue Chancen erkennen, Schwerpunkte anders setzen: Er war 20 Jahre lang für das selbe Unter-nehmen tätig, viele von ihnen in gehobenen Führungspositionen, dann wurde der Cent gesetzt und er musste gehen.

Er hat die Karrierestufe mit Erfolg durchgestiegen, jetzt kann es auch eine weniger verantwortungsvolle Aufgabe sein, vorzugsweise in einer Teilzeitkraft. Gelegentlich macht er sich Gedanken darüber, keine geeignete Anstellung zu finden: "Sobald man viel Geld gesammelt und sich für eine tiefere Anstellung beworben hat, wird oft gesagt, dass man zu gut qualifiziert ist. Der Auftraggeber begreift kaum, dass Sie selbst ganz andere Erwartungen an die neue Aufgabe haben.

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